„Wir wollen weg vom Abfall-Denken, sondern sehen die bisher ungenutzten Reststoffe als Wertstoffe, aus denen wieder sinnvolle Produkte entstehen.“
„Es darf Neues entstehen“
Im Interview spricht sie über die Hintergründe des aktuellen InterWASTE-Forschungsprojekts und den dazugehörigen Workshop im November (mehr Infos dazu in diesem Beitrag).
advantage: Was sind die primären Aufgaben von Wood K plus?
Zikulnig-Rusch: In unserem Forschungszentrum forschen wir an nachwachsenden Rohstoffen, entwickeln Ideen, erarbeiten innovative Verfahren und vernetzen Partner. Im Fall unseres Interreg-Projektes InterWASTE ist es das Thema Kreislaufwirtschaft. Wir wollen weg vom Abfall-Denken, sondern sehen die bisher ungenutzten Reststoffe als Wertstoffe, aus denen wieder sinnvolle Produkte entstehen. Im Workshop im November stellen wir die Best-Practice-Beispiele vor und erstellen darüber hinaus einen Leitfaden, anhand dessen auch neue Lösungen erarbeitet werden können. Das heißt, es kann, darf und soll auch Neues entstehen.
Wen möchten Sie mit diesem Workshop erreichen?
Alle Unternehmen, die sich bei dem Thema Kreislaufwirtschaft angesprochen fühlen, die interessiert sind, etwas Neues zu entwickeln. Für dieses Thema kommen auch kleinstrukturierte Betriebe in Frage. Es geht darum, die Unternehmen in den Partnerregionen zu vernetzen und regional verankerte Wirtschaftsleistung zu kreieren. Mit dem Interreg-Projekt bieten wir die Plattform dazu.
Welche Voraussetzungen müssen die neuen Produkte erfüllen?
Die Produkte, die aus den Reststoffen entstehen, müssen die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen. Neben einer sinnvollen Nutzung von sonst entsorgten Rohstoffen wird unter anderem die biologische Abbaubarkeit der neuen Produkte getestet.