Wirtschaft

Bistum Gurk wird neu ausgerichtet

Personelle Veränderungen im Bistum Gurk und nicht nur das: Ab 1. März wird ein neues Statut wirksam.

Mit 1. März 2021 erlässt Bischof Josef Marketz für das Bistum Gurk ein neues Statut. Dem ging ein einjähriger Prozess voraus, bei dem durch ein Projektteam die wirtschaftliche Situation des Bistums analysiert wurde. Zwei zentrale Anliegen von Marketz seien im neuen Statut abgebildet: die stiftungsgemäße und transparente Verwendung des Bistumsvermögens und die personelle wie operative Verschränkung von Bistum und Diözese.

Neue Prioritäten bei Verwendungszweck

Eine Änderung gibt es beim Verwendungszweck des Vermögens des Bistums. Zu den vorrangigen Zwecken des Bistums zählen ab nun pastorale und karitativ-diakonische Aktivitäten der Diözese, Erfordernisse der dem Bistum zugewiesenen 55 Patronatspfarren sowie die Förderung kirchlichen Lebens im Bereich des Bistums und der Diözese Gurk. Darüber hinaus können laut Statut nach Maßgabe der vorhandenen Mittel auch kulturelle und volksbildnerische Projekte unterstützt und gefördert werden. Beim Verwendungszweck als letzter Punkt genannt wird der Zweck des Bistums als Bischöfliches Mensalgut, das, so das Statut, „der Amtsführung und dem angemessenen Unterhalt des Bischofs dient“, was im bisher geltenden Statut als vorrangiger Stiftungszweck genannt wurde.

Laut neuem Statut will das Bistum ein regionaler Leitbetrieb sein – samt Orientierung an sozialethischen Richtlinien und Nachhaltigkeitskriterien.

Aufsichtsrat wird installiert

Es wird auch ein mindestens fünfköpfiger Aufsichtsrat bestellt, der u. a. den Bischof beraten soll. Vorsitzender wird der gebürtige Kärntner und Wiener Unternehmensberater Alexander Doujak. Weitere Mitglieder werden noch ernannt. Eines der Mitglieder soll aus dem Kärntner Caritas-Verband kommen. Bei Veräußerungen und Rechtsgeschäften soll der Aufsichtsrat konsultiert werden.

Beim Bistum Gurk arbeiten heute 52 Mitarbeiter. Es verwaltet land- und forstwirtschaftliche Besitze, Aufgabenbereiche betreffen auch das Hotel Stift St. Georgen/Längsee, den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb mit Jagd und Holzwirtschaft, die Fischerei, die Stromerzeugung und die Erzeugung von Bio-Fernwärme.

Personelle Weichenstellungen

Auch personelle Änderungen gab Marketz bekannt: Sabine Loy, namhafte Hoteldirektorin, wird Direktorin des Hotels im Stift St. Georgen. Drei neue Geschäftsführer werden ebenfalls eingesetzt: der Gurker Stiftspfarrer Gerhard Kalidz (Geschäftsbereiche "Kirchliche Projekte und Patronatspfarren" sowie "Unternehmenskultur"), Finanzkammer-Direktor Gerhard Salzer ("Finanzen" und "Hotel und Restaurant Stift St. Georgen") und Diözesanökonom Vizekanzler Burkhard Kronawetter ("Immobilien / Projekte", "Land- und Forstwirtschaft"). Den Geschäftsbereich "Energie" verantworten alle Geschäftsführer gemeinsam.

Bischof Josef Marketz – Foto: Diözesan-Pressestelle/Daniel Gollner
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