„Unser übergeordnetes Ziel muss es sein, Kärnten und die Steiermark noch stärker als gemeinsamen Wirtschaftsstandort zu positionieren und zu vermarkten."
Dachmarke Südösterreich: Kärnten und Steiermark bündeln ihre Kräfte
Die beiden Wirtschaftslandesräte Sebastian Schuschnig und Willibald Ehrenhöfer setzten bei einem Arbeitstreffen in Graz gemeinsam mit den Spitzen der Wirtschaftskammern und Industriellenvereinigungen aus Kärnten und der Steiermark den nächsten Schritt in der regionalen Kooperation. Nachdem bereits zu Jahresbeginn in der Kärntner Landesregierung konkrete Schwerpunkte für künftige Kooperationen festgelegt wurden, stand die Intensivierung gemeinsamer Standortauftritte im Mittelpunkt – mit einem klaren Ergebnis: Kärnten und die Steiermark treten künftig als gemeinsamer Wirtschaftsraum unter einer neu zu erarbeitenden Dachmarke für Südösterreich auf.
Konkrete Maßnahmen für 2027
Für das kommende Jahr sind bereits ein gemeinsamer Wirtschaftsempfang in München sowie ein gemeinsamer Auftritt im Österreich-Pavillon bei der EXPO in Belgrad fixiert. Darüber hinaus sind gemeinsame Wirtschaftsdelegationen in wichtige Zukunftsmärkte geplant. Weitere Schwerpunkte des Treffens waren die Fortsetzung der gemeinsamen Bemühungen um zusätzliche Bundesmittel für den Breitbandausbau sowie die verstärkte Zusammenarbeit in wirtschaftlichen Stärkefeldern beider Länder.
„Unser Ziel ist es, dass wir wirtschaftlich gemeinsam wachsen können."
Schlagkraft durch gemeinsames Auftreten
„Unser übergeordnetes Ziel muss es sein, Kärnten und die Steiermark noch stärker als gemeinsamen Wirtschaftsstandort zu positionieren und zu vermarkten. Damit erhöhen wir die Sichtbarkeit unseres Wirtschaftsraums und gewinnen im internationalen Wettbewerb an Schlagkraft. Der gemeinsame Standortauftritt im Rahmen der EXPO in Belgrad und der Wirtschaftsempfang in München im kommenden Jahr bieten dafür ideale Voraussetzungen. Nicht nur auf internationalen Märkten eröffnen sich durch ein gemeinsames Auftreten neue Chancen. Auch gegenüber Wien haben wir bei gemeinsamen Interessen ein besseres Durchsetzungsvermögen. Ich denke hier u.a. an die von den Bundesländern geforderte Abschaffung der Flugabgabe für Regionalflughäfen. Aber auch um den flächendeckenden Breitbandausbau in den kommenden Jahren abzusichern, braucht es dringend Impulse aus Wien und eine klare Perspektive,“ erklärt Kärntens Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig.
Sein steirischer Amtskollege Willibald Ehrenhöfer sieht in der Koralmbahn den symbolischen wie infrastrukturellen Ausgangspunkt der engeren Zusammenarbeit: „Mit der Koralmbahn sind die Steiermark und Kärnten zusammengewachsen. Diese Chance müssen wir ergreifen und Synergien noch stärker nutzen. Dazu zählt auch, dass wir vor allem international sichtbarer werden und auf die wirtschaftlichen Chancen und Potenziale unserer Region entsprechend aufmerksam machen. Ich freue mich, dass es heute gelungen ist, eine gemeinsame Marke zu etablieren, mit der wir künftig nach außen auftreten. Darüber hinaus intensivieren wir auch Kooperationen in wichtigen wirtschaftlichen Stärkefeldern beider Bundesländer. Unser Ziel ist es, dass wir wirtschaftlich gemeinsam wachsen können."
Breite Unterstützung aus Wirtschaft und Industrie
Auch die Vertreter der Wirtschaftskammern und Industriellenvereinigungen beider Länder bekräftigten beim Treffen die gemeinsame Stoßrichtung. Für die Steiermark nahmen WK-Steiermark-Präsident Josef Herk und IV-Steiermark-Präsident Kurt Maier teil, für Kärnten WK-Kärnten-Vizepräsidentin Astrid Legner sowie IV-Kärnten-Vizepräsident Michael Velmeden.