Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der HASSLACHER Gruppe, Sachsenburg
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„Kärnten ist die Wurzel unseres Unternehmens und zugleich das Fundament unserer internationalen Stärke – hier verbinden sich der Rohstoff Holz, verlässliche Menschen, Kreativität und unternehmerisches Wirken auf einzigartige Weise“, sagt Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der HASSLACHER Gruppe.
Für ihn liegt der entscheidende Vorteil in der unmittelbaren Nähe zur Ressource. Die waldreichen Regionen Oberkärntens und der angrenzenden Bundesländer sichern kurze Beschaffungswege für den Rohstoff Holz und damit eine nachhaltige, regionale Wertschöpfungskette. „Dazu kommt ein Faktor, der sich nicht in Bilanzen abbilden lässt, aber über Generationen gewachsen ist: die Menschen. Unsere Mitarbeiter:innen aus der Region bringen handwerkliches Können, fachliches Know-how, Leidenschaft für den nachwachsenden Rohstoff Holz, Verlässlichkeit und eine hohe Identifikation mit dem Unter nehmen mit. Diese Verbundenheit ist ein wesentlicher Teil unseres Erfolgs“, meint er.
Seit der Gründung im Jahr 1901 in Sachsenburg hat sich das Unternehmen vom regionalen Sägewerk zu einer international tätigen Unternehmensgruppe mit rund 2.000 Mitarbeiter:innen entwickelt. Der Standort des Hauptsitzes in Sachsenburg bot ausreichend Fläche für den schrittweisen Ausbau, die Lage an der Drau als historischer Transportweg und später der Anschluss an die Bahn erwiesen sich als weitere Standortvorteile. So wurde kontinuierlich in die Standorte in Oberkärnten investiert, in moderne Produktionsanlagen, in die Weiterverarbeitung hin zu Brettschichtholz und Brettsperrholz sowie in die energetische Nutzung von Nebenprodukten. „Und das Entwicklungspotenzial ist bei weitem nicht ausgeschöpft“, erklärt der Firmenchef.
Die geografische Lage im Herzen Europas und die gute Autobahnanbindung machen den Standort Kärnten für die Hasslacher Gruppe auch logistisch ideal. Für den Übersee-Bereich werden hauptsächlich die Häfen Koper und Triest, die von Kärnten aus per Lkw und Bahn bestens erreichbar sind und einen schnellen, flexiblen Warenabfluss ermöglichen, genutzt.
Christoph Kulterer, CEO und Eigentümer der HASSLACHER Gruppe, Sachsenburg
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Helle Köpfe
Edith Zikulnig-Rusch, Bereichsleiterin im Wood K plus Forschungszentrum für Holz und verwandte nachwachsende Rohstoffe in St. Veit, schätzt vor allem die „hellen Köpfe“ in Österreichs südlichstem Bundesland. Wood K plus bietet nicht nur interessante, sondern auch spezialisierte Arbeitsplätze außerhalb der Zentralräume.
„Wir verkaufen uns nach außen zumeist unter Wert. Es gibt tolle Betriebe, die die Innovation vorantreiben und daran interessiert sind, etwas weiterzubringen“, meint sie. „Die allgemein kolportierte Meinung von uns Kärntner:innen ,lei lossn und dann seg ma schon, was passiert‘ kann ich nicht nachvollziehen. In unserem Umfeld gibt es ganz viele Akteure, die aktiv etwas bewegen möchten. Kärnten kann was und sollte dies auch stolz zeigen“, sagt sie. Sie schätzt auch die Kooperationsmöglichkeiten im Alpen-Adria-Raum, die von der Forschungseinrichtungen im Rahmen verschiedener Projekte genutzt werden.
Edith Zikulnig-Rusch, Bereichsleiterin im Wood K plus Forschungszentrum, St. Veit
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Weissenseer Holz-System-Bau
Für Christof Weissenseer, Gründer und CEO des gleichnamigen Holzbauunternehmens, hat sich die Frage nach dem Standort nie wirklich gestellt. Er ist in Kärnten geboren und aufgewachsen und hat in seiner Heimatregion Weißensee mit zwei Mitarbeitern begonnen, ein Holzbauunternehmen zu entwickeln. Als sich im Jahr 2008 das Thema Erweiterung des Produktionsbetriebs nicht mehr aufschieben ließ, entschied sich der Firmenchef, im nahegelegenen Greifenburg alles neu aufzubauen. Hier fand er die idealen Bedingungen für den Bau seiner Weissenseer Compact Building-Factory, in der auf kleinstem Raum Gebäude und Gebäudehüllen modular gefertigt werden.
Heute arbeiten insgesamt 55 Mitarbeiter:innen in der Weissenseer Holz-SystemBau, die vom Drautal aus nicht nur ganz Österreich, sondern auch in viele Bereiche Europas beliefert. „Für ein Unternehmen, das mit Holz arbeitet, hat Kärnten die idealen Bedingungen“, meint der Firmenchef. Der Rohstoff Holz sei hier verfügbar, dadurch sei die Beziehung der Menschen zu diesem Material sehr stark und daher finde man in der Peripherie auch leichter Personal für diesen Bereich. Doch das Berufsbild habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gewandelt. Viele Abläufe seien mittlerweile automatisiert und digitalisiert. „Ein Drittel unserer Mitarbeiter:innen hat heute einen akademischen Abschluss“, sagt Weissenseer. Daher sei die Etablierung einer Stiftungsprofessur für innovativen und nachhaltigen Holzbau an der Hochschule Kärnten (CU) in Spittal an der Drau ein folgerichtiger und wichtiger Schritt gewesen, um Mitarbeiter:innen im Land zu qualifizieren.
Denn die primäre Herausforderung sieht er derzeit darin, junge Menschen, die zur Ausbildung das Land verlassen, wieder zurückzubekommen. Der ländliche Raum in Kärnten habe jungen Familien sehr viel zu bieten und immer mehr Menschen schätzen das entschleunigte Leben im Naturraum in Verbindung mit entsprechenden Arbeitsplätzen und der perfekten digitalen Anbindung. Und diesbezüglich sei Kärnten mit dem großflächigen Glasfaserkabel-Ausbau ausgezeichnet ausgestattet. In der Koralmbahn sieht Weissenseer weitere Verbesserungen und große Chancen für den Standort. Er selbst nutzt die neue Verbindung häufig, wenn er zu Baubesprechungen nach Graz oder Wien fährt.
Christof Weissenseer, Gründer und CEO der Weissenseer Holz-System-Bau, Greifenburg
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1. In Greifenburg baute die Weissenseer Holz-System-Bau eine moderne Fabrik zur Fertigung von Gebäuden und Gebäudehüllen auf. © Weissenseer
2. Sachsenburg bot der Hasslacher Gruppe Potenzial für Erweiterung und Weiterent wicklung. © Peter Maier