Betram Dohr, Gottfried Potoschnig, Wolfgang Haberl, Landesrat Daniel Fellner, Günther Goach, Hannes Primus und und René Willegger. © bfi Kärnten/ Helge Bauer
Bildung
03.08.2022

Cyber Factory – Aus- und Weiterbildung 4.0 „Made in Kärnten“

bfi-Kärnten eröffnet die Cyber Factory am Standort St. Stefan im Lavanttal und setzt damit einen Meilenstein für die Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Digitalisierung und Industrie 4.0.

Der Spatenstich erfolgte vor knapp einem Jahr, nun präsentiert sich das bfi- St. Stefan seinen Besuchern bei der offiziellen Eröffnung in einem modernen Erscheinungsbild. Rund 2,7 Millionen Euro investierte das bfi-Kärnten in den Standort St. Stefan im Lavanttal und ermöglicht damit modernste Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0.

Neue Aufgabenfelder

Ergänzt wurde der Standort um eine Cyber Factory, die neue Entwicklungen der vernetzten Produktion von Industrie 4.0 abbildet und einen Smart Factory Baukasten für Lehre und Forschung bereitstellt. „Die Veränderungen in der Berufswelt durch die fortschreitende Digitalisierung bringen auch neue Aufgabenfelder, Abläufe und Techniken mit sich, die wiederum neue Qualifikationen, zusätzliche Fertig­keiten und Kenntnisse erfordern. Auf diese Anforderungen hat das bfi-Kärnten reagiert“, betont Gottfried Pototschnig, Geschäftsführer des bfi-Kärnten.

Den Aufbau der Cyber Factory erklärt Peter Funk, Technischer Leiter, so: „Die Cyber Factory ist eine physische Fertigungsstraße, die nach einem modularen Baukasten-­System aufgebaut ist. Die verschiedenen Produktionszellen sind nach den modernsten Möglichkeiten, welche die Industrie 4.0 uns bietet, vernetzt. Dies eröffnet viele Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildung sowie auch für die Forschung in vielen Bereichen. Bedingt durch die Bauweise sind diese Produktionszellen komplett flexibel und lassen sich ohne Einsatz von schweren Werkzeugen einfach nach neuen Ideen oder Produktionsan­forderungen anpassen oder erweitern. Die elektrischen, mechanischen und informationstechnischen Schnittstellen sind nach den neuesten Industrie-Standards bei allen Modulen immer gleich und ermög­lichen erst diese Flexibilität der Produktionsstraße.“

Verschiedene Berufsbilder

„Dadurch, dass mit der Cyber Factory komplexe Prozesse – von der Auftragsvergabe über die verschiedenen Produktionsschritte bis hin zur Lagerung und Auslieferung, sowie alle zugrundeliegenden und begleitenden Prozesse – abgebildet werden können, ist sie ein perfektes Lern- und Simulationsumfeld, um reale industrielle Prozesse nachzubilden bzw. zu erlernen“, ergänzt Pototschnig. Durch die Vielfalt der Anwendungen ist es möglich, verschiedene Berufsbilder im Umfeld der heutigen und künftigen Industrielandschaft, die sich in verschiedenen Teilbereichen immer mehr überschneiden, entweder komplett, in einzelnen Modulen und individuell kombiniert, auszubilden. Das kann in verschiedenen Ausbildungsgraden geschehen: als Basis- oder Zusatzqualifizierung von Lehrlingen, Weiterbildung oder Spezialschulung für Mitarbeitern oder Bachelor- und Masterarbeitern für Studierende.

Neben dem Aus- und Weiterbildungsangebot rund um die Cyber Factory liegen weitere Schwerpunkte im Bereich der IT-Technik sowie der Metallic. Darüber hinaus bietet ein neues, sehr umfangreich ausgestattetes Elektrotechnik-Labor die Möglichkeit sowohl die Grundlagen, als auch tiefergehende Aus- und Weiterbildung für Fortgeschrittene in verschiedensten Bereichen der Elektrotechnik, Elektronik, sowie der Pneumatik, Elektropneumatik, SPS-Programmierung, Industrie-Robotik, 3D- Druck und Mikrokontroller zu vermitteln. Und im Virtual Welding Labor wird eine Augmented Reality (AR) basierte Schweißtrainingslösung angeboten.

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