© Alpacem | Armin Russold
Wirtschaft
05.12.2025

Alpacem setzt auf CO2-reduzierte Zement­produktion

Durch eine Investition in neue Ersatzrohstoff-Infrastruktur will das Unternehmen die CO2-Emissionen um 51.000 Tonnen pro Jahr senken.

Am Standort Wietersdorf von Alpacem Zement Austria steht eine Investition ins Haus: Mithilfe einer neuen Infrastruktur zur Aufbereitung und Nutzung CO-armer Ersatzrohstoffe möchte das Unternehmen die prozessbedingten CO-Emissionen in der Zementproduktion um 51.000 Tonnen pro Jahr senken. Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der Alpacem CO-Reduktions-Roadmap „Compass to Zero CO“ und bildet zugleich das bisher größte Klimaschutzvorhaben der gesamten Alpacem Gruppe. Durch moderne Technik und optimierte Produktionsprozesse soll es künftig möglich sein, den Einsatz natürlicher Ressourcen zu reduzieren und damit einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung der Zementherstellung zu leisten.

„Mit dieser Investition setzen wir den eingeschlagenen Weg zur CO-neutralen Zementproduktion innerhalb der Alpacem Gruppe konsequent fort.“

Lutz Weber, Geschäftsführer von Alpacem

„Mit dieser Investition setzen wir den eingeschlagenen Weg zur CO-neutralen Zementproduktion innerhalb der Alpacem Gruppe konsequent fort“, betont Lutz Weber, Geschäftsführer von Alpacem. „Wir schaffen die technischen Voraussetzungen, um künftig noch flexibler, ressourcenschonender und energieeffizienter zu produzieren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaziele.“

Mit Ersatzrohstoffen in die Zukunft

Zentral sind dabei CO-arme Ersatzrohstoffe – ihr Anteil an der Produktion soll auf bis zu 35 Prozent erhöht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird am Standort eine neue Anlage errichtet, die Ersatzrohstoffe für den Einsatz in der Zementproduktion aufbereitet. Ergänzt wird sie durch erweiterte Förder- und Lagereinrichtungen sowie eine modernisierte Dosiertechnik. Damit lassen sich auch Ersatzrohstoffe nutzen, die bisher technisch aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften nicht einsetzbar waren. „Wir kombinieren bewährte Technologien mit innovativen Verfahren und schaffen so die Basis für eine emissionsarme und ressourceneffiziente Zementproduktion“, erklärt Florian Salzer, technischer Direktor von Alpacem Zement Austria.

„Industrielle Innovation, regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit können im Zusammenspiel ein Erfolgsfaktor sein, das zeigt das Unternehmen auf vorbildliche Weise.“

Landesrat Sebastian Schuschnig

„Kärnten will zeigen, dass es gelingen kann, Nachhaltigkeit und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung miteinander zu verbinden. Genau hier setzt auch Alpacem an“, so Landesrat Sebastian Schuschnig, der bei der Vorstellung des Projekts anwesend war. „Industrielle Innovation, regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit können im Zusammenspiel ein Erfolgsfaktor sein, das zeigt das Unternehmen auf vorbildliche Weise. Diese Investition stärkt nicht nur den Standort Wietersdorf, sondern auch Kärntens Weg hin zu einer klimaneutralen Industrie.“

Förderung für CO-reduzierte Industrie

Die Umsetzung des Projekts erfolgt auf Basis von einer Förderung in der Höhe von 21,6 Millionen EUR im Rahmen des Förderprogramms „Transformation der Industrie“. Dieses Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus zielt darauf ab, industrielle Prozesse auf klimafreundliche Technologien umzustellen und so die österreichische Industrie bis 2040 weitgehend zu dekarbonisieren. Gefördert werden Investitionen, die zu einer messbaren Reduktion von Treibhausgasemissionen führen – etwa durch den Ersatz fossiler Energieträger oder durch CO-arme Produktionsverfahren. „Solche Förderinitiativen schaffen Planungssicherheit und geben Unternehmen den nötigen Impuls, den Wandel aktiv mitzugestalten“, betont Lutz Weber. „Die Unterstützung des Bundes ermöglicht es uns, unsere Innovationskraft gezielt in nachhaltige Produktionslösungen zu investieren und damit die Transformation unserer Branche voranzutreiben.“

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