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Umwelt
26.05.2026

„Die Energiezukunft rechnet sich für die Kunden“

Die Kelag investiert massiv in die Energiezukunft. Strom aus erneuerbaren Quellen soll Heizen und Mobilität günstig, bequem und sauber machen.

advantage: Wie überzeugen Sie den letzten Skeptiker von der Energiezukunft?

Danny Güthlein: Gar nicht. Das kostet zu viel Energie und polarisiert. So kommt man nicht weiter. Ich zitiere hier den Münchner Soziologen Armin Nassehi, der im Bereich großer Transformationen und Systemveränderungen, beginnend von der industriellen Revolution bis ins Heute, forscht. Zu oft werden Debatten mit Glaubenskriegen verwechselt. Das schafft Lager statt Bewegung. Veränderung entsteht nicht von heute auf morgen, sie kann Jahrzehnte dauern. Das ist keine Glaubensfrage, sondern in unserem Fall ein klarer, messbarer Kundennutzen. Wärmepumpen und E-Mobilität bringen Vorteile, nicht in der Zukunft, sondern bereits heute.

Ein Argument ist auch die Abhängigkeit beziehungsweise Unabhängigkeit von Importen.

Energie-Unabhängigkeit schafft Sicherheit, Stabilität und Planbarkeit. Das ist aufgrund der Kriegsszenarien im Nahen Osten nun wieder sichtbar geworden. Ja, wir haben hier dringenden Handlungsbedarf. Denn kein Wirtschaftsraum ist so stark von Energieimporten abhängig wie die Europäische Union. China und Indien haben dieses Problem schon vor einiger Zeit erkannt und bauen die Erneuerbaren massiv aus. Indien ist derzeit der viertgrößte Errichter erneuerbarer Strukturen, China ist mit Riesenabstand der Größte. Zwei Drittel des gesamten Ausbaus weltweit findet in China statt. Und genau diesen Weg sollten wir in Europa konsequent gehen.

Der Umweltgedanke spielt dabei keine Rolle?

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