„Die Stadtwerke wirken rundum in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Dazu gehören auch Kultur und Literatur – und auch der Lyrikpreis!“
Der Lyrik eine Bühne bieten
Bereits zum 18. Mal wird in diesem Herbst der Kärntner Lyrikpreis von den Klagenfurter Stadtwerken ausgeschrieben. Der Preis ist mit insgesamt rund 14.000 EUR dotiert – die besten acht Poet:innen erhalten Preisgelder. Dabei entfallen 5.000 EUR auf den ersten, 1.500 EUR auf den zweiten und 800 EUR auf den dritten Platz, vier weitere Plätze erhalten je 500 EUR.
In den letzten Jahren konnte sich der Kärntner Lyrikpreis als zweitgrößter Literaturwettbewerb Kärntens etablieren und gilt als wichtiger Fixpunkt der Kärntner Kulturszene. Rund 200 Schreibende beteiligen sich jährlich am Wettbewerb, sowohl in deutscher als auch in slowenischer Sprache. „Die bisher eingesandten Gedichte legen ein eindrucksvolles Zeugnis davon ab, wie unsere Poeten Stimmungen, Gefühle und Gedanken einfangen und umsetzen können“, so Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole.
Strom, Gas, Wasser und Lyrik
Initiator des Kärntner Lyrikpreises sind die Klagenfurter Stadtwerke, die eigentlich für Strom, Gas, Wasser und Infrastruktur wie die Strandbäder oder die Klagenfurter Linien zuständig sind. Für STW-Vorstand Erwin Smole kein Widerspruch: „Von der wärmenden Raumtemperatur bis hin zu erfrischenden Bademöglichkeiten in unseren Strandbädern – die Stadtwerke wirken rundum in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Dazu gehören auch Kultur und Literatur – und auch der Lyrikpreis!“
Aus Sicht der Stadtwerke, aber auch der Politik bildet Lyrik einen wichtigen Bestandteil der kulturellen Identität Kärntens. So sehen sowohl LH Peter Kaiser als auch Kulturstadtrat Franz Petritz in der Lyrik ein unterstützenswertes Tätigkeitsfeld, das es zu fördern gilt: „Kulturvermittler sind keine Bittsteller, sie müssen unterstützt werden!“, so Petritz.
Politische Lyrik gewünscht
Ab sofort können Beiträge per Post oder Mail eingereicht werden – Einsendeschluss ist der 24. Oktober. Alle Texte werden anonym von der Jury – in diesem Jahr bestehend aus den Autoren Günter Schmidauer und Josef Winkler, der Lyrikerin und Bibliothekarin Cvetka Lipuš, Kulturexpertin Katharina Herzmansky und Journalistin Ilse Gerhardt – bewertet. Auch der Autor Harald Raffer ist, ohne Stimmrecht, Teil der Jury.
„Die Themen der eingesandten Arbeiten sind stets vielfältig – vom Krieg über Liebe bis hin zu unerfüllten Hoffnungen.“
Jury-Vorsitzender Günter Schmidauer freut sich auch heuer wieder auf eine große Bandbreite an Texten: „Die Themen der eingesandten Arbeiten sind stets vielfältig – vom Krieg über Liebe bis hin zu unerfüllten Hoffnungen.“ Angesichts der aktuellen Krisen und Kriege fordert der Jury-Vorsitzende engagierte Kulturschaffende auf, politisch aktiv zu werden und offen Kritik zu äußern. Schmidauer: „Der Herr Trump sieht die Welt als Trampolin, auf dem er einfach herumspringen kann und mit Fake News Gesetze biegt. Deshalb ist Lyrik wichtig. Gedichte sind Flügelschläge gegen Gewalt, gegen das Böse.“
Die Verleihung des Kärntner Lyrikpreises erfolgt bei freiem Eintritt am 4. Dezember um 18:00 im Klagenfurter Stadthaus. Die Gewinner:innen lesen aus ihren Texten, umrahmt wird der Abend mit Musik und einem Buffet.
Ausschreibebedingungen
Erwartet werden bei freier Themenwahl Gedichte und lyrische Beiträge, auch abstrahierte Elaborate oder politische zeitkritische Kommentare in „gebundener“ Sprache. Die Mundart bleibt ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind Kärntner Lyriker:innen sowie in anderen Bundesländern oder im Ausland lebende Kärntner:innen (Texte in deutscher und/oder slowenischer Sprache). Einreichungen mit bis zu vier unveröffentlichten Gedichten in 8-facher Ausfertigung. Da das Auswahlverfahren anonymisiert erfolgt, darf auf den Texten kein Autorenname aufscheinen. Stattdessen sollte der Name mit einer kurzen Biografie und Telefonnummer (Post und Mailadresse) gesondert angegeben werden.
Einsendungen
postalisch an:
Stadtwerke Klagenfurt, St. Veiter Straße 31, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Abteilung PR/Marketing, Stichwort am Kuvert: Kärntner Lyrikpreis
oder via Mail mit dem Betreff Lyrikpreis an marketing@stw.at