Gesundheit

Corona-Budget wird wieder aufgestockt

Budgetmittel zur Bewältigung der Corona-Pandemie werden 2021 zum bereits zweiten Mal aufgestockt. Zusätzliche EU-Mittel fließen in Arbeitsmarkt-Projekte.

Die Corona-Pandemie kommt dem Land Kärnten teuer. Allein 2020 standen 17,6 Millionen Euro für deren Bekämpfung zur Verfügung. Das geht aus dem heute in der Regierungssitzung besprochenen Endbericht 2020 hervor. Finanz-Referentin Gaby Schaunig schlüsselt auf: "Der Großteil ist durch die Auflösung von Kreditsperren im Bereichsbudget Beate Prettner (3,7 Millionen) und durch Kreditumschichtungen zu Lasten der Bereichsbudgets von Sara Schaar mit 3,5 Millionen und meinem Bereichsbudget in Höhe von einer Million Euro erfolgt. 6,9 Millionen hat die Budgetumschichtung durch Mehreinnahmen des Zweckzuschusses für die Krankenanstalten ausgemacht."

Hohe Laborkosten

Ausgegeben wurden insgesamt 14,36 Millionen Euro, dem stehen Einnahmen von 9,3 Millionen Euro gegenüber (Bund und Kabeg). Schaunig: "Bei der Kabeg geht es um das Krankenanstalten-Zweckzuschussgesetz in Höhe von 6,9 Millionen Euro. Seitens des Bundes handelt es sich um Kostenersätze gemäß Epidemiegesetz. Allerdings sind hier noch 7,84 Millionen Euro für das Jahr 2020 ausständig."

Gesundheitsreferentin Beate Prettner zu den Ausgaben 2020: "Mit 4,5 Millionen Euro haben sich die Laborkosten rund um die Testungen am kostenintensivsten zu Buche geschlagen. 4,3 Millionen Euro betrug der Zweckzuschuss für die Krankenanstalten. 2,2 Millionen gingen an die Epidemieärzte. Für notwendiges Material wurden 1,5 Millionen ausgegeben. 1,3 Millionen Euro wurde an das Rote Kreuz für dessen mobile und stationäre Testungen überwiesen."

Und 2021 kommen eben die Kosten für die Impfungen hinzu, daher wurde das Budget heuer bereits zum zweiten Mal aufgestockt. 15 Millionen Euro stehen nach der heutigen Aufstockung um weitere fünf Millionen heuer zur Verfügung – vorerst.

Zusätzliche EU-Mittel für Arbeitsmarkt-Projekte

Zusätzliche Mittel, um von der Pandemie besonders betroffenen Personen zu helfen, gibt es über den Europäischen Sozialfonds (ESF). In der Regierungssitzung wurde heute die Umsetzung des ESF-Erweiterungsprogramms beschlossen. Kärnten erhält 1,15 Millionen Euro an EU-Mitteln – bis 2023. Ab Mitte April werden somit zwei Calls für Projekteinreichungen ausgeschrieben:

  1. Angebote in der Berufsausbildung für Jugendliche ohne betriebliche Lehrstellen
  2. Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen in Kombination mit Kreislaufwirtschafts-Aspekten

Die beiden Calls findet man ab Mitte April unter www.esf.at.

Status quo bei Impfungen in Kärnten
  • 125.000 Impfungen verabreicht – 18 Prozent der für die Impfung geeigneten Personen geimpft, acht Prozent vollständig immunisiert
  • 87.000 Impfungen mit Biontech/Pfizer, über 27.000 mit AstraZeneca, rund 10.000 mit Moderna
  • aktuell fünf Impf-Schwerpunkte:
    • Nachmeldungen bei Über-80-Jährigen (durch ÖGK)
    • 79- bis 65-Jährige (durch ÖGK)
    • Hochrisikopatienten (durch Rotes Kreuz)
    • Impfungen bei niedergelassenen Ärzten
    • Impfungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Impfungen in Betrieben laufen an
Das Corona-Budget in Kärnten wird wieder aufgestockt. – Foto: Pixabay/AlexanderStein
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