Fachkräfte für Kärntens Energiezukunft
Den Schwerpunkt der Kelag-Lehrlingsausbildung bildet die Elektrotechnik. 22 Jugendliche, die aus allen Regionen Kärntens kommen, begannen heuer eine Lehre in diesem Beruf. Sie erwerben die Grundkenntnisse im Kelag-Ausbildungscampus St. Veit, bevor sie in den verschiedenen Standorten der Kärnten Netz praktische Erfahrungen sammeln.
Die Zahl der elektrischen Anwendungen steige sowohl im privaten als auch industriellen Bereich, daher brauche die Energiewirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte, sagt Kelag-Vorstand Reinhard Draxler. „Die Kenntnisse in den Bereichen der Energiewirtschaft sind sehr spezifisch, daher investiert die Kelag auch sehr viel Zeit und Geld in den Nachwuchs“, so Draxler.
Neben Elektrotechnikern bildet die Kelag im Jahrgang 2026 auch zwei Fernwärmetechniker, einen Betriebslogistiker, zwei Köche, zwei Maschinenbautechniker, zwei Metall- und Blechbautechniker sowie sechs Bürokauffrauen, einen Bürokaufmann und eine technische Zeichnerin aus.
Neuer Lehrberuf Fernwärmetechniker
Aufgrund der technologischen Entwicklung und dem Ausbau der Fernwärme – allein die Kelag betreibt 85 Fernwärmenetze in Österreich – wurde der Lehrberuf Fernwärmetechniker geschaffen, der von der Kelag Energie & Wärme mitentwickelt wurde. Die Fertigkeiten, die in diesem Bereich gebraucht werden, seien sehr vielfältig, erklärt Andrea Domberger, Geschäftsführerin der Kelag Energie & Wärme. Der neue Beruf verbindet Elektrotechnik, Anlagenbau, Heizungstechnik, Digitalisierung und energiewirtschaftliches Know-how. „Die KI wird diese Arbeiten nie ersetzen können, sie kann sie unterstützen, aber niemals ersetzen“, ergänzt sie. Die beiden Lehrlinge werden nach der Grundausbildung in St. Veit an die Standorte der Kelag Energie & Wärme in Linz und Villach wechseln. Diese Ausbildungsschiene soll künftig nach Graz und Wien erweitert werden, kündigt Domberger an.
500 Bewerbungen
Mehr als 500 Jugendliche haben sich für einen der Ausbildungsplätze bei der Kelag beworben. „Wir freuen uns darüber, dass wir in Kärnten diese Strahlkraft haben“, sagt Kelag-Vorstand Danny Güthlein. „Eine technische Lehre ist ein Zukunftsberuf. Wer morgen eine sichere Energiezukunft will, muss heute die Menschen dafür ausbilden.“ Damit sei die Lehrlingsausbildung auch eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Derzeit werden im Kelag-Konzern 131 Lehrlinge in allen Lehrjahren ausgebildet, 29 davon junge Frauen.
Anspruchsvoller Beruf
Der Großteil der Elektrotechniker wird beim Kelag-Tochterunternehmen Kärnten Netz gebraucht und viele Mitarbeiter stammen bereits aus eigener Ausbildung. Der Beruf der Elektrotechnik sei sehr anspruchsvoll und biete nach der Grundausbildung verschiedene Module von Anlagen- und Betriebstechnik bis hin zu erneuerbaren Energien und E-Mobilität, erklärt Eva Tatschl-Unterberger, Geschäftsführerin der Kärnten Netz. Die technischen Lehrlinge absolvieren dabei bis zu einem Viertel ihrer betrieblichen Ausbildungszeit in der Lehrwerkstatt.
Ausbildungscampus
Für die Ausbildung bietet der Kelag-Campus in St. Veit ein ganzheitliches Umfeld mit Jugendgästehaus und Betriebsküche sowie mit zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten. „Das Ausbildungsumfeld am Kelag-Campus geht weit über einen klassischen Schul- oder Lehrplatz hinaus. Wir bieten den jungen Menschen einen Lebens- und Lernraum mit optimalen Rahmenbedingungen für ihre fachliche und persönliche Entwicklung,“, beschreibt es die Leiterin des Ausbildungscampus, Katharina Zimmerberger.
Bild 1: Andrea Domberger (Geschäftsführerin der Kelag Energie & Wärme), Eva Tatschl-Unterberger (Geschäftsführerin der Kärnten Netz), Vorstand Danny Güthlein, die Lehrlinge Luca Hartl, Mathias Scheiflinger und Adrian Lopez Garcia sowie Vorstand Reinhard Draxler, Katharina Zimmerberger (Leiterin des Kelag-Ausbildungscampus) und Michaela Sapetschnig (Personalleiterin der Kelag) (von links) © Kelag
Bild 2: Elektrotechniker-Lehrlinge (Kärnten Netz) © Kelag
Bild 3: Lehrlinge beim Schweißen © Kelag
Bild 4: Gruppenfoto © Kelag