BSVK: „Inklusion bedeutet miteinander“
Am 3. Dezember wird weltweit der Tag der Inklusion begangen. Der BSVK begleitet seit fast acht Jahrzehnten Menschen mit Sehbehinderungen und Blindheit. Das Angebot umfasst Beratungen, Schulungen, Hilfsmittel- und Assistenztechnologieberatungen sowie Freizeit-, Kultur- und Begegnungsangebote zur sozialen Teilhabe für Betroffene und Angehörige. „Mit unseren Angeboten wollen wir zeigen, dass Inklusion nicht nur ein gesellschaftlicher Auftrag, sondern ein tägliches Miteinander ist“, so Pfeifer. „Wir unterstützen Menschen dabei, selbstbestimmt zu leben – und wir sensibilisieren die Öffentlichkeit, denn Barrieren beginnen im Kopf.“
Mitentscheiden, mitgestalten
Damit gesellschaftliche Vielfalt gelingt, braucht es die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen. „Inklusion bedeutet miteinander: miteinander handeln, miteinander sprechen und nicht übereinander. Das heißt: Barrieren abbauen und Menschen mit Behinderung nicht nur einzubeziehen, sondern aktiv an Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen beteiligen“, betont Heinz E. Pfeifer, Präsident des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Kärnten BSVK zum Tag der Inklusion. Nach wie vor sind Menschen mit Behinderung in politischen wie gesellschaftlichen Gremien stark unterrepräsentiert. Ihre Stimmen fehlen oft genau dort, wo über Fragen entschieden wird, die ihr Leben direkt betreffen. Der Grundsatz „Nothing about us, without us!“ trifft daher mehr denn je zu. „Echte Teilhabe entsteht nur, wenn man aktiv auf die Betroffenen zugeht, sie miteinbezieht, sie mitentscheiden und mitgestalten lässt“, ist Pfeifer überzeugt.
80 Jahre gelebte Inklusion
Im Jahr 2026 feiert der BSVK sein 80-jähriges Jubiläum. Seit der Gründung im Jahr 1946 hat sich der Verband kontinuierlich weiterentwickelt und versucht den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden. „Unser 80-jähriges Bestehen symbolisiert nicht nur einen historischen Meilenstein. Wir nehmen das Jubiläumsjahr zum Anlass, um die Vielfalt unseres Wirkens sichtbar zu machen – und wohin wir noch wollen. Inklusion ist ein Zukunftsprojekt, das uns alle betrifft. Wir laden alle Menschen ein, Teil dieses Miteinanders zu sein – heute und an jedem Tag.“
Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen
Inklusion setzt Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen voraus. Das umfasst die Zugänglichkeit von Dienstleistungen sowie Produkte, die barrierefrei gestaltet und für alle verständlich und bedienbar sind. Nicht zuletzt müssen politische Entscheidungen auf Beteiligung, Transparenz und echte Mitsprache setzen. „Eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Bewusstsein, Dialog und den Mut, Verantwortung zu teilen. Es ist Aufgabe aller, Räume zu schaffen, in denen Menschen mit Behinderung gleichberechtigt vertreten sind und gehört werden. Inklusion gelingt nur gemeinsam – und nur, wenn alle beteiligt sind“, bekräftigt Pfeifer.
Der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten (BSVK) vertritt und begleitet seit fast acht Jahrzehnten Menschen mit Sehbehinderungen und Blindheit. Für Betroffene und Angehörige werden Beratungen, Schulungen, Hilfsmittel- und Assistenztechnologieberatungen bereitgestellt sowie Freizeit-, Kultur- und Begegnungsangebote zur sozialen Teilhabe geschaffen.
Weitere Informationen:
www.bsvk.at
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