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Leben
25.05.2025

EKG: Stabile und zuverlässige Strom­versorgung im Fokus

Mit einer Versorgungs­zuverlässigkeit von 99,99 % gewährleistet die Energie Klagenfurt (EKG) eines der sichersten Stromnetze Österreichs.

Das wird durch moderne Netztechnik, permanente Überwachung, ein gut eingespieltes Team und ein ausgeklügeltes Störungsmanagement möglich. Erst kürzlich wurde das bewährte Schema bei einem kurzzeitigen Stromausfall wieder unter Beweis gestellt. Die rasche und sichere Wiederherstellung der Versorgung hat bei jedem Störfall oberste Priorität .

Netzleitwarte als Herzstück der Versorgung

Das Strom-, aber auch das Wasser- und Gasnetz – wird in Klagenfurt rund um die Uhr von Netzleitwarten überwacht. Das System erkennt im Falle einer Störung innerhalb von Sekunden Auffälligkeiten im Stromnetz, grenzt diese automatisch ein und leitet erste Maßnahmen ein. Parallel dazu wird der Entstörungsdienst informiert, um gezielt vor Ort einzugreifen. „Die oberste Priorität bei einem Störfall ist die rasche und sichere Wiederherstellung der Versorgung“, betont STW-Vorstand Erwin Smole. „In unserem Versorgungsgebiet sind Störfälle selten. Mit einer Versorgungszuverlässigkeit von 99,99 % zählt das Klagenfurter Stromnetz zu den verlässlichsten in Österreich.“

Störung aufgrund defekten Kabels

Am vergangenen Dienstag kam es zu einer Störung im Stromnetz aufgrund eines defekten Kabels. Die rasche Wiederherstellung der Versorgung funktionierte einwandfrei. Ein siebenköpfiges Kernteam bestehend aus Expert:innen der Netzleitwarte und des Netzbetriebsdienstes war dafür im Einsatz. Dank der Netzstruktur und des raschen Eingreifens der Netzleitwarte konnten bereits nach 1,8 Sekunden über 85 % der betroffenen Anschlüsse wieder mit Strom versorgt werden. Bereits nach 37 Minuten–war die Stromversorgung für die 2590 betroffenen Netzbenutzer vollständig wiederhergestellt.

Der Aufwand hinter einem Störfall ist erheblich. Im Zeitraum von 11:16 bis 12:00 Uhr wurden insgesamt 1.125 Einträge im Leitsystem protokolliert, etwa 100 Anrufe gingen über die Störungshotline ein. Insgesamt waren elf Schalthandlungen – teils ferngesteuert, teils vor Ort – notwendig. Die Mitarbeiter:innen legten dabei rund 15 Kilometer Wegstrecke zur Fehlerlokalisierung und Behebung zurück.

"Die oberste Priorität bei einem Störfall ist die rasche und sichere Wiederherstellung der Versorgung."

STW-Vorstand Erwin Smole

Störung bedeutet nicht automatisch Stromausfall

Zu einem Netzausfall führt nur ein Bruchteil der Störungen - dank robuster Netzstruktur, einer Vielzahl an Trafostationen und intelligenten Schaltkonzepten. Die durchschnittliche Stromausfallzeit pro Kunde lag in den letzten fünf Jahren bei nur 37 Minuten pro Jahr – deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt von 71,86 Minuten (Stand 2023, Quelle: E-Control)

Nachhaltige Investitionen

Kontinuierlich wird in den Ausbau und die Wartung der Infrastruktur investiert, um die hohe Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können – besonders in urbanen Bereichen, wo viele Leitungen unterirdisch verlaufen. Allein 2025 werden 19 Mio. Euro investiert.

Wissenswert: Bei Stromunterbrechungen wird nach einem bewährten Schema vorgegangen!

  1. Automatische Erkennung und Eingrenzung der Störung in der Netzleitwarte.
  2. Information der Kund:innen über Hotline und Unternehmens­kommunikation
  3. Entsendung des Entstörungsteams zur Fehlerlokalisierung im permanenten Kontakt mit der Netzleitwarte
  4. Schnelle Wiederversorgung durch Netzumschaltungen – teils automatisiert, teils manuell
  5. Wiederherstellung des ursprünglichen Schaltzustandes
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