© Lakeside Science & Technology Park
Wirtschaft
07.01.2026

Bahn frei für grenzen­lose Inno­vationen

Durch die Eröffnung der Koralm­bahn rückt der Lakeside Science & Techno­logy Park noch stärker ins Zentrum der Kompe­tenz- und Innova­tions­region Süd­österreich.

Es ist eine echte Erfolgsgeschichte, die seit 20 Jahren im Klagenfurter Lakeside Science & Technology Park geschrieben wird. Was aus einer mutigen Vision entstand, ist heute ein fester Bestandteil der Region: Durch seine einzigartige Kombination aus Bildung, Forschung und Unternehmen gilt der Park nicht nur in Kärnten als etablierte Institution, sondern ist auch international als Leuchtturmprojekt bekannt. In unmittelbarer Nähe zum Wörthersee gelegen, steht er für ein stimmiges Verhältnis von Arbeit und Freizeit und bietet Fachkräften und Unternehmer:innen ein inspirierendes Arbeitsumfeld mit unzähligen Möglichkeiten zur Vernetzung. Rund 1.800 Menschen sind auf der 40.000 m² großen Fläche tätig – in 70 Unternehmen bzw. Start-ups und neun Forschungsorganisationen arbeiten sie täglich an den Technologien der Zukunft.

Als Bildungsstandort profitiert der Lakeside Park von der direkten Nachbarschaft zur Universität Klagenfurt – und setzt mit dem Educational Lab selbst ein nachhaltiges Zeichen für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Die räumliche Nähe zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen schafft für Start-ups und Gründer:innen ein ideales Biotop zur Entwicklung neuer, innovativer Formate. Gemeinsam mit dem Technologiepark Villach ist der Lakeside Park somit ein wichtiger Impulsgeber für den Technologiestandort Kärnten.

„Die Koralmbahn eröffnet den Weg zur Area of Innovation und macht es möglich, die Grenzen zwischen Kärnten und der Steiermark neu zu denken.“

Bernhard Lamprecht, Geschäftsführer der Lakeside Science & Technology Park GmbH

© Dobernig

Koralmbahn öffnet „Window of Oppor­tunity“

Mit Eröffnung der Koralmbahn beginnt nun ein neues Zeitalter: Als wichtiger IKT-Standort rückt der Lakeside Park noch stärker ins Zentrum des neu verbundenen Innovationsraums Südösterreich. „Die direkte Anbindung zwischen Kärnten und der Steiermark stärkt die regionale Standortattraktivität, erleichtert grenzüberschreitende Kooperationen und intensiviert den Wissenstransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen“, freut sich Geschäftsführer Bernhard Lamprecht und fügt hinzu: „Die Koralmbahn eröffnet für den Lakeside Park ein neues Window of Opportunity“. Vom Technologiepark Villach über den Lakeside Park Klagenfurt bis nach Graz entsteht entlang der Koralmbahn eine Forschungsachse Süd, die nicht nur den Zugang zu Talenten in ganz Südösterreich, sondern auch gemeinsame Forschungsinitiativen und Partnerschaften erleichtert.

Zukünftig wird die Achse durch den geplanten Technologiepark St. Paul noch weiter gestärkt: „Mit dem geplanten Baustart des Technologieparks Lavanttal in St. Paul im Jahr 2027 entsteht eine dritte, komplementäre Struktur im Kärntner Technologieökosystem. Durch die zusätzliche thematische Ausrichtung im Bereich ‚Smart Materials‘ wird die bestehende Schwerpunktlogik in Kärnten – IKT in Klagenfurt sowie Mikroelektronik in Villach – um ein strategisch relevantes Forschungs- und Zukunftsfeld erweitert“, ist Lamprecht überzeugt.

