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Leben
17.12.2025

Erfolgsprodukt Kärntner Familienkarte wird digital

Als Teil der Digitalisierungs­offensive des Land Kärnten gibt es die Kärntner Familien­karte ab jetzt digital inkl. benutzer­freundlicher App fürs Smart­phone.

Die neue, digitale Kärntner Familienkarte steht künftig allen anspruchsberechtigten Familien in Kärnten in Form einer neuen App für Smartphones zur Verfügung. „Es freut mich sehr, dass das Erfolgsprodukt Kärntner Familienkarte nun in digitaler Form zur Verfügung steht und die physische Karte durch die virtuelle ersetzt wird“, hält Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig als Sozial- und Familienreferentin in der Pressekonferenz fest. „Die Nutzung der Kärntner Familienkarte wird durch die neue App einfacher und effizienter. Sämtliche Angebote und Informationen werden für Familien noch schneller, übersichtlicher und serviceorientierter nutzbar“, ergänzt Landesrat und Jugendreferent Peter Reichmann. „Ob Familienfeste, Gratis-Skitage, Einkaufsermäßigungen, Malwettbewerbe oder Gewinnspiele: Mit der neuen App sind die Inhaber:innen der Kärntner Familienkarte nicht nur topinformiert, sondern haben ihre Vorteile auch immer digital am Smartphone mit dabei.“

Freuen können sich künftig auch Eltern mit Kindern, die das 18. Lebensjahr bereits erreicht haben und weiterhin Familienbeihilfe beziehen. „Bislang war die Kärntner Familienkarte bis zum 18. Lebensjahr eines Kindes gültig. Im Zuge der Digitalisierung haben wir den Kreis der anspruchsberechtigten Personen erweitert. Das heißt, dass nun auch Familien mit älteren Kindern, sofern diese noch die Familienbeihilfe beziehen und ihren Hauptwohnsitz in Kärnten haben, die Familienkarte beantragen können. Damit tragen wir einem langjährigen Wunsch Rechnung“, so Schaunig und Reichmann.

„Es freut mich sehr, dass das Erfolgsprodukt Kärntner Familienkarte nun in digitaler Form zur Verfügung steht und die physische Karte durch die virtuelle ersetzt wird.“

Sozial- und Familienreferentin Gaby Schaunig

Wer kann die neue, digitale Karte beantragen?
Die neue, digitale Kärntner Familienkarte kann jede Familie beantragen, wenn Eltern und Kinder ihren Hauptwohnsitz in Kärnten haben und Familienbeihilfe bezogen wird. Bereit gestellt wird sie als Hauptkarte und der Hauptkarte zugeordneten Subkarten, wobei der/die Hauptkarten-Inhaber:in immer der/die Familienbehilfenbezieher:in ist. Alle anderen Angehörigen des Kindes können sich mit der Hauptkarte verbinden, wobei man mit der Subkarte die gleichen Angebote nutzen kann wie mit der Hauptkarte.

Wie funktioniert die Beantragung der neuen, digitalen Familienkarte?
Zuerst lädt man sich die App „Kärntner Familienkarte“ aufs Mobiltelefon und erstellt ein Konto. Bei der Eingabe der Daten werden Hauptwohnsitz und Bezug der Familienbeihilfe automatisiert abgefragt bzw. verifiziert. Im Anschluss können sich weitere Familienmitglieder mit der Hauptkarte verbinden, indem sie ebenfalls die App installieren und der/die Hauptkartennutzer:in die Verbindungsanfragen per Mail bestätigt.

Weitere Informationen: https://kaerntnerfamilienkarte.at/

Zeit- und Kostenersparnis auf allen Seiten

Mit an Bord beim Digitalisierungsprozess der Kärntner Familienkarte war auch das Bundeskanzleramt. So ist die Beantragung der neuen, digitalen Kärntner Familienkarte über die „ID Austria“ möglich und die eingegeben Daten werden elektronisch verifiziert, d.h. es erfolgt eine automatisierte Überprüfung über das zentrale Melderegister (ZMR) und die zentrale Datenbank der Familienbeihilfe des Bundes. „Mit der ID Austria hat das Land Kärnten ein digitales Service für Familien umgesetzt. Damit können Personen eindeutig identifiziert und Daten automatisch abgeglichen werden – die Anspruchsberechtigung wird so in Echtzeit geprüft. Das ist Digitalisierung, die Mehrwert schafft und vor allem Zeit und Kosten spart“, so Staatssekretär Alexander Pröll.

„Die Implementierung der digitalen Schnittstelle zur Familienbeihilfen-Datenbank war ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Effizienz und gibt uns nun auch neue Möglichkeiten beim Ausbau von Leistungen für Familien an die Hand“, erklärt Nadine Hell, stellvertretende Abteilungsleiterin in der Abteilung 13 – Gesellschaft und Integration. „Die neue, technische Infrastruktur, die hier geschaffen wurde, kann künftig auch bei der Abwicklung von diversen Förderungen zur Anwendung gelangen, d.h. es können in weiterer Folge auch andere Bereiche und Abteilungen der öffentlichen Verwaltung profitieren.“

Bürger:innen im Mittelpunkt

Die neue App trägt auch der Digitalisierungsoffensive des Landes Kärnten Rechnung. Reichmann: „Die digitale Karte ermöglicht eine noch direktere und raschere Zielgruppenansteuerung, z.B. nach Altersgruppen, Wohnorten usw. und erhöht die Anwenderfreundlichkeit.“ Christian Inzko, Chief Digital Officer des Landes Kärnten, betont: „Mit der digitalen Familienkarte haben wir ein modernes System geschaffen, das Sicherheit, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit verbindet. Die automatisierte Datenverifizierung stellt sicher, dass Anspruchsberechtigte schnell und korrekt geprüft werden, während die App gleichzeitig eine flexible Plattform für die zukünftige Erweiterung von Services bietet.“

"Mit der neuen App sind die Inhaber:innen der Kärntner Familienkarte nicht nur topinformiert, sondern haben ihre Vorteile auch immer digital am Smartphone mit dabei."

Landesrat und Jugendreferent Peter Reichmann

Die alte, physische Familienkarte wird eingestellt. „Bis Ende April 2026 sind die Plastikkarten, die noch im Umlauf sind, gültig“, so Reichmann. Ab 1. Mai 2026 kann man sich die Vorteile aber nur noch mit der digitalen Karte holen. Physische Karten werden nur noch in Ausnahmefällen ausgestellt.

Konzipiert und umgesetzt wurde die neue, digitale Kärntner Familienkarte gemeinsam mit dem international agierenden Softwareunternehmen „Acuity Analytics“ mit Sitz in Graz. CEO Christoph Platzer vom App-Entwicklungsteam: „Als österreichischer Digitalisierungspartner freuen wir uns, gemeinsam mit dem Land Kärnten ein Projekt umzusetzen, das Technologie und Nutzerfreundlichkeit vereint. Die digitale Kärntner Familienkarte zeigt, wie digitale Innovation die Bürger:innen in den Mittelpunkt stellt und echten Mehrwert schafft.“

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