„Erfreulich in Kärnten ist die äußerst stabile Entwicklung bei unseren drei Kerngruppen: Jugendliche, Ältere und Langzeitarbeitslose."
AMS: Gezielte Maßnahmen halten Kärntner Arbeitsmarkt stabil
Das letzte Jahr brachte manche Herausforderungen für den Arbeitsmarkt. Schwächelnder Konjunktur und globaler Unsicherheiten zum Trotz hat sich der Kärntner Arbeitsmarkt 2025 als widerstandsfähig erwiesen. Österreich verzeichnete bei arbeitslosen Personen eine Steigerung um 6,6 Prozent, in Kärnten zeigte sich eine Zunahme um 1,5 Prozent. Das ist die geringste Zunahme im Vergleich zu den anderen Bundesländern und belegt den positiven Trend.
Stabile Entwicklung
Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 17.890 Personen beim AMS Kärnten als arbeitslos vorgemerkt. Das bedeutet, es waren 270 Arbeitslose mehr als im Jahr 2024, das ergibt eine Zunahme von 1,5 Prozent. Inklusive Schulungsteilnehmer:innen stieg die Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent auf 21.109 Personen. Ein besonderes Augenmerk legt das AMS auf Langzeitarbeitslose (länger als ein Jahr), Menschen über 50 Jahren und Jugendliche unter 25 Jahren. „Erfreulich in Kärnten ist die äußerst stabile Entwicklung bei unseren drei Kerngruppen,“ sagt AMS-Kärnten-Chef Peter Wedenig. „Diese Gruppen stehen am Arbeitsmarkt vor besonderen Hürden und damit im Fokus unserer arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.“ Mit durchschnittlich 220.904 unselbstständig Beschäftigten blieb auch der Beschäftigtenstand in Kärnten stabil. Die Arbeitslosenquote 2025 beträgt in Kärnten 7,5 Prozent und liegt mit +0,2 Prozentpunkten nahe am Österreichschnitt.
Vorreiter in Vollbeschäftigung
Bei einem genaueren Blick auf die Arbeitslosenquote fällt auf, Hermagor (5 Prozent) und Wolfsberg (5,1 Prozent) sind die beiden Bezirke auf dem Weg in die Vollbeschäftigung. In Villach und in Wolfsberg konnte im Jahr 2025 die Zahl der Arbeitslosen um -2 Prozent bzw. -4,9 Prozent abgebaut werden.
„Wir arbeiten sehr intensiv mit dem AMS Steiermark zusammen, um die überregionale Vermittlung und übergreifende Fachausbildungen zu forcieren.“
Prognosen zeigen positiven Trend
Prognosen zufolge soll sich die Arbeitslosigkeit in Kärnten im Jahr 2026 um 600 Personen (-3,4 Prozent) reduzieren, der Beschäftigtenstand soll leicht steigen. Dem AMS Kärnten steht 2026 mit 63 Mio. Euro ein deutlich geringeres Budget zur Verfügung als in den Jahren zuvor. „Trotz Budgetreduzierung soll mehr als die Hälfte, nämlich 35,4 Millionen Euro, in Qualifizierungsmaßnahmen investiert werden. Damit unterstützen wir Arbeitsuchende beim Einstieg in den Arbeitsmarkt sowie Unternehmen mit Fach- und Arbeitskräftebedarf,“ so Wedenig. Mit Geringfügigkeit NEU, Weiterbildungsbeihilfe, Altersteilzeit und dem Programm 55+ werden heuer gleich mehrere neue Themen umgesetzt. Die Neuregelung für die Sozialhilfe fällt ebenfalls darunter. Weitere Herausforderungen sind struktureller Natur, wie beispielsweise die wachsende Dynamik in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt, die ungleiche Verteilung des Arbeitskräftepotenzials, der demografische Wandel oder die rasante Entwicklung von Digitalisierung, Automatisierung und KI. „Vieles ist derzeit im Wandel. Als AMS sind wir mehr denn je gefordert, unsere Strukturen und Unterstützungsleistungen für Arbeitsuchende und Unternehmen entsprechend anzupassen und innovative Lösungen zu finden für einen zukunftsfitten Arbeitsmarkt.“
Arbeitsmarkt Süd
Mit der Eröffnung der Koralmbahn wurden Türen in einen neuen Wirtschaftsraum und somit in einen neuen Arbeitsmarkt geöffnet. Deshalb rückt die Koralmbahn auch beim Arbeitsmarktservice in den Fokus. Durch die schnelle Zugverbindung entsteht ein erweiterter Arbeitsmarkt Süd mit neuen Chancen für Arbeitsuchende und Unternehmen mit Personalbedarf. „Wir arbeiten sehr intensiv mit dem AMS Steiermark zusammen, um die überregionale Vermittlung und übergreifende Fachausbildungen zu forcieren.“