„Unser Büro im Lakeside Park in Klagenfurt ist künftig noch besser mit der Steiermark verbunden – ein entscheidender Faktor, um Fachkräfte aus dem benachbarten Raum anzusprechen.“

Birgit Machatschek, Head of Human Resources bei eurofunk Kappacher

© eurofunk Kappacher

Standort mit Strahlkraft

Das Zusammenwachsen des Innovationsraums Südösterreich bietet auch den im Lakeside Park ansässigen Unternehmen zahlreiche Vorteile. Für Birgit Machatschek, Head of Human Resources bei eurofunk Kappacher, steht der erleichterte Zugang zu Fachkräften im Vordergrund: „Die neue Koralmbahn schafft für eurofunk einen bedeutenden Standortvorteil. Unser Büro im Lakeside Park in Klagenfurt ist künftig noch besser mit der Steiermark verbunden – ein entscheidender Faktor, um Fachkräfte aus dem benachbarten Raum anzusprechen. Da wir in Graz selbst keinen Standort haben, eröffnet die direkte Bahnverbindung neue Möglichkeiten: Mitarbeitende aus der Steiermark erreichen uns nun schnell und komfortabel mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das stärkt unsere Attraktivität für Fachkräfte und Absolvent:innen aus diesem Raum deutlich und wir können noch gezielter Talente ansprechen, die bislang wegen der Entfernung andere Regionen bevorzugt haben“, führt Machatschek aus.

Auch die Forschungseinrichtungen im Park profitieren nachhaltig von der neuen Verbindung. Die Grazer Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH etwa ist seit Jahren mit mehreren Instituten in Klagenfurt präsent. Geschäftsführer Heinz Mayer sieht in der Koralmbahn einen wichtigen Beitrag zur strukturellen Entwicklung der Region Südösterreich: „Die Koralmbahn ist weit mehr als eine Hochleistungsstrecke. Sie ist ein Strukturimpuls, der unsere Region zusammenwachsen lässt. Die Bahn schafft Nähe – zwischen Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Bildungseinrichtungen. Das Business-Dreieck Steiermark-Kärnten-Burgenland rückt enger zusammen und ermöglicht so kritische Massen, die für exzellente Forschung und wirtschaftliche Dynamik notwendig sind“, so Mayer und ergänzt: „Die enge Zusammenarbeit mit Förderagenturen, Forschungs- und Technologieunternehmen sowie mit der Universität Klagenfurt und der FH Kärnten zeigt, wie gezielte Partnerschaften zur nachhaltigen Regionalentwicklung beitragen. Dieser Prozess wird mit der Koralmbahn sicher verstärkt.“

„Die Koralmbahn ist weit mehr als eine Hochleistungsstrecke. Sie ist ein Strukturimpuls, der unsere Region zusammenwachsen lässt.“

Heinz Mayer, Geschäftsführer JOANNEUM RESEARCH

© JOANNEUM RESEARCH | Bergmann

Innovationsraum Süd­österreich

Um neue Unternehmen und Fachkräfte in die Region zu bringen, ist neben attraktiven Arbeitsplätzen auch eine hohe Lebensqualität gefragt. Mit seiner ganzheitlich gedachten Infrastruktur, den kurzen Wegen und der Nähe zu See und Naherholungsgebieten ist der Lakeside Park hervorragend positioniert, um Talente langfristig zu halten. Geschäftsführer Bernhard Lamprecht sieht die Zukunft der Region Südösterreich in einem eng verzahnten Kompetenzgebiet – ein leistungsfähiger, attraktiver Technologiecluster mit internationaler Sichtbarkeit, der Herausforderungen gemeinsam begegnet: „Die Koralmbahn eröffnet den Weg zur Area of Innovation und macht es möglich, die Grenzen zwischen Kärnten und der Steiermark neu zu denken. Diese neue Realität braucht jedoch eine integrative, überregionale Perspektive: Die Area of Innovation gelingt erst, wenn gedankliche, bauliche, geografische und gesellschaftliche Barrieren überwunden werden“, appelliert Lamprecht.

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