Wirtschaft

Die IT-Branche soll weiblicher werden

AddIT, Kärntens größter IT-Dienstleister, will den Frauenanteil in der ICT-Branche weiter ausbauen. Der erhöhte Frauenanteil soll künftig dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu verringern und eine vielfältigere, vielseitigere Belegschaft aufzubauen.

Das Unternehmen addIT zählt zu den besten Arbeitgebern in Österreich. Um diesen begehrten Titel vergeben zu können, führt „Great Place to Work“ jährlich eine Erhebung durch, in der Faktoren wie Glaubwürdigkeit, Fairness, Respekt, Stolz und Teamgeist berücksichtigt werden. „Eigenverantwortliches und lösungsorientiertes Arbeiten sowie eine offene und respektvolle Unternehmenskultur werden bei uns großgeschrieben“, erklärt Elfriede Breitenhuber, HR-Verantwortliche und Assistenz der Geschäftsführung. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten zur Vereinbarung von Beruf und Familie und weitere Benefits wie etwa Remote Working sorgen bei der addIT ebenfalls für eine sehr hohe Zufriedenheit bei den Mitarbeitern.

Nachhaltig etwas verändern

Ein großer Fokus des Unternehmens liegt darauf, die Frauenpower in der ICT-Branche zu erhöhen. Denn: Frauen sind in dieser Branche nach wie vor unterrepräsentiert, vor allem in den Informatik-Berufen gibt es nur wenige Frauen, Mädchen die eine HTL besuchen sind auch heutzutage eher die Ausnahme. „Weiterhin ist mit rund 28 Prozent nur jede vierte unselbständig beschäftigte Person weiblich. In der addIT ist der Frauenanteil auf 15 Prozent angewachsen und wir haben uns als strategische Ziel gesetzt, die Frauenpower weiter zu erhöhen. Wir wissen, dass sich dies nicht über Nacht umsetzten lassen wird. Es bedarf schließlich mehr als nur eines Lippenbekenntnisses, um nachhaltig zu verändern“, gibt Breitenhuber zu bedenken.

Interesse bei jungen Frauen wecken

Seit vielen Jahren werden Themen wie „Flexibilität bei der Arbeitszeit“ und „gleiche Bezahlung“ in der addIT gelebt. „Wir haben uns anfangs die Frage gestellt, ob unsere Organisationsstruktur überhaupt attraktive Arbeitsplätze für Frauen bietet. Diese Frage können wir definitiv mit Ja beantworten.“ Um vermehrt Frauen und Mädchen für einen Beruf in der ICT-Branche zu begeistern, will das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Schulen, Hochschulen und Universitäten noch weiter ausbauen und stärken. „Mit Angeboten wie Praktika oder Tagen der offenen Tür wollen wir schon frühzeitig das Interesse von jungen Frauen wecken“, erklärt Elfriede Breitenhuber.

„Hire for attitude – not only for skills“

Auch die Einstellungsrichtlinien das Unternehmens werden laufend angepasst. „Meine Erfahrung ist, dass Frauen in der Bewerbungsphase ihre Skills viel selbstkritischer sehen und sich für eine Stelle nicht bewerben, weil sie vielleicht ein Kriterium nicht erfüllen. In dieser Hinsicht müssen wir selbstbewusster werden. „Hire for attitude – not only for skills“ ist ein oft wiederholtes Business-Mantra“, so Breitenhuber und führt weiter aus: „Es wird ein langer Weg, aber der Aufwand wird sich lohnen. Die Erhöhung des Frauenanteils wird dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu verringern und eine vielfältigere, vielseitigere Belegschaft aufzubauen – davon sind wir überzeugt.“

Elfriede Breitenhuber will dazu beitragen, dass der Frauenanteil in der IT-Branche weiter wächst. © addIT
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