Gesundheit

Hilfswerk: Regelfinanzierung für Projekt Smart VitAAlity muss her!

Das Pilotprojekt Smart VitAAlity wurde erfolgreich abgeschlossen. Hilfswerk-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler fordert nun eine Weiterführung, doch die Finanzierung fehlt noch.

Drei Jahre lief das Pilotprojekt Smart VitAAlity, nun wurde die Auswertung abgeschlossen. Dabei wurden Kommunikationstechnologien (Smart Watch, Tablet, Messgeräte für Vitalparameter) eingesetzt, um ältere Menschen im Alltag zu unterstützen. Getestet wurden diese von Senioren zwischen 60 und 80 Jahren, die noch in der eigenen Wohnung leben. Die Partner des Projekts: Fachhochschule (FH) Kärnten, Hilfswerk Kärnten, Joanneum Research und die Firma Ilogs.

Digitalisierung in der Pflege

Projektleiter war Johannes Oberzaucher, Professor an der FH Kärnten. Er erzählt: "Im Rahmen der Pilotregionen Klagenfurt, Ferlach und Villach wurde auf Basis eines bedarfs- und theoriebasierten Zugangs, gemeinsam mit späteren potenziellen Benutzern, ein technologisches System und integrierte Services entwickelt. Wirksamkeitsbeeinflussende Faktoren wie Akzeptanz und Nutzungsverhalten haben wir ebenso untersucht und in eine Nachhaltigkeitsstrategie übergeführt." Vitalparameter wurden also digital von den Projektteilnehmern übermittelt.

Wichtige Erkenntnisse

Das Hilfswerk konnte so wichtige Erfahrungen machen, sagt Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler: "Für uns ist es wichtig zu wissen, wie und wo können wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit digitalen Hilfsmitteln entlasten und wird die digitale Unterstützung auch von unseren Kundinnen und Kunden angenommen." Die Kunden würden sich eine Weiterführung des Projekts wünschen. Auch die Mitarbeiter lieferten sehr positives Feedback. Scheucher-Pichler: "Alleine die Übermittlung der Vitalparameter hat eine große Entlastung für unser Pflegepersonal mit sich gebracht."

Finanzierung offen

Nun fehlt aber noch die Finanzierung für eine Weiterführung. Scheucher-Pichler fordert: "Hier muss es zwischen Bund und Ländern gemeinsam erarbeitete zukunftsfähige Finanzierungskonzepte geben. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass genau solche erfolgreichen Digitalisierungsprojekte schnellstmöglich in die Regelfinanzierung übernommen werden. Das entspricht nicht nur dem Wunsch der Menschen, im eigenen Zuhause alt werden zu können, sondern würde auch eine enorme Entlastung für das Pflegepersonal mit sich bringen!"

Elisabeth Scheucher-Pichler ist Präsidentin des Hilfswerks Kärnten. – Foto: Studiohorst
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