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Wirtschaft
05.05.2026

BABEG-Bilanz 2025: 39 neue Unternehmen

39 Betriebsansiedelungen und eine Forschungsquote von 3,9 Prozent – die BABEG zieht eine erfreuliche Bilanz über die Erfolge des Jahres 2025.

Landeshauptmann Daniel Fellner und Markus Hornböck, Geschäftsführer der BABEG Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft, präsentierten in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Zahlen des vergangenen Jahres sowie beispielhaft drei Unternehmen, die sich mit Unterstützung der BABEG in Kärnten angesiedelt haben.

Projekte aus aller Welt

„Kärnten ist mehr als Berge, Seen und Gastfreundschaft. Kärnten ist ein Wirtschafts- und Technologiestandort, und die BABEG ist eine Drehscheibe für die Standortentwicklung“, freute sich Fellner.
Von den 39 neuen Unternehmen gehören 21 zu den Zukunftsbranchen IKT, Electronic Based Systems sowie Circular & Green Economy. Insgesamt hat die BABEG 190 Projekte initiiert, 443 Ansiedlungsprojekte aus 45 Ländern befinden sich in Bearbeitung.
Die meisten kommen aus dem Alpen-Adria-Raum, aber auch Projekte aus Indien, Japan, Kanada und dem Vereinigten Königreich sind dabei.

Forschungsquote gestiegen

Die Forschungsquote Kärntens ist seit 2021 von 2,98 Prozent auf aktuell 3,39 Prozent gestiegen. Mit seiner Forschungsquote befinde sich Kärnten unter den Topregionen Europas; im Verbund mit der Steiermark liege die Quote sogar bei über vier Prozent, erklärte BABEG-Geschäftsführer Markus Hornböck. „Das ist eine absolute Spitzenposition.“
Rund 400 Mitarbeiter:innen bringen die Betriebsansiedlungen durchschnittlich im Jahr. Bei 65.000 Euro pro Person und Jahr erzeuge dies eine zusätzliche Wertschöpfung von 26 Mio. Euro für Kärnten, rechnete Hornböck vor.

Hohe Standortqualität

„Wir schaffen es, nationale und internationale Unternehmen nicht nur erfolgreich anzuziehen, sondern langfristig im Land zu verankern. Entscheidend dafür sind gezielte Investitionen in Forschung, Entwicklung, Infrastruktur und Fachkräfte sowie eine enge Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“, sagte Fellner.
Auch die hohe Lebensqualität, Sicherheit sowie ein ausgezeichnetes Bildungs- und Ausbildungsangebot zählen zu den Stärken des Landes.

Drei neue Unternehmen

Drei innovative Unternehmen, die sich im Vorjahr in Kärnten angesiedelt haben, nutzten die Bilanzpressekonferenz, um sich vorzustellen.
Packwall erzeugt Bauplatten – ohne Zusatz von Chemikalien, nur mit hohen Temperaturen – aus gebrauchten Getränkekartons. Man habe sich auch andere Standorte angesehen, die Entscheidung sei dann mit Unterstützung der BABEG für Kühnsdorf gefallen, erklärte Geschäftsführer Daniel Fritsch. Kärnten biete die notwendigen Fachkräfte, die Nähe zu den relevanten Märkten sowie starke Partner in Forschung und Entwicklung.
Für Andrii Ivanov und sein Unternehmen MarketsFlare bietet Kärnten einzigartige Möglichkeiten, auch im internationalen Vergleich. Er kooperiert mit der Uni Graz und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. In seinem Start-up MarketsFlare entwickelt er KI-Algorithmen, die in vielen Bereichen einsetzbar sind. Sie können zum Beispiel Nachrichten analysieren, Marktstimmungen bewerten und in Echtzeit Einblicke in Finanzmärkte liefern.
Über das build! Gründungszentrum wurde Magdalena Druml bei der Entwicklung und Gründung von NoxAvis Tech Solutions unterstützt. Mit der KI-gestützten Anwendung „HeliDoc“ wird eine Echtzeitdokumentation während eines Notarzteinsatzes ermöglicht – von der Spracherkennung bis zur Live-Datenübertragung direkt ins Krankenhaus. Mit der ARA Flugrettung ist bereits ein Kärntner Unternehmen dabei. Auch Druml schätzt das innovative Umfeld und die enge Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen in Kärnten.

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