„Unser Hauptgebäude soll Menschen einladen, Zeit mit und bei uns zu verbringen.“
Im Zentrum des modernsten Bankings
Seit über 500 Jahren gehört der denkmalgeschützte Bau am Neuen Platz Nummer 14 zum Stadtbild der Kärntner Landeshauptstadt. Vor 80 Jahren wurde das Haus, das im Lauf der Geschichte Bürger, Ärzte, Adelige, Postboten und sogar einen Schweinestall beherbergt hatte, zum Sitz der Zentrale der Kärntner Sparkasse. Nun wurde das historische Gebäude nach einer zweijährigen Umbauphase mit Kernsanierung neu eröffnet.
Über die Grundfunktionen einer Bank hinausgehend soll die neue Zentrale – nicht zuletzt durch die integrierten Gastronomiebetriebe – Austausch und Begegnung ermöglichen und so zur Belebung der Klagenfurter Innenstadt beitragen. „Wir wollten das Gebäude der Öffentlichkeit zurückgeben“, erklärte Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse, in seiner Eröffnungsrede. Ziel sei es gewesen, die Unternehmenskultur – also den Anspruch, als Bank für die Menschen da zu sein – auch architektonisch im neuen Zentralgebäude zum Ausdruck zu bringen. „Unser Hauptaugenmerk beim Umbau lag auf einer optimalen Beratungsatmosphäre für unsere Kund:innen sowie einer modernen und einladenden Arbeitswelt für unsere Mitarbeitenden. Unser Hauptgebäude soll Menschen einladen, Zeit mit und bei uns zu verbringen“, so Huber.
Innovation auf allen Ebenen
Im Zuge der Renovierung, die zunächst nur als technische Sanierung geplant war, wurde das Gebäude schließlich vollständig entkernt und generalsaniert. So verbirgt sich hinter der denkmalgeschützten, historischen Fassade nun ein hochmodernes Innenleben auf insgesamt sechs Etagen. Im Keller ist das Cash Handling angesiedelt – gleichzeitig kann dort eine Ausstellung zur Geschichte des Geldes besichtigt werden. Im Foyer im Erdgeschoss befindet sich neben Welcome Desk und SB-Zone sowie dem neuen Café George auch der Financial Life Park (FLiP), in dem zahlreiche Finanzbildungsmaßnahmen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, angeboten werden.
Der erste, zweite und dritte Stock dienen dem Arbeitsalltag – hochmoderne, funktionale Büros und Beratungsräume ermöglichen ein zeitgemäßes Bankgeschäft und flexibles Arbeiten. Auch in der Kärntner Sparkasse hat dabei die neue Arbeitswelt mit ihrem „New Way of Working“ Einzug gehalten: Die Mitarbeiter:innen haben keine fixen Arbeitsplätze mehr, sondern können nach Bedarf Plätze in ihrer jeweiligen „Home Base“ buchen, zwei Tage die Woche wird von zu Hause gearbeitet. Ein zeitgemäßer Schritt, denn: „Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben“, wie Sparkasse-Vorständin Ulrike Resei bei der Eröffnung betonte.
Der vierte Stock des Gebäudes beherbergt nun einen Veranstaltungssaal, der zukünftig auch vermietet werden soll. Hier wie auch im Rest des Hauses und in vielen weiteren Sparkasse-Filialen wurde Holz als Baustoff verwendet, um eine besonders angenehme Raumatmosphäre zu schaffen. Im fünften Stock schließlich bietet – neben einer Terrasse speziell für Mitarbeiter:innen – die verglaste Skybar Marie einen spektakulären Ausblick auf Klagenfurt und die umliegenden Höhenzüge. Wie das Café George im Erdgeschoss wird die Skybar von Spitzengastronom Hubert Wallner betrieben und serviert leistbare, regionale Qualitätsküche – auch außerhalb der Banköffnungszeiten.
Ein Bau für die Zukunft
Insgesamt 480 Menschen aus zahlreichen Betrieben, viele davon aus der Region, waren in den vergangenen zwei Jahren am Umbau der Sparkassen-Zentrale beteiligt. Dabei wurde nicht zuletzt Wert auf eine möglichst ökologische Bauweise mit hoher Energieeffizienz gelegt. Dass aus Geschichte Zukunft werden kann, zeigt sich jedoch nicht nur in der Gebäudesubstanz, sondern auch in seinen Funktionen. So ist etwa der Financial Life Park als Finanzbildungszentrum für Jugendliche, aber auch Erwachsene ein klares Projekt für die Zukunft.
„Mit dem FLiP-Financial Life Park wird die so wichtige Finanzbildung für ein finanzfittes Leben gefördert.“
„Bildung wird den jungen Menschen helfen, Entscheidungen zu treffen“, ist Gabriele Semmelrock-Werzer, Präsidentin der Kärntner Sparkasse überzeugt. Im Umbauprozess war sie eine wichtige Impulsgeberin – sie setzte sich besonders dafür ein, beim Standort in der Klagenfurter Innenstadt zu bleiben, anstatt ein neues Gebäude am Stadtrand zu errichten und damit neue Flächen zu versiegeln. „Wir sind überzeugt, dass Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch sind“, so Semmelrock-Werzer. Dass das neue Gebäude nun erfolgreich eröffnet werden könne, sei eine Bestätigung für diesen Weg. „Es zeigt: Wenn man Initiative hat, kann man auch gegen den Trend schwimmen – und zum Beispiel im Stadtzentrum bleiben“, so die Sparkasse-Präsidentin. „Unsere ‚neue‘ Kärntner Sparkasse am Neuen Platz ist jetzt viel mehr als eine Bank – sie ist ein Ort der Begegnung für alle Menschen. Mit dem FLiP-Financial Life Park wird die so wichtige Finanzbildung für ein finanzfittes Leben gefördert.“
Feierliche Eröffnung
Zahlreiche namhafte Gäste, darunter die Vorstände der Kärntner Sparkasse Siegfried Huber, Michael Koren und Ulrike Resei sowie LH Peter Kaiser, Bürgermeister Christian Scheider, Superintendent Manfred Sauer und Bischof Josef Marketz wohnten der feierlichen Eröffnung am 12. September bei. LH Peter Kaiser schloss sich dem allgemeinen Lob über den geglückten Umbau an – Geschichtliches in Zukünftiges zu transformieren, sei im Umbau der Sparkassen-Zentrale zweifellos gelungen, so der Landeshauptmann. Die Eröffnungsreden wurden musikalisch herausragend von einem Quartett rund um Tonč Feinig umrahmt, im Anschluss öffneten sich die Türen für Kulinarisches von Hubert Wallner und Hausführungen für alle Interessierten. Dabei bot sich viel neuer Raum für das ein oder andere Gespräch – ganz im Sinne der zuvor gefallenen Worte von Architekt Roland Winkler: „Über Architektur redet man nicht – man redet in ihr.“
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