Runder Tisch „Trinkwassersicherung Lavanttal“ brachte bereits erste Ergebnisse

LRin Prettner: Drei Sofortmaßnahmen wurden fixiert und die weitere Vorgehensweise ausgelotet
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Runder Tisch „Trinkwassersicherung Lavanttal“ mit LR Beate Prettner
Am Donnerstag, den 03.05.2012 fand auf Initiative von Kärntens Wasserwirtschaftsreferentin LRin Beate Prettner der erste Runde Tisch betreffend die Trinkwassersicherung für die Region Lavanttal statt. Neben den Bürgermeistern der Region, Hans Peter Schlagholz (Wolfsberg), Karl Markut (St. Georgen), Hermann Primus (St. Paul), Peter Stauber (St. Andrä) und Günther Vallant (Frantschach/St. Gertraud), waren auch Kurt Rohner, Günther Weichlinger sowie Josef Woschitz als Experten seitens der Fachabteilung des Landes anwesend. In äußerst produktiven Gesprächen konnten bereits drei Sofortmaßnahmen fixiert und eine langfristige weitere Planung ausgelotet werden, wobei von allen Seiten größter Wert auf eine gemeinsame Vorgehensweise gelegt wird.

„In einem ersten Schritt soll zur sofortigen Entspannung der momentanen Situation der gemeindeeigene Tiefenbrunnen in St. Andrä wieder reaktiviert werden, was laut Fachexperten vorläufig ausreichend wäre, um Trinkwasser in genügender Menge für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen“, gab Prettner im Anschluss an die Arbeitssitzung bekannt. Als zweite Sofortmaßnahme wurde seitens Bürgermeister Schlagholz zugesichert, dass Wolfsberg den dort derzeit vorhandenen Wasserüberschuss schon ab morgen in einem ersten Versuch in der gemeinsamen Wasserschiene zur Verfügung stellen wird, um den Mangel in der restlichen Region auszugleichen. „Zudem sollen Erkundungsbohrungen in den Gebieten Wolfsberg, St. Andrä und St. Paul durchgeführt werden, um weitere potentielle Standorte für Tiefenbrunnen ausfindig zu machen, so Prettner weiter.

Als langfristige Vorgehensweise wurde der Ankauf weiterer Quellen seitens des Landes Kärnten thematisiert, die in die unabhängige Wasserstiftung Kärnten eingespeist werden sollen und für den Ausgleich in niederschlagsarmen Perioden heran gezogen werden können. „Hier handelt es sich um ein absolutes Zukunftsprojekt, das die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser in den Mittelpunkt rückt. Eine entsprechende Finanzierung aus dem Zukunftsfonds wäre aus meiner Sicht denkbar“, so Prettner. Zudem soll eine weiterer Schwerpunkt auf den Ausbau der Wasserschiene gelegt werden, die Überschüsse aus dem Jauntal nicht nur bis ins Lavanttal, sondern sogar bis nach Klagenfurt bringen könnte, was einen verstärkten Ausgleich zwischen den Regionen möglich machen würde.

Einhelliger Tenor: „Trotz verstärkter Maßnahmen, die auch sofort eine Entspannung der momentanen Situation bringen werden, bleibt der Appell an die Bevölkerung, beim Wasserverbrauch äußerst diszipliniert vorzugehen, weiterhin aufrecht“.


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