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Wirtschaft
20.07.2022

Industrie liefert die technologischen Antworten auf Klimafragen

Interview mit Karlheinz Rink, Experte für Forschung und Entwicklung der IV-Steiermark.

Die Steiermark zeichnet sich zum einen durch die Erzeugung von Umweltgütern und Umwelttechnologien, also Gütern, die insbesondere zur Reduktion der Emissionen beitragen, aus. Zum anderen optimieren Industriebetriebe laufend ihre Prozesse und leisten unmittelbar einen Beitrag zum Klimaschutz. Eine Fülle an Beispielen belegt: Die Industrie liefert die technologischen Antworten auf die Klimafragen. Die Industriellenvereinigung vertritt dabei die Interessen der heimischen Industrie und ist zugleich auch Initiatorin, als auch Partnerin für zukunftsweisende gesellschafts- und wirtschaftspolitische Strategien und Entscheidungen. advantage hat Karlheinz Rink, den Experten für Forschung und Entwicklung der IV-Steiermark, zum Interview gebeten.

advantage: Wie werden die Unternehmen von der Industriellenvereinigung bei den Themen Forschung und Innovation unterstützt?

Karlheinz Rink: Wir bieten unseren Mitgliedern seit vielen Jahren eine Plattform gerade auch für diese Themen und sehen einen hohen Mehrwert in der Vernetzung. Dazu schlagen wir auch die wichtige ­Brücke hin zur Wissenschaft.

Kann man sagen, dass Forschung und Innovation ein „Wachstumsturbo“ für Unternehmen sind?

Absolut. Innovationen sind oftmals der Auslöser für Investitionen am Standort und sie stehen für die Wettbewerbsfähigkeit und das internationale Renommee der steirischen Betriebe. Viele internationale Konzerne haben in der Steiermark neben Produktionsstätten auch Entwicklungszentren und ähnliche Einrichtungen etabliert oder nutzen die heimische Forschungsinfrastruktur. Die Forschung stärkt so vor allem auch den Wirtschaftsstandort an sich. Das zeigt sich in der Steiermark durch die – auch im internationalen Vergleich – sehr hohe F&E Quote, die zu 3/4 von der Industrie getragen wird.

Viele Beispiele zeigen, dass die Industrie die technologischen Antworten auf die Klimafragen liefert. Warum ist es heutzutage so wichtig, dass sich die Industrie mit diesem Thema auseinandersetzt?

Mit der Innovationskraft der steirischen Industrie können wir wesentlich zur Lösung von Klimafragen beitragen. ­Steirisches Know-how bringt tagtäglich Effizienz in Prozesse und umweltschonende Produkte auf den Weltmarkt. Als energieintensiver Industriestandort waren die Betriebe schon immer ökologische Vorreiter – der Schlüssel liegt in unseren Technologien, die ständig weiterentwickelt werden.

Was wird von den Steirischen Unternehmen diesbezüglich derzeit alles umgesetzt?

Unsere Technologien sparen jährlich 750 Megatonnen an CO2 Emissionen ein. Rund ein Viertel des Fernwärmebedarfs der Landeshauptstadt Graz wird von der Industrie gedeckt, Stahl oder Zement wird in der Steiermark wesentlich klimaschonender hergestellt als anderswo in Europa. Es gibt unzählige Beispiele, wo Industrie positiv auf das Klima wirkt.

Die Steiermark zeichnet sich auch besonders durch die Erzeugungvon Umweltgütern und Umwelttechnologien, also Gütern, die insbesondere zur Reduktion der Emissionen beitragen, aus. Ist hier die Nachfrage in den letzten Jahren gestiegen?

Die Nachfrage steigt konstant und das vor allem auch aufgrund der Präsenz der Industriebetriebe auf den internationalen Märkten. Hinzu kommt, dass wir in der Steiermark über eine einzigartige Symbiose von Wirtschaft und Wissenschaft insbesondere auch im Bereich Umwelttechnik verfügen, die wiederum für immer neue Innovationen sorgt.

Worin liegen die Herausforderungen für die Unternehmen für die Zukunft in Sachen Klima- und Umweltschutz?

Das sind ganz klar die Rahmenbedingungen in Österreich. Für die Betriebe muss internationale Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet sein und ein innovationsförderndes Standortklima herrschen.

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