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Wirtschaft
26.11.2025

Global minds, local moves: Zukunftstag im Fokus der Stand­ort­ent­wicklung

Der diesjährige Zukunftstag füllte den Messe Congress Graz mit rund 1.500 Gästen – ein neuer Besucherrekord für das Event von Joanneum Research und der SFG.

Ganz im Sinne des Leitthemas „global minds, local moves“ widmete sich der Zukunftstag 2025 dem Thema Standortentwicklung und der Fragestellung: Wie kann der Standort Südösterreich von der Dynamik aus internationalen Perspektiven und regionalem Handeln profitieren? Hochkarätige Keynotes zeigten mögliche Szenarien der Zukunft Europas auf, skizzierten Wege zu mehr Stabilität und Schlagkraft, während spannende Talks regionale Aufgaben und Potenziale an der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft sichtbar machten. Der Zukunftstag wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal als gemeinsames Projekt von Joanneum Research und der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) organisiert.   

International denken, regional handeln

„Wir müssen unseren Geist öffnen, international denken und regional handeln – so, wie uns der Zukunftstag heute hier zusammenbringt und über die Grenzen hinaus eint. Die Steiermark hat eine starke Industrie als Rückgrat, einen guten Mittelstand, ein starkes Handwerk, eine hervorragende Ausbildungslandschaft und Forschung auf Spitzenniveau, welche auch durch die Unternehmer:innen des Landes aktiv mitgetragen wird, wie das Alltime-high unserer Forschungsquote von 5,31 Prozent belegt. Darauf können wir stolz sein, und das funktioniert nur, wenn Wirtschaft und Wissenschaft an einem Strang ziehen“, eröffnete Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer.  

„Ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort ist das Ergebnis eines starken Innovationsstandortes. 

Peter Hanke, Innovationsminister 

Neue Regeln globaler Zusammen­arbeit

Der ehemalige EU-Forschungsdirektor Robert Jan-Smits, maßgeblich an den milliardenschweren Horizon-Forschungsprogrammen beteiligt, beleuchtete in seiner Keynote den Beginn einer neuen Welt- und Wirtschaftsordnung: „Die Welt ist kein Dorf mehr.“ Die alten Regeln der internationalen Zusammenarbeit gälten nicht mehr – das hätten unter anderem die USA, Russland und China augenscheinlich demonstriert. „Kooperation wird künftig auf gemeinsamen Werten basieren“, so Jan-Smits. Demnach müssten Europas Regionen ihre vorhandenen Innovations-Ökosysteme massiv ausbauen und sich transeuropäisch vernetzen. General Robert Brieger, bis vor Kurzem Vorsitzender des EU-Militärausschusses, ging in seiner Keynote auf wachsende hybride Bedrohungen ein und sprach über den Bedarf an sicherheitspolitischen Investitionen sowie über Österreichs Rolle in einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik.

Neue Weichen für Wachstum

Innovationsminister Peter Hanke unterstrich, dass ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort das Ergebnis eines starken Innovationsstandortes sei – und dass die Bundesregierung im Rahmen der Industriestrategie bewusst auf jene Schlüsseltechnologien setze, die das größte Wachstumspotenzial für das Land aufweisen. „Dafür spielt die Steiermark eine entscheidende Rolle. Nicht nur, weil sie eines der wichtigsten Bundesländer ist, wenn es um Innovation geht, sondern auch, weil sie ist ein Vorzeigebeispiel dafür ist, wie Politik, Wissenschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Eine Kooperation, die mit der Eröffnung des Koralmtunnels Mitte Dezember auch bundesländerübergreifend noch ein Stück weit intensiviert wird – zum Wohle des Standorts und der Menschen.“

Innovation entsteht im Mit­einander

„Gemeinsam Zukunft gestalten heißt, global zu denken und lokal zu handeln“, betonte Joanneum-Research-Geschäftsführer Heinz Mayer. Der Zukunftstag 2025 zeige, wie internationale Impulse und regionale Stärke sich gegenseitig beflügeln können. „Wir bringen nationale und internationale Speaker zusammen, um Perspektiven zu verbinden und neue Wege aufzuzeigen. Es geht darum, voneinander zu lernen, mutig zu handeln und Kooperation als Motor für Innovation zu begreifen. Ich lade alle ein, Teil dieses Dialogs zu sein. Arbeiten wir gemeinsam daran, den Standort in die Zukunft zu führen!“, so Mayer.

1. Innovationsminister Peter Hanke betonte die Bedeutung des Koralmtunnels als Motor für Innovation und Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern. © moving stills
2. Robert-Jan Smits, ehemaliger Forschungsdirektor der EU, skizzierte in seiner Keynote den Aufbruch in eine neue Welt- und Wirtschaftsordnung. © moving stills 

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