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Umwelt
09.01.2026

City Science Lab für nach­haltige Stadt­entwicklung gestartet

Das neue „Labor“ der Universität Klagenfurt verknüpft Wissenschaft und Stadtgesellschaft am Weg zu einer klimaneutralen Stadt.

Der 17. Dezember markierte den Beginn einer nachhaltigen Zusammenarbeit: Zum Kick-Off Termin des City Science Labs (CSL-AAU) präsentierten Forschende der Universität Klagenfurt mit Vertreter:innen des Magistrats und der Stadtwerke Klagenfurt ihre gemeinsamen Zielsetzungen für die Entwicklung Klagenfurts zu einer klimaneutralen Stadt. Dabei spielt das City Science Lab eine zentrale Rolle: Forschende aller vier Fakultäten arbeiten mit ihrer jeweiligen Expertise daran, innovative Lösungen für die Stadt zu entwickeln.

Klimaneutralität als erklärtes Ziel

Im Rahmen der EU-Cities-Mission wurde Klagenfurt als eine von 100 europäischen Städten ausgewählt, die auf ihrem Weg zur Klimaneutralität bis 2030 von der europäischen Union unterstützt werden. Das von der Soziologin Martina Merz geleitete City Science Lab bildet eine Brücke zwischen der Universität mit ihrer wissenschaftlichen Expertise und der Klagenfurter Stadtgesellschaft. Durch diese Synergiewirkung soll die Stadt Klagenfurt bei ihren Bemühungen unterstützt werden, die Klimaneutralität zu erreichen. Weiterer Kooperationspartner sind die Stadtwerke Klagenfurt.

Die Mitglieder des CSL-AAU engagieren sich in Forschung, Lehre und Third Mission auf vielfältige Weise für die gemeinsamen Klimaziele. So wurde etwa mit Studierenden eine Umfrage zur Wahrnehmung der Luftqualität in Klagenfurt durchgeführt, ein Policy Brief mit Handlungsempfehlungen zum Umgang mit extremer Hitze erstellt oder die Verbreitung von Wissen zum Thema Kreislaufwirtschaft untersucht.

Auftaktveranstaltung zum City Climate Lab

Bei der Kick-Off-Veranstaltung am 17. Dezember wurde das Projekt von Martina Merz vorgestellt, anwesend waren neben Rektorin Ada Pellert, STW-Geschäftsführer Erwin Smole und Wolfgang Hafner, Leiter der Abteilung Klima- und Umweltschutz der Stadt Klagenfurt, auch zahlreiche CSL-Mitarbeiter:innen und interessierte Gäste. Rektorin Ada Pellert betonte in ihrem Grußwort die Rolle der Universität als starkem Partner, der die Stadtentwicklung interdisziplinär begleitet, getreu dem Motto: „Universities have departments, societies have problems.“

„Universities have departments, societies have problems.“

Ada Pellert, Rektorin der Universität Klagenfurt

In einem interaktiven Format wurden den Gästen außerdem Poster zu vier Themenbereichen präsentiert: „Von Akzeptanz zu Partizipation: Wie Zivilgesellschaft Klimaneutralität gestalten kann“, „Zwischen Dringlichkeit und Gerechtigkeit: Klima, Stadt und die Rolle der Kunst“, „Am Weg zur Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Energieversorgung“ sowie „Klima, Kunst und Klagenfurt: Unterrichtsmaterialien mit und für Schüler:innen“. Abschließend gab es für alle Gäste die Gelegenheit, sich bei Speis und Trank über das Gehörte auszutauschen und zu vernetzen.

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