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Leben
27.04.2022

Florett, Degen und Säbel: Rollstuhlfechten

Ein Sport, der geeignet ist für alle, deren Bewegungseinschränkungen in den Beinen liegen. Außerdem ist Fechten dank umfassender Sicherheitsvorschriften längst nicht so gefährlich, wie es aussieht.

Ein besonderes Merkmal dieser Sportart ist, dass der Rollstuhl der Fechterin oder des Fechters am Boden fest verankert wird. Wendigkeit im Oberkörper und schnelle Reaktionsfähigkeit sind also gefragt. Außerdem ist Fechten dank umfassender Sicherheitsvorschriften längst nicht so gefährlich, wie es aussieht.

Regeln des Rollstuhlfechtens

Beim Fechten gibt es insgesamt drei Disziplinen: Florett, Degen und Säbel. Beim Florett zählt nur der Rumpf als Trefferfläche, beim Säbel und Degen zusätzlich Arme und Maske. Jeder Kampf dauert maximal drei Minuten. Frauen und Männer fechten in drei Behinderungsklassen. In der Disziplin Säbel sind derzeit nur Männer startberechtigt.

Alles ist möglich, ja genau! Alles ist möglich! Für jeden!

Einige sagen, dass das Leben uns gewisse Einschränkungen auferlegt, die wir akzeptieren müssen, um dann ohne Fragen weiter zu machen. „Was für ein unnützer Fehler!“ Das ist die Antwort des SFLK-Teams, wenn jemand mit eingeschränkten Sprach- oder Bewegungsmöglichkeiten seine Behinderung erkennen lässt. Der Sport- und Freizeitklub Lindwurm Klagenfurt (SFLK) zeigt, dass durch das Fechten alles möglich ist. Dabei ist der Rollstuhl des Rollstuhlfechters nur als Werkzeug für den Sport zu sehen und nicht als Zeichen der Beeinträchtigung, genauso wie ein Snowboard für den Snowboarder oder ein Tischtennistisch für einen Tischtennisspieler. Das Fechten schafft nicht nur Freundschaften. Es bietet vor allem Möglichkeiten, die Herausforderungen des Lebens individuell besser zu meistern. Es öffnet Türen, es stärkt den Willen, physische, soziale und persönliche Barrieren zu überwinden, um die Lebenssituation positiv zu beeinflussen.

„Dank der Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen wie dem ÖZIV oder dem Hilfswerk Kärnten können wir unsere Schulungen und Trainings in den Räumlichkeiten der Pischeldorferstrasse 53 in Klagenfurt durchführen. Auch der ASKÖ, die Stadt Klagenfurt und Kärnten Sport unterstützen uns tatkräftig“, berichtet Peter Brigola, der Obmann und Coach des SFLK. „Rollstuhlfechter befinden sich in einem definierten Abstand zueinander auf einem Gestell fixiert, immer in der kritischen Distanz zum Gegenüber. Dabei ist es das Ziel zu treffen, ohne selbst getroffen zu werden. Die Fechter können nicht einfach zwei Schritte zurückweichen, um eine neue Strategie zu entwickeln.

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