Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig
© Kärntner Linien
Seit Anfang September steht mit dem Postbus Shuttle Völkermarkt in den Gemeinden Diex, Eisenkappel-Vellach, Griffen, Ruden, Sittersdorf und Völkermarkt ein neues bedarfsorientiertes Mobilitätsangebot zur Verfügung. Das neue Angebot ergänzt den öffentlichen Verkehr und verbessert vor allem die Anbindung auf der ersten und letzten Meile. Rund 1.000 Haltepunkte erschließen flächendeckend die sechs Gemeinden und schaffen Verbindungen zu wichtigen Einrichtungen, touristischen Zielen sowie bestehenden Bus- und Bahnangeboten. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist zudem eine Abholung von zu Hause vorgesehen. Als Zubringer zum übergeordneten öffentlichen Verkehrsnetz unterstützt das Postbus Shuttle auch die neuen Reisemöglichkeiten, die sich durch die Koralmbahn für die Region ergeben.
Bedarfsorientierte Buchung
Als On-Demand-Mobilitätsservice wird das Postbus Shuttle nach Bedarf gebucht – per Postbus Shuttle App, wegfinder-App oder telefonisch unter 0800 80 88 08. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Kärnten plus zwei Euro Komfortzuschlag; mit gültiger Zeitkarte, KlimaTicket Österreich oder Gästekarte Kärnten fällt nur der Zuschlag an. Das Bediengebiet ist mit dem Postbus Shuttle Südkärnten vernetzt und ermöglicht so auch Verbindungen zum Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See sowie zu weiteren wichtigen Zielen in der Region. Das Projekt läuft bis August 2029 und wird im Rahmen der Mikro-ÖV-Strategie des Landes Kärnten mit 440.000 Euro jährlich gefördert. Drei Fahrzeuge der Lassnig Busreisen GmbH, zwei davon barrierefrei, sind dafür in der Region unterwegs.
Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig
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Lücken schließen, Regionen verbinden
„Gerade im ländlichen Raum sind flexible Lösungen entscheidend, um den Alltag zu erleichtern und die Lebensqualität nachhaltig zu stärken,“ sind sich Elisabeth Lobnik (Eisenkappel-Vellach), Anton Napetschnig (Diex), Josef Müller (Griffen), Rudolf Skorjanz (Ruden), Gerhard Koller (Sittersdorf) und Markus Lakounigg (Völkermarkt) einig. Das Postbus Shuttle schließe die Lücke auf der ersten und letzten Meile und verbessere zugleich die Mobilität für Bevölkerung und Gäste.
„Das Verkehrsangebot passt sich an die Bedürfnisse der Menschen an und nicht umgekehrt“, betont Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig. Durch die Vernetzung mit dem Postbus Shuttle Südkärnten und die Anbindung an den Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See profitiere die Region zudem von den neuen Möglichkeiten durch die Koralmbahn. „Mobilität bedeutet Freiheit und Teilhabe,“ ergänzt Tibor Jermendy, Head of Business Development der Österreichischen Postbus AG. Gemeinsam mit dem Postbus Shuttle Südkärnten entstehe ein nahezu flächendeckendes Angebot für den Bezirk, das Wohnorte, Alltagsziele und zentrale Verkehrsknotenpunkte miteinander verbinde.
„Die Koralmbahn ist ein großer Wurf für Kärnten. Doch eine Bahnstrecke allein ist nur die halbe Miete. Mit dem Postbus Shuttle sorgen wir dafür, dass die Menschen vom Bahnhof auch wirklich nach Hause kommen.“
Das Postbus Shuttle Kärnten wurde mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten 2026 ausgezeichnet. Der renommierte Wettbewerb prämiert Projekte und Konzepte, die zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität beitragen und wird in Kärnten vom VCÖ gemeinsam mit dem Land Kärnten und den ÖBB durchgeführt. Das Postbus Shuttle überzeugte als flexible Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr und ist mittlerweile in neun Regionen mit 30 Gemeinden und mehr als 3.100 Haltepunkten verfügbar. Im Vorjahr nutzten rund 36.000 Fahrgäste das Angebot, in den ersten sieben Monaten 2026 waren es bereits 33.600. „Die Koralmbahn ist ein großer Wurf für Kärnten. Wir haben den klassischen Öffentlichen Verkehr damit massiv ausgebaut, doch eine Bahnstrecke allein ist nur die halbe Miete. Entscheidend ist, was wir daraus machen. Mit dem Postbus Shuttle sorgen wir dafür, dass die Menschen vom Bahnhof auch wirklich nach Hause kommen“, so Reinhard Wallner, ÖBB Regionalmanager Personenverkehr Kärnten.
„Ruf:Zu ist die ideale Ergänzung zum bestehenden Linienverkehr. Wir erreichen damit auch Ortsteile, die mit klassischen Buslinien nur schwer sinnvoll erschlossen werden können, und schaffen gleichzeitig bessere Verbindungen zu Bus und Bahn.“
Mit Ruf:Zu ist auch in der Region Zollfeld und Umgebung seit Anfang September ein neues bedarfsorientiertes Mobilitätsangebot unterwegs. Der Rufbus Zollfeld & Umgebung verbindet rund 500 Haltepunkte in St. Veit an der Glan, Frauenstein, Liebenfels, Maria Saal und St. Georgen am Längsee. Fahrgäste können sich innerhalb der Region von Haltepunkt zu Haltepunkt oder zu den nächstgelegenen Öffi-Knotenpunkten bringen lassen. Gebucht wird ganz einfach per App, online oder telefonisch.
Der bedarfsorientierte Rufbus ist an 365 Tagen im Jahr verfügbar: Montag bis Samstag im Zeitraum von 6 bis 22 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 6 bis 20 Uhr. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Kärnten zuzüglich zwei Euro Komfortzuschlag; mit gültiger Zeitkarte, KlimaTicket Österreich oder Kärnten Card ist lediglich der Zuschlag zu bezahlen. Das Projekt läuft bis August 2029 und wird im Rahmen der Mikro-ÖV-Strategie des Landes Kärnten mit 470.000 Euro jährlich gefördert.
© Verkehrsverbund Kärnten GmbH