Peter Granig, Rektor der FH Kärnten
© FH Kärnten
Wie soll die Bildung der Zukunft in Europa aussehen? Welche Möglichkeiten gibt es für Hochschulen, den großen Herausforderungen unserer Zeit produktiv entgegenzutreten? Diese und viele weitere Fragen gemeinsam zu beantworten ist Ziel der europäischen Hochschulallianz ACE2–EU (Applied, Connected, Entrepreneurial and Engaged – European University). Mitten im Zentrum dieser Kooperation steht die FH Kärnten: Die Fachhochschule ist Mitbegründerin des Netzwerks, das seit 2024 neun führende Hochschulen aus ganz Europa verbindet. Angehörige der teilnehmenden Hochschulen profitieren durch die Allianz von zahlreichen Bildungs- und Mobilitätsangeboten.
Die größten Gewinner sind die Studierenden: „An der FH Kärnten zu studieren bedeutet nun, direkten Zugang zu neun europäischen Hochschulen zu bekommen. Das ist ein massiver Vorteil“, erklärt Peter Granig, Rektor der FH Kärnten. „Mit unseren Partnern entwickeln wir Bildungs- und Forschungswege, die auf die Anforderungen einer dynamischen, europäischen Zukunft vorbereiten. ACE2–EU stärkt unsere Position im Europäischen Hochschulraum und gibt uns die Möglichkeit, Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen aktiv mitzugestalten.“
Peter Granig, Rektor der FH Kärnten
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Entwicklung mit Strategie
ACE2 –EU ist Teil der European Universities Initiative (EUI), ein Leitprojekt der Europäischen Kommission mit dem Ziel, langfristige strategische Hochschulpartnerschaften aufzubauen. 65 Allianzen mit mehr als 550 Hochschulen aus ganz Europa sind aktuell an der EUI beteiligt. Innerhalb der ACE2 –EU-Allianz ist die FH Kärnten für das Arbeitspaket „Forschung, Innovation und Entrepreneurship“ verantwortlich und bringt hier ihre über Jahre aufgebaute Expertise ein. Die Förderung im Ausmaß von 14,4 Millionen Euro – davon 2,2 Millionen Euro für die FH Kärnten – ist für eine Projektlaufzeit von vier Jahren anberaumt. Erklärtes Ziel der teilnehmenden Hochschulen ist es jedoch, die Kooperation über diesen Zeithorizont hinaus fortzusetzen. Nur so könne eine stabile Zusammenarbeit geschaffen und die Zukunft der europäischen Bildung nachhaltig weiterentwickelt werden, betont Granig.
Die Initiative fügt sich nahtlos in die Strategie 23–30 ein, in der die FH Kärnten ihre Zielsetzungen für die nächsten Jahre definiert. Insbesondere die Internationalisierung, einer der vier strategischen Grundpfeiler, wird durch das Projekt immens gestärkt. Das zeigt sich auch bei den Studierendenzahlen: Seit dem offiziellen Projektbeginn am 1. November 2024 wuchs der Anteil internationaler Studierender um rund 18 Prozent. „Für Studierende eröffnet die Allianz eine Bandbreite neuer Möglichkeiten, um sich international zu vernetzen und sich optimal für den Arbeitsmarkt vorzubereiten – etwa durch multidisziplinäre, internationale Workshops und EntrepreneurshipProgramme und Freiwilligeneinsätze in kulturellen und sozialen Organisationen in ganz Europa“, erzählt Studentin Sonia Moncaleano. Julia Marinaccio, Projektleiterin der ACE²–EU an der FH Kärnten, schließt sich an: „Ob Mobilität, gemeinsame Studienangebote oder Forschungsinitiativen – wir vernetzen Menschen, Ideen und Institutionen.“
Sonia Moncaleano, Studentin an der FH Kärnten
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Starke Zwischenbilanz
Darüber hinaus brachte das erste Kooperationsjahr weitere wichtige Meilensteine mit sich: Zentrale Strukturen wurden innerhalb der Allianz etabliert und zahlreiche kooperative Formate entwickelt. Neben dem Jahreskongress in Ingolstadt fanden mehrere Arbeitstreffen statt – eines davon direkt an der FH Kärnten. Gemeinsam führten Vertreter:innen der Hochschulen Workshops zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen durch und entwickelten innovative Lernformate, die Allianzstudierenden schon in den kommenden Semestern zur Verfügung stehen werden.
Den Abschluss des Arbeitstreffens an der FH Kärnten bildete der International Day, an dem die Delegationen der Projektpartner und zahlreiche internationale Hochschulangehörige teilnahmen. Aleksandra Jama, Head of International Relations Office an der FH Kärnten, zeigt sich erfreut über das große Interesse: „Über 200 Hochschulangehörige haben am diesjährigen International Day teilgenommen – ein Signal für die internationale Öffnung unserer Hochschule. Aus diesem Austausch entstehen neue Ideen und Kooperationen, die unseren Studierenden und der Region zugutekommen.“ Und auch Rektor Peter Granig freut sich über die bereits erzielten Erfolge: „A fast start is a good start – denn dieses erste Jahr European University hat gezeigt, wie viel wir gemeinsam erreichen können und was in den kommenden Jahren noch möglich ist.“