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Wirtschaft
15.12.2025

„Infrastruktur ist das Rückgrat, Zusammen­halt das Herz“

Die Eröffnung der Koralmbahn markiert für den neuen SPÖ-Landespartei­vorsitzenden Landesrat Daniel Fellner eine Jahrhundert­chance für Kärnten – insbesondere für die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg.

Mit der Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen-Achse entsteht ein neuer Zentralraum mit rund 1,1 Mio. Einwohner:innen, darunter etwa 500.000 Beschäftigte. 29 Tagesverbindungen zwischen Klagenfurt und Graz zeigen völlig neue Perspektiven auf. Expert:innen prognostizieren der neu entstehenden Metropolregion ein Bevölkerungswachstum von rund 2,8 Prozent.

Für SPÖ-Landesparteivorsitzender Landesrat Daniel Fellner bietet die Koralmbahn auch den Gemeinden die Chance, Grenzen im Kopf zu überwinden. Das geschehe allerdings nicht von selbst, sondern müsse aktiv gestaltet werden. „Infrastruktur ist das Rückgrat, Zusammenhalt das Herz. Nur wenn wir Wirtschaft, Gemeinden und Menschen an einen Tisch bringen, wird Kärnten als lebendiger, international sichtbarer Wirtschaftsstandort erblühen. Jetzt ist der Moment, um Weitsicht in Taten zu verwandeln“, so Fellner.

"Die Koralmbahn ist weit mehr als nur ein Verkehrsprojekt - sie ist ein Symbol dafür, wie mutig Kärnten in die Zukunft blicken kann.“

Daniel Fellner, SPÖ-Landes[-]partei[-]vorsitzender Kärnten

Kooperation im Fokus

Kärnten beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren intensiv und abgestimmt mit den Potenzialen, die diese Hochleistungsverbindung mit sich bringt. Um die Weichen strategisch richtig zu stellen, wurde vom Land die Lenkungsgruppe Koralmbahn eingerichtet. In diesen Prozess aktiv eingebunden sind neben den Landesabteilungen auch Sozialpartner, Gemeinde- und Städtebund, Vertreter:innen aus Forschung, Bildung und Infrastruktur sowie zahlreiche Kärntner Gemeinden.

„Die Koralmbahn ist ein Motor für eine gemeinsame Zukunft unserer Regionen“, unterstreicht Fellner. „Sie eröffnet den Gemeinden entlang der Strecke enorme Chancen – gemeinsam zu investieren, gemeinsam zu wachsen und gemeinsam zu reüssieren. Interkommunale Projekte sind dabei der Schlüssel: Wenn Gemeinden über ihre Grenzen hinausdenken und zusammenarbeiten, entstehen Synergien, die allen zugutekommen – sei es im Wohnbau, in der Gesundheitsversorgung, in der Bildung oder bei Betriebsansiedelungen.“

Maßnahmen mit Strategie

Der aktuelle Koralmbahnstrategie-Fortschrittsbericht macht deutlich: In fünf Arbeitsgruppen wurden 113 Maßnahmen erarbeitet – 72 befinden sich in Umsetzung, 17 sind bereits abgeschlossen. Von den 36 priorisierten Projekten sind 86 Prozent, also 31 Maßnahmen, auf Schiene.

„Ich sehe in der Koralmbahn ein Symbol für Zusammenhalt und Aufbruch“, betont Fellner. „Sie verbindet nicht nur Klagenfurt mit Graz, sondern auch Menschen, Gemeinden und Ideen. Wenn wir diese Dynamik jetzt mit Mut und Kooperation weitertragen, kann die Region Kärnten-Steiermark zu einer Modellregion für erfolgreiche, interkommunale Entwicklung in ganz Europa werden.“

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