Wirtschaft

Auszeichnung für Altbürgermeister von Weißenstein

LH Kaiser verlieh Hermann Moser das Große Goldene Ehrenzeichen im Rahmen einer Festsitzung des Weißensteiner Gemeinderats.

Klagenfurt (LPD). Gestern, Mittwoch, fand eine Festsitzung des Gemeinderats Weißenstein unter Einhaltung strenger Coronaschutzmaßnahmen und im Beisein von Landeshauptmann Peter Kaiser statt. Für Hermann Moser, der Ende Juni als längst dienender Bürgermeister von Weißenstein seine politische Laufbahn beendet hat, gab es das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes, verliehen vom Landeshauptmann gemeinsam mit Landtagspräsident Reinhart Rohr.

In seiner Laudatio namens der Kärntner Landesregierung kam der Landeshauptmann auf einige andere Aspekte zu sprechen, die vielleicht auch für Gemeindebürgerinnen und -bürger, für Verantwortungsträgerinnen und –träger in einer Marktgemeinde von Bedeutung seien. „In der Zeit, in der du politisch tätig warst, 33 Jahre in Gemeindeverantwortung, 24 davon als Bürgermeister, haben sich dieses Land, Österreich und Europa entscheidend verändert. Manche sagen, dass es derzeit vier politische Ebenen gibt, wo Gemeinsamkeiten zustande zu bringen sind, die europäische, das österreichische Parlament, die Ebene des Landes mit Regierung und Landtag und die Gemeindeebene. Und gerade die Gemeindeeben ist in letzter Konsequenz jene Ebene, in der Politik den Menschen vermittelt wird. Dort kommt es darauf an, dass das, was politisch notwendig ist, den Menschen populär zu erklären, ihnen zu erläutern warum das, was sie tun, wichtig ist.“

Als Meisterleistung in der langen Liste der Leistungen von Hermann Moser bezeichnete Kaiser beispielsweise die Neu-Nummerierung der Häuser in der gesamten Gemeinde. Ganz besonders aber, dass Moser den Begriff Enkelverantwortung gelebt habe. „Dir war klar, dass man mit Produktionsweisen, die heute modern sind, in 30 Jahren nicht mehr reüssieren wird. Du hast gewusst, dass Deine Gemeinde und damit auch eine starke Wirtschaft sich weiterentwickeln werden, und dadurch die Verantwortung zu übernehmen ist, diese Gesellschaft und dieses Umfeld so zu gestalten, dass sie enkeltauglich werden.“ So habe ÖBB-Chef Andreas Matthä nach der Errichtung der fünften Eisenbahnkreuzung in der Gemeinde Weißenstein augenzwinkernd gesagt, dass das gesamte - für Kärnten vorgesehene – Geld in Weißenstein verwendet worden sei.

„Man muss sich überlegen, was es heißt 24 Jahre lang, Verantwortung für die Menschen in einer Gemeinde zu haben, die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, die nicht immer die leichtesten sind, wie beispielsweise im Bereich Asyl und Flüchtlinge. Das alles sind Momente, ohne die dieses Land Kärnten nicht das sein könnte, was es ist, nämlich der schönste und wichtigste Fleck auf dieser Erde, wo wir uns identifizieren können, wo unsere Identität geprägt ist, wo wir gerne leben und gerne arbeiten oder gearbeitet haben.“

Alt-Bürgermeister Hermann Moser und Amtsleiter Ernst Glanzer wurden von Bürgermeister Harald Haberle mit dem Ehrenring ausgezeichnet und zu Ehrenbürgern ernannt.

Foto: LPD Kärnten/Oskar Höher
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