© LPD Kärnten/Just
Leben
10.12.2025

Der Countdown zum „Aufbruch!“ läuft

Am 11.12. wird die gemeinsame Ausstellung von kärnten.museum und dem Museum für Geschichte in Graz pünktlich zum Start der Koralmbahn eröffnet.

Am 14.12. geht die Koralmbahn in Betrieb – ein Meilenstein für Kärnten und die Steiermark, deren Landeshauptstädte nun weniger als 45 Zugminuten auseinander liegen. Doch schon lange bevor ein Tunnel unter der Koralpe hindurchführte, verband die beiden Bundesländer eine enge nachbarschaftliche Beziehung. Unter dem Titel „Aufbruch!“ haben das kärnten.museum und das Museum für Geschichte in Graz diese Verbindung kulturgeschichtlich unter die Lupe genommen – und herausgearbeitet, welche Gründe Menschen seit dem Mittelalter im Raum Kärnten-Steiermark dazu brachten, sich zwischen den Bundesländern zu bewegen. Es ist die erste Kooperation der beiden Museen und die erste bundesländerübergreifende Ausstellung dieser Art. Kuratiert wurde sie von Walter Feldbacher, Thomas Felfer und Bettina Habsburg-Lothringen (Graz) sowie Karin Lorber, Wolfgang Muchitsch und Martin Stermitz (Klagenfurt).

„Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, warum sich Menschen in diesem Raum in den letzten 1.000 Jahren auf den Weg gemacht haben.“

Wolfgang Muchitsch, Direktor des kärnten.museum

„Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, warum sich Menschen in diesem Raum in den letzten 1.000 Jahren auf den Weg gemacht haben. Ihre zentralen Motive – überleben, beherrschen und verwalten, Handel treiben und arbeiten, forschen und lernen sowie die Suche nach Erholung – bilden die Kapitel der in Summe rund 800 Quadratmeter großen Schau in Graz und Klagenfurt“, so Wolfgang Muchitsch, Direktor des kärnten.museum.

Präsentation der Ausstellung

Schon vor der offiziellen Eröffnung am 11.12. wurde die Ausstellung von LHStvin Gaby Schaunig, LHStv Martin Gruber, LR Sebastian Schuschnig, Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch und WK-Präsident Jürgen Mandl präsentiert. „Die Ausstellung macht den Aufbruch von Menschen in den letzten 1.000 Jahren sichtbar. Mit der Eröffnung der Koralmbahn erleben wir gemeinsam die nun leichtere Erreichbarkeit“, so LHStvin Schaunig anlässlich der Eröffnung.

„Die Ausstellung macht den Aufbruch von Menschen in den letzten 1.000 Jahren sichtbar.“

LHStvin Gaby Schaunig 

LHStv Martin Gruber zufolge zeigt die Ausstellung, „woher wir kommen, aber auch wohin wir wollen – und das mit höherer Geschwindigkeit“. Sei die Koralpe an und für sich eine „naturgegebene Barriere gewesen, so sind die Menschen doch schon seit jeher aufgebrochen und werden es immer tun, sei es aus wirtschaftlichen Gründen, aus reiner Neugier oder auch von Hoffnung getrieben“. Nun stehe eine gesamte Region kurz davor, in eine neue Phase der Veränderung aufzubrechen. „Hier wird ein gesamter Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum neu definiert, wird der Begriff Region neu geschrieben. Denn mit rund 1,8 Mio. Menschen und über 150.000 Betrieben entsteht der zweitgrößte Wirtschaftsraum Österreichs“, so Gruber.

„Hier wird ein gesamter Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum neu definiert.“

LHStv Martin Gruber

Für Landesrat Sebastian Schuschnig stellt die Koralmbahn „einen Rohbau dar. Erst die Entwicklungen rechts und links der Bahn werden ein gemeinsames neues Haus bewohnbar machen“. Ziel sei es immer gewesen, dass die Koralmbahn „nicht als Punkt-zu-Punkt-Verbindung gesehen wird, sondern als Projekt, das in die Fläche wirkt.“ Das Land habe daher in den letzten Jahren in Vorbereitung auf die Bahn und auf deren Auswirkungen massiv in den in den öffentlichen Verkehr investiert. „Mittlerweile geben wir jährlich rund 100 Mio. Euro für diesen Bereich aus, haben alleine 2024 insgesamt 1,4 Mio. zusätzliche Angebotskilometer geschaffen und erreichen mit Mikro-ÖV-Lösungen sogar die entlegensten Gebiete des Landes“, so Schuschnig.

Auch WK-Präsident Mandl erinnerte daran, „was an Kooperationsbereitschaft und Beharrlichkeit nötig gewesen ist, damit nun diese neue Area Süd entstehen kann. Aufbruch bedeutet aber auch Verantwortung, Neues auszuprobieren und in mehrfacher Hinsicht über die Grenzen zu gehen“, so Mandl. Christiane Schiavinato, ÖBB-Projektleiterin der Koralmbahn, erklärte, man sei stolz und glücklich, das Projekt mit jahrzehntelanger Vorbereitung und Planungen nun erfolgreich fertiggestellt zu haben; viel Herzblut und Energie seien in die Realisierung der Koralmbahn geflossen. Ein Prozess, der nicht zuletzt in der neuen Ausstellung nachvollzogen werden kann. Die Ausstellung kann ab dem 12.12. regulär besucht werden – zeitgleich finden die Feierlichkeiten rund um die Eröffnung der Koralmbahn in Graz und Klagenfurt statt. Das kärnten.museum ist an diesem Tag bei freiem Eintritt länger geöffnet. Die Ausstellung kann parallel in Graz und Klagenfurt besichtigt werden, die Inhalte der beiden Standorte sind großteils ident.

Ausstellung „Aufbruch! Kärnten ↔ Steiermark | Odhod! Koroška ↔ Štajerska

12.12.2025 - 20.09.2026 (kärnten.museum)
12.12.2025 - 06.01.2027 (Museum für Geschichte, Graz)

Offizielle Eröffnung: 11.12.2025, 18:00 im kärnten.museum

© LPD Kärnten/Just, advantage

Schlagwörter