Kärntner S-Bahnsystem ist österreichweit vorbildhaft
LH Dörfler in Feldkirchen: Dritte S-Bahn-Linie verbindet Tourismusregionen und ist wichtiger Beitrag für Umwelt und Arbeitsmarkt
Eröffnung Dritte S-Bahn-Linie ´S2´ mit Albert Kreiner, ÖBB-Regionalmanager Manfred Oberrauner und LH Gerhard Dörfler
Das Kärntner S-Bahn-Netz ist jetzt komplett. Nach der S 1 im Vorjahr, der S 3 im August d. J wurde heute, Montag, die S 2 offiziell in Feldkirchen eröffnet. Die S 2 führt von St. Veit nach Feldkirchen und weiter nach Villach und Rosenbach. Zwischen Villach und Feldkirchen fährt sie im Stundentakt, zwischen Feldkirchen und St. Veit im Zweistundentakt, wird aber durch das Postbusangebot ergänzt. Der Teil Villach - Rosenbach geht - baustellenbedingt - erst im Sommer 2012 in Betrieb.
S-Bahn-Initiator Landeshauptmann Gerhard Dörfler, ÖBB-Regionalmanager Manfred Oberrauner und Albert Kreiner vom Landes-Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur betonten in Feldkirchen die vielen Vorteile der S-Bahn sowie die Gemeinsamkeit in der Umsetzung der Nahverkehrsoffensive.
"Kärnten setzt auf die richtige Mobilität, das ist wichtig für den Arbeitsmarkt und für die Umwelt", sagte Dörfler. Er wies darauf hin, dass rund 4.000 Menschen bei den ÖBB in Kärnten beschäftigt seien. Somit seien Investitionen in den Bahnverkehr enorm wichtig.
Der Fahrgastzuwachs von rund 4.000 bis 5.000 pro Tag zeige, dass die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene immer besser gelinge. Es gehe darum, dass immer mehr Menschen auf die umweltfreundliche Schiene umsteigen, dies bedeute auch weniger Kosten und weniger Stress. Die S 2 habe insbesondere auch touristische Bedeutung. Sie verbinde die Tourismusgebiete Faaker See mit Villach und dem Ossiacher See. Somit sei der Skiberg Gerlitzen der einzige, der direkt einen S-Bahn-Anschluss habe, so Dörfler. Im Übrigen sei Feldkirchen der einzige Bahnhof, der zwei Park & Ride-Plätze habe.
Der Landeshauptmann sagte, dass die Eröffnung der S 2 für ihn auch persönlich bewegend sei. Denn als Zehnjähriger sei er erstmals im Jahre 1965 mit der Bahn vom Heimatbahnhof Feldkirchen nach St. Veit gefahren.
Manfred Oberrauner wies auf die gelungene Verbesserung für Fahrgäste und die Erweiterung des S-Bahn-Netzes hin, was Grund zur Freude gebe. Er dankte allen Partnern, allen voran dem Landeshauptmann für sein Engagement. Die S 1 (St. Veit - Klagenfurt - Villach - Spittal) sei die Paradestrecke. Allein auf der S 3 (Klagenfurt - Weizelsdorf) zähle man täglich über 1.300 Reisende. Auch er sprach vom großen Nutzen für Pendler und Umwelt.
Albert Kreiner wies auf das große Signal für den gesamten öffentlichen Verkehr hin, das Kärnten setze. Nicht überall sei dies aufgrund der knappen Budgets so. Kreiner verwies auf das Beispiel Steiermark, wo man das öffentliche Nahverkehrsangebot stark zurückfahre. Man sei stolz, dass es in Kärnten durch die Kooperation aller Beteiligten gelungen sei, den öffentlichen Verkehr zu verdichten.
Der Landesanteil für die Einrichtung der S-Bahn beträgt rund 2,2 Mio. Euro pro Jahr. Der öffentliche Nahverkehr erbringt in Kärnten eine Wirtschaftsleistung von über 142 Mio. Euro. Hervorzuheben ist die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für den Klimaschutz. Hier geht man davon aus, dass man mit Bus und Bahn eine zusätzliche CO2-Reduktion von rund 10.000 Tonnen pro Jahr erzielen könne.
Info: www.oebb.at

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