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Leben
16.01.2026

kärnten.­museum präsentiert viel­seitiges Jahres­programm

Die Pläne für 2026 reichen vom Ausbau bestehender Standorte über Ingeborg Bachmann bis zu einem neuen „Standort im Standort“ am Kreuzbergl.

Im neuen Jahr werden zahlreiche Projekte, Pläne und Veranstaltungen für die Besucher:innen des kärnten.museums umgesetzt. Neben der Weiterentwicklung zentraler Museumsstandorte sind innovative Ausstellungsformate und Kooperationen mit internationalen Kunst- und Kultureinrichtungen geplant. Ein umfassender Überblick über das Jahresprogramm wurde kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz von Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch und Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser präsentiert.

„Das kärnten.museum ist das lebendige Gedächtnis unseres Landes.“

Landeshauptmann Peter Kaiser

Kaiser zufolge ist das kärnten.museum „das lebendige Gedächtnis unseres Landes. Dieses Museum ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist dynamisch, prozesshaft und vital – ein Ort, der Vergangenheit reflektiert und Zukunft mitgestaltet“, so der Landeshauptmann.

Breites Themenfeld

Nach dem Gedenkjahr 2025, in dem der Fokus stark auf dem Bereich der Erinnerungskultur lag, öffnet das kärnten.museum nun vielfältige neue Themenbereiche. Zu den zentralen Projekten zählen 2026 die Neugestaltung des Archäologischen Parks Magdalensberg, die schrittweise Modernisierung des Freilichtmuseums Maria Saal, ein neuer Museumspavillon an der KZ-Gedenkstätte Loibl Nord sowie ein besonderer „Standort im Standort“ am Klagenfurter Kreuzbergl: Der ehemalige Luftschutzstollen wird ab 2026 unter dem Titel ÜBER.LEBEN zu einem Erlebnisraum an der Schnittstelle von Natur, Geschichte und Biodiversität.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann wird nicht nur eine Sonderausstellung im kärnten.museum, sondern auch ein Ingeborg-Bachmann-Raum im Gailtal-Museum umgesetzt. Zudem wird eine Bronzestatue von Anselm Kiefer im Garten des 2025 eröffneten Ingeborg-Bachmann-Hauses aufgestellt. Weitere geplante Themenschauen behandeln unter anderem den Klimawandel, Erinnerungskultur, die Hochalpen, Kindertransporte jüdischer Kinder nach Großbritannien 1938/1939 sowie die ägyptischen Sammlungsbestände des Museums.

Erfolgreiche Bilanz

Das Jahr 2025 war besonders von der Ausstellung „Hinschaun! Poglejmo“ anlässlich des 80-jährigen Endes des Zweiten Weltkriegs geprägt. Peter Kaiser verwies auf die internationale Resonanz der Ausstellung, insbesondere in Slowenien: „Diese historische Perspektive stärkt den Dialog in unserem gemeinsamen europäischen Alpen-Adria-Raum“, so Kaiser. Auch wurden mit dem Ingeborg-Bachmann-Haus in Klagenfurt und dem Pilgermuseum in Globasnitz 2025 gleich zwei neue Standorte eröffnet.

„Unser Fokus liegt bewusst auf gesellschaftlich relevanten Themen.“

Wolfgang Muchitsch, Direktor des kärnten.museum

Gleichzeitig wurde ein Ansteigen der Besucher:innen verzeichnet: Im Vergleich zu 115.000 Besucher:innen im Jahr 2024 waren es 2025 124.000 – ein Anstieg von acht Prozent. „Unser Fokus liegt bewusst auf gesellschaftlich relevanten Themen“, betonte Muchitsch. Mit dem Projekt „Tor zur Demokratie“ wolle man gezielt junge Menschen für demokratische Werte begeistern. Auch der neue Erlebnisraum ÜBER.LEBEN am Kreuzbergl werde thematisch breit angelegt: „Neben Forschung zu Flora, Fauna, Klimawandel und dem Verhältnis von Mensch und Natur wird hier auch Geschichte aufgearbeitet“, so Muchitsch.

Igor Pucker, Vorsitzender des Kuratoriums des Landesmuseums für Kärnten, schloss sich der positiven Bilanz an: „Das Museum ist ein Lernort für menschliche Werte – und dieser Aufgabe wird das kärnten.museum in vorbildlicher Weise gerecht“, so Pucker abschließend.

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