© Hilfswerk Kärnten
Gesundheit
12.06.2026

Hilfswerk setzt auf Prävention

Das Hilfswerk Kärnten bietet nicht nur rasche Unterstützung in schwierigen Lebenslagen, sondern setzt auch verstärkt auf Prävention.

Die Menschen in Österreich haben eine hohe Lebenserwartung, werden jedoch im Durchschnitt um ein Jahr früher pflegebedürftig als beispielsweise in den nordischen Ländern. „Das heißt: Wir müssen mehr machen, um fit und gesund zu bleiben", sagt Elisabeth Scheucher-Pichler, Präsidentin des Hilfswerks Kärnten. Dazu tourt das Hilfswerk-Team – neben einem jährlichen Gesundheitstag und dem Tag der offenen Tür – das ganze Jahr über durchs Land und macht mit seinem Programm auf verschiedenen Veranstaltungen Bewusstseinsarbeit für die Bedeutung von Vorsorge, Bewegung und Ernährung.

Fit und gesund alt zu werden und zu Hause leben zu können ist kostengünstiger und entspricht dem Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung. Das geben mehr als 80 Prozent der Befragten in unterschiedlichen Studien an. Für Scheucher-Pichler heißt das unter anderem: „Wir müssen die mobilen Dienste ausbauen, um die Menschen in ihren eigenen vier Wänden betreuen zu können. Und wir müssen sie dabei unterstützen, körperlich und mental gesund sowie geistig fit zu bleiben."

Wichtig sei auch, sich bei kleineren Problemen sofort um Unterstützung zu kümmern, bevor sie zu großen werden. „Hier bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe und begleiten unsere Klient:innen ein Stück des Weges. Wir nehmen ihnen nicht alles ab, sondern befähigen sie, den Alltag wieder selbstständig und selbstbestimmt gestalten zu können", erklärt die Hilfswerk-Präsidentin. Psychisches Wohlbefinden ist von zentraler Bedeutung. „Soziale Kontakte spielen dabei eine wichtige Rolle. Dafür gibt es eine Reihe von Angeboten. Ich kann allen nur sagen: ,Nehmt Sie an!'", fordert sie die Menschen auf.

INTERVIEW
mit Elisabeth Scheucher-Pichler, Präsidentin des Hilfswerks Kärnten

© Helge Bauer

Ehrenamtliche gesucht

Das Hilfswerk sucht ehrenamtliche Mitarbeiter:innen für verschiedene Bereiche.

advantage: In welchen Bereichen können Ehrenamtliche mitarbeiten?

Elisabeth Scheucher-Pichler: Das sind Tätigkeiten wie kleinere Erledigungen, Begleitung bei Arztbesuchen, Hilfe bei Amtswegen, aber auch Freizeitgestaltung wie Spielenachmittage oder Spaziergänge mit betagten Menschen. Wir suchen auch Unterstützung bei Festen und Veranstaltungen. Gefragt sind darüber hinaus Reisebegleiter:innen, die Senior:innen auf Reisen betreuen. Auch im Büro kann gern mitarbeiten, wer sich dafür interessiert.

Wer eignet sich für ein Ehrenamt?

Alle, die Menschen begleiten möchten. Sie können ihre Zeit frei einteilen und so das Ehrenamt mit ihren anderen Verpflichtungen vereinbaren.

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Nein, auch ältere Menschen sind herzlich willkommen. Bei uns können sie sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten einbringen. Für Ältere kann das auch ein neuer Lebensinhalt sein, und sie können ihre Erfahrung Jüngeren weitergeben, wie beispielsweise unsere Lese-Omas in den Kindergärten und Kitas. Es ist eine Win-win-Situation.

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