© HASSLACHER Gruppe
Umwelt
02.09.2025

25 Jahre HASSLACHER Fern­wärme

Was als visionäre Antwort auf einen Sägewerks­brand begann, hat sich zu einem beispiel­haften Projekt nachhaltiger regionaler Energie­versorgung entwickelt.

Die HASSLACHER Fernwärmeversorgung ist ein Paradebeispiel für regionale Nachhaltigkeit. Bei der Holzverarbeitung am Standort Sachsenburg entstehen nicht nur vielfältige Holzprodukte, sondern auch Wärme und Strom. Die Wärmeenergie stammt zu 100 Prozent aus nachwachsender Biomasse, und auch der für den Betrieb notwendige Strom wird vor Ort erzeugt.

Die Entwicklung des Unternehmens ist eine Erfolgsgeschichte des stetigen Ausbaus. Nach einem verheerenden Sägewerksbrand 1998 stand die Unternehmensgruppe vor weitreichenden Entscheidungen über die Zukunft des Betriebs. Eine dieser Entscheidungen war die Idee, die Ortschaften Sachsenburg und Möllbrücke mit umweltfreundlicher Fernwärme zu versorgen. Nach intensiven Vorbereitungs- und Planungsarbeiten erfolgte 2000 der Spatenstich für das Fernwärmenetz und die Pumpstation.

"Die HASSLACHER Fernwärme zeigt exemplarisch, wie aus einer betrieblichen Herausforderung eine nachhaltige Lösung für ganze Gemeinden entstehen kann. Vor einem Vierteljahrhundert haben wir dieses Projekt mit den zentralen Säulen unseres Handelns gestartet: Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit.“, erklärt Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der HASSLACHER Gruppe. „Wir sind stolz darauf, dass wir über 25 Jahre hinweg kontinuierlich gewachsen sind und dabei konsequent auf Regionalität und Nachhaltigkeit gesetzt haben."

"Die HASSLACHER Fernwärme zeigt exemplarisch, wie aus einer betrieblichen Herausforderung eine nachhaltige Lösung für ganze Gemeinden entstehen kann.“

Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer HASSLACHER Gruppe

270 Gebäude – 14.400 m – 7.870 kW

Gestartet wurde mit neun Abnehmern im Ortskern von Sachsenburg. 2001 wurde das Netz bereits bis zum Gasthof Seiwald erweitert. 2002 folgte der entscheidende Schritt nach Möllbrücke mit einer intensiven Bauphase 2003, bei der die Hauptversorgungsleitung bis zur damaligen Hauptschule verlegt wurde. Der erste Abnehmer war die Malerei Brandner in der Hauptstraße 3 in Sachsenburg, die am 20. Dezember 2000 ihren Betrieb aufnahm. In Möllbrücke ging am 2. Dezember 2002 der erste Anschluss bei Familie Melinz in Betrieb.

Heute umfasst das HASSLACHER Fernwärmenetz eine Gesamtlänge von 14.400 Metern und versorgt 270 angeschlossene Gebäude ganzjährig mit Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung. Die gesamte Anschlussleistung beträgt 7.870 kW bei einer jährlich gelieferten Wärmemenge von 8.660.000 kWh. Diese Leistung entspricht einer Brennstoffmenge von 16.900 Schüttraummetern Hackgut oder einem Öläquivalent von 1.098.288 Litern Heizöl. Würde diese Energiemenge mit Heizöl erzeugt, entstünde ein CO₂-Ausstoß von 2.920 Tonnen – ein Beitrag zum Klimaschutz, auf den die Region stolz sein kann.

Regionale Wertschöpfung

Auch beim Bau und Betrieb der Anlagen setzt die HASSLACHER Gruppe auf regionale Partner: Firma Fürstauer (Erdbau Mühldorf), Firma Rainer Thomas (Elektrotechnik, Göriach-Pusarnitz), Firma Abwerzger (Vermessung, Spittal) und Firma Laber (Heizung-Sanitär, Sachsenburg). Lediglich für den Rohrleitungsbau kommt mit der Firma Kremsmüller ein Partner aus Oberösterreich zum Einsatz.

Über die HASSLACHER Gruppe:

Die HASSLACHER Gruppe ist ein global agierender Innovationsführer im Bereich intelligenter und integrierter Systemlösungen für den modernen Holzbau. Das familiengeführte Unternehmen ist seit vielen Generationen mit Holz als nachwachsendem Rohstoff verwurzelt und steht seit mehr als 120 Jahren für Pioniergeist, Leistung, Qualität, Langfristigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Gemeinsam mit ihren 2.000 Mitarbeitenden produziert die HASSLACHER Gruppe für Europa und den weltweiten Markt innovative Produkte in den Bereichen Schnittholz, Hobelware, Brettschichtholz, Brettsperrholz und Konstruktionsvollholz für den modernen Holzbau. Getreu dem Motto „From wood to wonders.“

DATEN & FAKTEN

Netz & Leistung

  • Länge: 14.400 m Rohrleitungen
  • Versorgte Gebäude: 270 in Sachsenburg und Möllbrücke
  • Anschlussleistung: 7.870 kW
  • Gelieferte Wärmemenge: 8.660.000 kWh/Jahr

Nachhaltigkeit

  • 100 % regionale Biomasse (Hackgut)
  • 16.900 SRM Hackgut/Jahr
  • Einsparung: 1.098.288 Liter Heizöl/Jahr
  • CO₂-Reduktion: 2.920 Tonnen/Jahr
Schlagwörter