„Du bist nicht da, weil du weißt, was du weißt. Du bist da, weil du bist, wer du bist.“
Generationendialog: Neue Vorbilder – Führung im Umbruch
Verantwortung zeigen! schuf wieder einen Raum, in dem Wirtschaft, Gesellschaft und die nächste Generation in einen produktiven Austausch auf Augenhöhe kamen. Beim Generationendialog in den Räumlichkeiten der Kärntner Sparkasse wurden Erfahrungen, Erwartungen und Spannungen zwischen den Generationen thematisiert.
Einmal mehr führten Iris Straßer und Martin Straßer durch den Nachmittag. Ihre Doppelmoderation machte wieder sichtbar, wie wichtig es ist, unterschiedliche Erfahrungen nicht nebeneinanderzustellen, sondern miteinander in Beziehung zu bringen. Schritt für Schritt entstand so ein gemeinsamer Denkraum für offene, konzentrierte und ehrliche Gespräche.
Glaubwürdige Führung und Haltung
Darüber, wie Vorbildwirkung heute tatsächlich entsteht, diskutierten Michael Koren (Kärntner Sparkasse), Gottfried Kienzl (IKEA Süd), Dieter Jandl (addIT), Claudia Mischensky (IV Kärnten), Markus Ogris-Linder (Kärntner Sparkasse), Barbara Pucker (Nationalpark Hohe Tauern) und Roland Waldner (KWF) in der ersten Runde.
Gastgeber Michael Koren sprach über Lernbereitschaft und darüber, dass junge Mitarbeitende sehr schnell erkennen würden, ob Führung authentisch sei. Markus Ogris-Linder betonte Vorbildwirkung als gemeinschaftliche Aufgabe im Unternehmen. Claudia Mischensky hob hervor, wie stark Menschen durch Zutrauen wachsen können, und Gottfried Kienzl formulierte jenen Satz, der ihn selbst geprägt hat: „Du bist nicht da, weil du weißt, was du weißt. Du bist da, weil du bist, wer du bist.“
Barbara Pucker sprach über fehlende Vorbilder früherer Generationen, sowie den Wert echter Ermutigung. Roland Waldner beschrieb Führung als Verantwortung, auch unter Unsicherheit Orientierung zu geben. „Es ist bei uns erlaubt, in der Arbeit Spaß zu haben“, brachte Dieter Jandl die Bedeutung der Kultur auf den Punkt.
Erwartungen der future minds^
Welche Art von Führung Orientierung gibt und welche nicht mehr trägt, diskutierten die future minds^ Jakob Behrent (BKS Bank), Katharina Happe (Lebenshilfe Kärnten), Valentina Konatschnig (AK Kärnten), Miriam Jobst (AMS Kärnten) und Katrin Preßlauer (Sto Österreich) in der zweiten Runde.
Dabei entstand ein bemerkenswert differenziertes Bild, nämlich, dass junge Mitarbeitende keine perfekten Führungskräfte erwarten. Sie wünschen sich Transparenz, nachvollziehbare Entscheidungen und ehrliche Kommunikation. Nicht jede Entscheidung müsse gemeinsam getroffen werden, aber sie müsse erklärbar sein. „Was mir persönlich wichtig ist, ist das Warum und Weshalb einer Entscheidung.“
Katrin Preßlauer betonte, wie wichtig es ist, Hintergründe nachvollziehen zu können. Jakob Behrent verglich die Kulturen von Fintech-Welt und Bankensektor und zeigte, wie stark Vorbilder vom organisationalen Umfeld geprägt werden. Katharina Happe lenkte den Blick auf Sinnorientierung und gemeinsame Wertearbeit, und Miriam Jobst machte deutlich, wie wichtig Fehlerkultur ist. Valentina Konatschnig formulierte ihren Wunsch nach einem professionellen und zugleich menschlichen Umgang kompakt: „Einfach mal zuhören, einfach mal reden lassen.“
Gemeinsam Zukunft gestalten
Besonders dynamisch wurde der Dialog dort, wo Spannungen zutage traten. Unterschiedliche Vorstellungen von Leistung, Arbeitszeit, Karriere oder Verantwortung blieben sichtbar und förderten die Produktivität des Austauschs.
Es entstand ein gemeinsamer Nenner: Neue Vorbilder entstehen heute weniger durch Hierarchie als aus der Verbindung von Haltung, Kommunikation und strukturellem Rahmen. Durch Menschen, die Orientierung geben, ohne alles vorzugeben. Durch Organisationen, die Vertrauen ermöglichen. Und durch Räume, in denen Zuhören wichtiger wird als Rechthaben.
Genau solche Räume schafft Verantwortung zeigen! immer wieder. Orte, an denen nicht übereinander, sondern miteinander gesprochen und gemeinsam Zukunft gestaltet wird.
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