"Erfolgsgeschichten entstehen nicht zufällig, sie sind das Ergebnis eines starken Ökosystems."
„Innovation aus Kärnten rettet Leben“
Im Rahmen einer Pressekonferenz im Lakeside Park präsentierten LHStv.in Gaby Schaunig, der neue build!-Geschäftsführer Martin Trink sowie Magdalena Druml, Gründerin von NoxAvis, zentrale Entwicklungen: die neue build!-Geschäftsführung, die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre und mit NoxAvis ein Startup, das zeigt, wie aus einer Idee konkrete gesellschaftliche Wirkung entsteht.
NoxAvis: Musterbeispiel für Wirkungskraft des Kärntner Ökosystems
Wenn es um Leben und Tod geht, darf keine Information verloren gehen. Genau hier setzt das Kärntner Startup NoxAvis an. Das junge Unternehmen steht beispielhaft für die Innovationskraft des Kärntner Startup-Ökosystems, das seit über zwei Jahrzehnten maßgeblich vom build! Gründungszentrum Kärnten getragen wird.
Mit HeliDoc hat das Startup NoxAvis rund um Gründerin Magdalena Druml eine Lösung entwickelt, die Notarzteinsätze revolutioniert: Während Einsatzkräfte Patient:innen versorgen, dokumentiert eine KI-Sprachassistenz alle relevanten Daten in Echtzeit. Diese Informationen werden live und sicher an das Zielkrankenhaus übertragen – wertvolle Minuten werden gewonnen, Fehler reduziert, Überlebenschancen erhöht.
Die Idee entstand aus der Praxis: „Während meines Studiums im Bereich Digital Healthcare bat mich ein Kollege aus dem Krankenhaus, die papierbasierte Dokumentation der Flugrettung zu digitalisieren. Daraus entwickelte sich mein erster Prototyp und letztlich die Gründung von NoxAvis“, so Druml. Zielgruppen sind Flugrettungsdienste, bodengebundene Rettungseinheiten sowie Krankenhäuser, die Effizienz und Patient:innensicherheit steigern wollen.
Bald internationaler Standard
„Fortschritt im Gesundheitswesen hängt nicht allein von Technologie ab, sondern von den Menschen, die sie täglich nutzen. Das Feedback der Healthcare Professionals hat HeliDoc stärker geprägt als jeder Businessplan“, berichtet Druml, die für die Unternehmensgründung nach ihrem Studium an der FH St. Pölten nach Kärnten zurückkehrte. In fünf Jahren soll HeliDoc internationaler Standard für die Notfalldokumentation sein – inspiriert vom Erbe Florence Nightingales und konsequent praxisorientiert entwickelt.
build! als starker Partner
Für NoxAvis war das build! Gründungszentrum entscheidender Begleiter: „build! war für uns von Anfang an ein wertvoller Sparring-Partner. Das Team hat uns nicht nur mit Know-how und Mentoring unterstützt, sondern uns auch Türen zu Netzwerken geöffnet, die wir allein nicht erreicht hätten“, betont Druml.
Seit mehr als 23 Jahren begleitet build! Gründer:innen von der ersten Idee bis zum Markteintritt. Rund 300 Innovationsprojekte wurden bislang betreut, beinahe die Hälfte davon führte zu Unternehmensgründungen von technologieorientierten Startups – viele sind bis heute erfolgreich am Markt tätig. „Das build! verbindet Hochschulen, Forschung, Wirtschaft und Förderstellen und sorgt so dafür, dass Innovationen aus Kärnten heraus wachsen können. Erfolgsgeschichten entstehen nicht zufällig, sie sind das Ergebnis eines starken Ökosystems“, sagt Schaunig. „Damit aus Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen, braucht es starke Partner:innen – und genau hier spielt das build! Gründungszentrum eine zentrale Rolle,“ so Schaunig weiter.
BABEG-Geschäftsführer Markus Hornböck ergänzt: „Als Haupteigentümerin ist die BABEG überzeugt, dass das build! als Startup-Hub entscheidende Impulse für die Innovationskraft Kärntens setzt. Unsere gemeinsame Vision ist klar: Kärnten als Top-Region für Wirtschaft, Forschung und Unternehmensgründung weiter auszubauen.“
"Das Team hat uns nicht nur mit Know-how und Mentoring unterstützt, sondern uns auch Türen zu Netzwerken geöffnet, die wir allein nicht erreicht hätten."
Wechsel an der build!-Spitze
Jürgen Kopeinig übergibt die Geschäftsführung des build! an Martin Trink: „Es war eine großartige Zeit im build!. Ich bin überzeugt, dass Martin Trink das build! erfolgreich weiterentwickeln und neue Impulse für das Kärntner Startup-Ökosystem setzen wird.“ Unter Kopeinigs Leitung entwickelte sich das build! dynamisch weiter, die Zahl der betreuten Projekte stieg kontinuierlich und die Vernetzung im Startup-Ökosystem wurde intensiviert. Der neue Geschäftsführer bringt umfassende Erfahrung aus unterschiedlichen Startup-Regionen mit. „Ich komme mit dem Blick eines Externen nach Kärnten und genau dieser Blick zeigt mir, wie viel hier bereits entstanden ist: ein aktives Ökosystem, engagierte Partner:innen und ein hochprofessionelles Team im build!“, erklärte Trink.
Neuer Fokus: Länderübergreifende Kooperationen
Ziel sei es nun, diese Stärken weiter auszubauen und sichtbarer zu machen: „Wir wollen Kärnten als Top-Startup-Standort positionieren – für Gründer:innen aus der Region ebenso wie für Talente von außen. Die Rahmenbedingungen müssen sichtbar und konkurrenzfähig sein.“ Ein besonderer Fokus liege künftig auf Kooperationen über Landesgrenzen hinaus sowie auf regionalen Stärkefeldern wie Drohnen, Mikroelektronik und Chiptechnologie.
build!
In diesem Jahr betreut das build! rund 25 Startups und etwa 30 weitere Projekte in der Vorbereitungsphase, in der Ideen geprüft, geschärft und marktreif gemacht werden. Das Angebot reicht von individuellem Coaching über Mentoring und Peer2Peer-Formaten bis hin zu Förderprogrammen und Infrastruktur.
Save the Date: Der nächste build! Demo Day findet am 19. März 2026 im Lakeside Spitz Klagenfurt statt. Über 200 Besucher:innen nutzten bereits im Vorjahr die Gelegenheit, Kärntner Startups kennenzulernen und über die besten Ideen abzustimmen.
Weitere Informationen:
build.or.at
noxavis.com