Wirtschaft

Forschung und Entwicklung als Antriebsmotor

Wir haben mit vier Unternehmen über den Wachstumsturbo Forschung gesprochen und nachgefragt, welche Vorteile der Standort Kärnten bietet.

Immer mehr innovative Betriebe entscheiden sich für einen Standort in Kärnten. Denn die Vorteile, die das Bundesland für Unternehmer, Investoren und Fachkräfte zu bieten hat, sind viel­fältig. Die Unternehmen profitieren unter anderem von einer rechtssicheren Um­­gebung und einem stabilen Steuer- und Sozialsystem. Auch im punkto nachhaltiges Wirtschaften befinden sich Kärnten in Europa in der PolePosition.

Basis für Wachstum

Ein Unternehmen, das bereits seit vielen Jahren in Kärnten angesiedelt ist, ist das Unternehmen Sto. Die Sto Ges.m.b.H. ist einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Fassadendämmung und Beschichtungen. Mit rund 300 Beschäftigten in Österreich betreut das Unternehmen neben dem heimischen Markt auch die wachsenden Märkte Südeuropas. Als Technologieführer setzt das Unternehmen Trends bei Produkten, Systemen und Dienstleistungen weltweit. Bei Sto liegt auch ein großer Fokus auf der Forschung und der Entwicklung neuer Dämmsysteme. „Ziel ist es, Ansprüche und Bedürfnisse zu identifizieren und zu adressieren, um eine stabile Basis für kontinuierliches, ertragsorientiertes Wachstum zu schaffen sowie einen positiven, gesellschaftlichen und für den Umweltschutz wichtigen Beitrag zu leisten“, erklärt Geschäftsführer Walter Wiedenbauer.

Zentrale Lage ein Glücksgriff

Im Fokus der Unternehmensphilosophie bei Sto stehen aber nicht nur Technologieführerschaft, Service, wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz, sondern auch der Mensch an sich. „Soziale Verantwortung ist bei Sto ein wichtiges Prinzip und betrifft Kunden ebenso wie Lieferanten und Mitarbeiter. Gegenseitiger Respekt, Teilhabe an Gestaltungsprozessen sowie eine gesunde Life-Work-Balance machen Sto zu einem attraktiven Arbeitgeber“, erklärt Wiedenbauer. 1970 wurde Sto gegründet. Nachdem die Marke Sto in Kärnten bestens in den Markt eingeführt wurde, entschied sich der Konzern, die Sto-Zentrale für Österreich in Villach aufzubauen. „Das hat sich als Glücksgriff erwiesen, da durch die zentrale Lage von Villach die Länder am Balkan leicht mit­erschlossen werden konnten und sich der Verkauf in Österreich weiter hervorragend entwickelt hat“, erklärt derSto-Geschäftsführer.

Forschungsintensives Unternehmen

Bereits seit der Gründung der Treibacher Industrie AG im Jahr 1898 befindet sich der Standort des Unternehmen in Kärnten. Das Unternehmen entwickelt und produziert Werkstoffe für technologisch höchst anspruchsvolle Anwendungen und liefert diese an Kunden in aller Welt. Das Spektrum reicht dabei von Vorstoffen für die Pharmaindustrie und Biomedizin, über Beschichtungen für die Flugzeug- und Katalysatorindustrie bis hin zu hochwertigen Legierungszusätzen für die weltweite Stahlindustrie. Darüber hinaus ist die ­Treibacher Industrie AG in Europa Markt- und Technologieführer für das Recycling von verbrauchten Katalysatoren aus der Erdölindustrie. „Die Treibacher Industrie ist seit jeher ein sehr innovatives und damit forschungsintensives Unternehmen. Rund zehn Prozent der Gesamtbelegschaft ist im Bereich Forschung und Analytik beschäftigt. Neuproduktentwicklung, Produktverbesserung oder Rohstoff- und Umweltanalytik – diese Bereiche sind für den Erfolg des Unternehmens ausschlaggebend“, erklärt Joachim Hohenwarter, Leitung
PR & Kommunikation von Treibacher Industrie.

Wichtigkeit der Industrie

Kärnten als Unternehmensstandort bietet viele Vorteile für die Industrie, wie auch Hohenwarter bestätigt. „So ist beispielsweise die Infrastruktur zu nennen oder auch das Wissen um die Wichtigkeit der Industrie innerhalb der Politik. Darüber hinaus gibt es in Kärnten auch hochqualifiziertes Personal und – sollte man bei der Suche nach Personal in Kärnten nicht ­fündig werden – viele Argumente, um Fachkräfte nach Kärnten zu holen.“

Dinge im Detail verstehen

Der Fokus des Unternehmens Ortner Reinraumtechnik liegt auf der Entwicklung und Fertigung von innovativen Maschinen, Systemen und umweltschonenden Technologien zur Herstellung von mikrobiologischer und partikulärer Reinheit. „Wir sind unglaublich neugierig und wollen die Dinge im Detail verstehen. Deshalb haben wir von jeher eine sehr hohe Forschungstiefe und investieren bewusst auch in die Basis- oder Grundlagenforschung“, erklärt Stefanie Rud, Geschäftsführerin von Ortner Reinraumtechnik. Forschung und Entwicklung ist ein Antriebsmotor, damit von dem Unternehmen innovative Lösungen für die Kunden gefunden werden können. „Innovative Forschung ist aber gleichzeitig auch unser Versprechen und unser Wille, um die Zukunft unserer Umgebung mitgestalten zu können“, so Rud.

Kärnten ist lebenswert

Die Standorte der Ortner Reinraumtechnik in Kärnten haben historische Gründe. Dennoch steht das Unternehmen auch heute noch zu dieser Entscheidung. „Derzeit stehen wir gerade vor einer größeren Standortentscheidung und haben uns auch heute wieder für den Standort Kärnten entschieden. Du Gründe dafür sind einfach: Die Gründe zu potentiell wichtigen Zulieferbetrieben im Alpen-­Adria-Raum, sowohl das politische als auch das wirtschaftliche Umfeld gibt uns das Gefühl gemeinsam wachsen zu können und Kärnten ist für unsere Mitarbeiter lebenswert“, erklärt die Geschäftsführerin von Ortner Reinraumtechnik.

„Innovation ist unsere DNA“

Foschung und Entwicklung haben auch bei dem Unternehmen Knapp einen hohen Stellenwert. „Denn Innovation ist unsere DNA. Bereits in den 1960er Jahren hat der Firmengründer Günter Knapp den ersten Kommissionierautomaten für den Pharma Großhandel erfunden“, heißt es von dem Unternehmen. Das Unternehmen dem Hauptsitz in Hart bei Graz bietet intelligente und wirtschaftliche Automatisierungslösungen für die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Distribution bis hin zum Point of Sale. Das Portfolio des Unternehmens umfasst cloud­basierte Software, Roboter mit künstlicher Intelligenz und intelligente Analyse-Tools. Kapp-Kunden können ihre logistischen Prozesse mit intelligenten Technologien nachhaltig, wirtschaftlich und einfach gestalten. Der Grundstein für den Hauptsitz des Unternehmens in Graz wurde bereits in den 80er Jahren gelegt, einen Standort hat das Unternehmen auch in Klagenfurt. „Danach ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen und weitere Standorte kamen dazu. Dieses Jahr wird auch in den Ausbau in Hart bei Graz, Leoben, Dobl, Raab-Grambach und Klagenfurt investiert“, verrät das Unternehmen.

Rund zehn Prozent der Gesamtbelegschaft bei Treibacher Industrie ist im Bereich Forschung und Analytik beschäftigt. © Treibacher Industrie
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