"Wir wollen den Ausbildungsweg mit den jungen Menschen gemeinsam gehen, von den Berufsorientierungsaktivitäten bis zum Lehrabschluss."
35 Lehrlinge starten bei Kelag und Kärnten Netz
Kürzlich haben 35 junge Menschen ihre Lehrausbildung bei der Kelag und der Kärnten Netz am Ausbildungscampus in St. Veit an der Glan begonnen. Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag, betont die Bedeutung der eigenen Lehrausbildung für die Kelag und ihre Tochtergesellschaften. „Wir sind einer der größten Lehrbetriebe in Kärnten. Seit 1957 haben wir mehr als 1.700 junge Menschen ausgebildet, 500 davon arbeiten derzeit in unserem Unternehmen, das sind fast 25 % aller Beschäftigten. Viele haben sich nach der Lehre weiter qualifiziert.“ Derzeit werden bei der Kelag und Kärnten Netz 130 Lehrlinge von 100 Ausbildner:innen betreut.
Vielfalt an Berufsfeldern
„Wir nehmen heuer 35 neue Lehrlinge für sieben verschiedene Berufsfelder auf“, sagt Danny Güthlein, Vorstand der Kelag. 22 werden Elektrotechniker, 3 Metallbearbeitungstechniker:innen, 7 Bürokaufleute, 1 Logistiker, 1 Applikationstechniker/Codierer und 1 Köchin. „Acht Lehrlinge davon sind weiblich, hervorzuheben sind zwei junge Frauen, die mit der Ausbildung zur Metallbearbeitungstechnikerin beginnen. Wir bilden an acht Standorten Lehrlinge aus, von Außerfragant und Hermagor bis nach Wolfsberg. Unsere Lehrlinge stammen aus allen zehn Bezirken unseres Bundeslandes.“
Bewerber:innen-Auswahl, Welcome-Day und Lehrlingsapp
Katharina Zimmerberger, Leiterin des Ausbildungscampus, sagt zur Auswahl und Vorbereitungsphase der Lehrlinge: „Wir haben heuer aus 400 Bewerber:innen 35 Lehrlinge sorgfältig ausgewählt. Schon vor dem Lehrbeginn lernten sie das Unternehmen kennen. Wir organisierten für knapp 100 Interessierte insgesamt 280 Schnuppertage am Ausbildungscampus und in den Fachbereichen des Kelag-Konzerns. Zusätzlich haben wir für die zukünftigen Lehrlinge eine App entwickelt, die ihnen Einblicke in unser Unternehmen und den Ausbildungsalltag gibt und sie über unsere Erwartungen an sie und unsere Werte informiert. So konnten wir den jungen Menschen Sicherheit und Selbstvertrauen für ihren Berufseinstieg vermitteln.“
Im Juni wurde am Ausbildungscampus in St. Veit an der Glan ein Welcome-Day für die zukünftigen Lehrlinge organisiert, als wichtiger Baustein in der Kennenlernphase. Michaela Sapetschnig, Personalchefin der Kelag: „Wir wollen den Ausbildungsweg mit den jungen Menschen gemeinsam gehen, von den Berufsorientierungsaktivitäten bis zum Lehrabschluss. Auch die Eltern beziehen wir mit ein, sie sowie Schulen und externe Partner sind wichtiger Teil unseres Netzwerkes für die Qualifizierung und Entwicklung der jungen Menschen.“
Nachwuchskräfte der Kärnten Netz
22 der 35 Lehrlinge beginnen ihre Fachkräfteausbildung in der Elektrotechnik bei der Kärnten Netz. Als Nachwuchskräfte in der Montage arbeiten sie sowohl für die Instandhaltung und den Ausbau der Netze als auch im Störungseinsatz. „Sie lernen den Beruf von der Pike auf kennen, erwerben elektrotechnisches Fachwissen und werden zu Spezialist:innen ausgebildet, inklusive der Berechtigung, in den Netzen zu schalten“, erklärt Kärnten Netz-Geschäftsführer Michael Marketz.
Startklar für die Energiezukunft dank Spezialmodul
Auch heuer wird für die Elektrotechnik-Lehrlinge als zusätzliche Ausbildung das Spezialmodul „Erneuerbare Energie und Elektromobilität“ angeboten. In diesem Modul werden Photovoltaik, Energiemanagement, Windkraft und Elektromobilität vermittelt. An 16 Lehrlinge des Jahrgangs 2021 wird demnächst der Lehrbrief mit diesem Zusatzzertifikat verliehen. „Sie haben sich für die Verlängerung der Ausbildungszeit um ein halbes Jahr entschieden und diese freiwillige Bildungsmöglichkeit für sich genutzt. Nun sind sie besonders qualifiziert für die Umsetzung der Energiezukunft und die damit verbundenen Herausforderungen“, betont Danny Güthlein. „Dieses Spezialmodul unterrichten wir mit eigenen Ausbildner:innen, ergänzt mit Expert:innen aus der Kelag und ihren Tochtergesellschaften.“ Exkursionen, Fachvorträge, Betriebs- und Anlagenbesichtigungen ergänzen den eng mit der Berufsschule abgestimmten Ausbildungsplan. Reinhard Draxler: „So geben wir unseren Lehrlingen im letzten halben Jahr ihrer Ausbildungszeit wertvolle Kenntnisse für ihre berufliche Zukunft mit. Die Ausbildung dieser Nachwuchskräfte verstehen wir nicht nur als unsere unternehmerische, sondern auch als unsere gesellschaftliche Verantwortung.“