„Niemand wird alleine gelassen, niemand muss auf Verdacht ins Krankenhaus fahren. Wir arbeiten daran, die Angebote der Nummer 1450 weiter auszubauen – auch gemeinsam mit dem Bund.“
Gesundheitsberatung 1450 und Telemedizin bleiben bestehen
Die Regierung hat in ihrer letzten Sitzung die Kooperationsvereinbarung zur Gesundheitsberatung 1450 für 2026 beschlossen. Somit bleibt das telefonische Gesundheitsservice in Kärnten rund um die Uhr verfügbar und wird weiterhin von Bund, Ländern und Sozialversicherung gemeinsam betrieben. Zugleich bestätigt Gesundheitslandesrätin Beate Prettner die Verlängerung des telemedizinischen Beratungsangebotes, das vor Weihnachten in die Pilotphase gestartet ist.
Die Gesundheitsberatung 1450 dient der Bevölkerung als kostenlose, leicht zugängliche Anlaufstelle für medizinische Fragen. Sie hilft dabei, schnell den richtigen Versorgungsweg zu finden – nach dem Prinzip „digital vor ambulant vor stationär“. Denn: „Viele Menschen wissen im Krankheitsfall nicht: Wohin soll ich mich zuerst wenden? Genau hier setzt 1450 an – kostenlos, rund um die Uhr und kompetent“, betont Prettner.
Zahlen sprechen für sich
Mit dem verstärkten Einsatz von Telemedizin wurde das Angebot in Kärnten noch vor Weihnachten letzten Jahres erweitert. Die Beratung per Telefon oder Video ermöglicht es, Beschwerden rasch zu beurteilen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. „Das reicht von Selbsthilfetipps über die Ausstellung eines e-Rezepts bis hin zur Empfehlung, doch eine Ambulanz aufzusuchen“, so die Gesundheitslandesrätin. Die Nutzungszahlen der Pilotphase sprechen für eine Fortführung: Seit dem Start Mitte Dezember 2025 bis einschließlich Februar 2026 wurde das Angebot rund 400 Mal in Anspruch genommen. „Das waren somit 400 Fälle, die womöglich in einer Notfallambulanz aufgeschlagen wären“, wie Prettner betont.
Beratung entlastet spürbar
Deutlich gestiegen sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres auch die aus den Anrufen bei 1450 resultierenden Gesundheitsberatungen durch diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal – im Vergleich zu 2025 waren es doppelt so viele. Das Zusammenspiel von Gesundheitsberatung durch diplomiertes Pflegepersonal und telemedizinischer Behandlung entlaste nicht nur die Spitalsambulanzen, sondern sorge gleichzeitig für mehr Sicherheit bei den Menschen, so die Gesundheitsreferentin. „Niemand wird alleine gelassen, niemand muss auf Verdacht ins Krankenhaus fahren. Wir arbeiten daran, die Angebote der Nummer 1450 weiter auszubauen – auch gemeinsam mit dem Bund.“
WISSENSWERT
Der Betrieb der Hotline erfolgt in Kärnten weiterhin über die Notruf Niederösterreich GmbH und ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr und kostenlos erreichbar (Basisangebot).
Das telemedizinische Zusatzangebot gibt es weiterhin von Montag bis Freitag (15 bis 22 Uhr) und an Wochenenden und Feiertagen von 14 bis 22 Uhr.