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Umwelt
21.05.2026

Kelag: Meilenstein beim Fernwärme­ausbau

In der Stadtgemeinde St. Andrä im Lavanttal baut die Kelag Energie & Wärme den 1.000sten Kilometer Fernwärme­trasse.

Was mit 7,5 km Fernwärmenetz und etwa 200 Kund:innen in St. Andrä 1989 begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem wichtigen Geschäftsfeld, das nun im Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme gebündelt ist und symbolisch den Kreis des 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse schließt.

Weiterer Fernwärmeausbau in St. Andrä

Heute liefert die Kelag Energie & Wärme in St. Andrä für etwa 400 Gebäude pro Jahr rund 16 Millionen Kilowattstunden Wärme. Dies entspricht dem Bedarf von 3.200 Wohnungen. Das Fernwärmenetz umfasst rund 20 Kilometer. Die Wärme stammt aus dem Biomasseheizwerk in St. Andrä und in Zukunft teilweise auch aus industrieller Abwärme von Mondi in Frantschach. „Wir arbeiten am Projekt der Fernwärmetransportleitung zwischen den Netzen in St. Andrä und Wolfsberg/ Frantschach-St. Gertraud“, erläutert Adolf Melcher, Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme. „Nach deren Inbetriebnahme im Jahr 2027 können wir beide Netze energie-wirtschaftlich optimieren und die Sicherheit der Versorgung in beiden Netzen weiter erhöhen.“

Das Fernwärmenetz in St. Andrä wird weiter ausgebaut, wie das Beispiel der neuen Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerkes zeigt. „Bis 2040 sehen wir hier ein zusätzliches Absatzpotenzial von rund fünf Millionen Kilowattstunden “, betont Melcher.

Maria Knauder, Bürgermeisterin der Stadt St. Andrä im Lavanttal, sagte auf der Baustelle des 1.000sten Fernwärme-Trassenkilometers stolz: „Es freut mich sehr, dass dieser besondere Meilenstein gerade hier in St. Andrä erreicht wird. Das erste Fernwärmeprojekt der Kelag wurde damals in unserer Stadt begonnen. Umso schöner ist es, dass wir heute den 1.000sten Kilometer Fernwärmetrasse ebenfalls hier in St. Andrä feiern dürfen. Mit dem Ausbau wird in eine nachhaltige Energieversorgung investiert, die zugleich die Lebensqualität in St. Andrä weiter verbessert und eine gute Zukunft für kommende Generationen schafft. Mein herzlicher Dank gilt der Kelag, der Kelag Energie & Wärme, dem Kärntner Siedlungswerk und allen Beteiligten für die wertvolle Zusammenarbeit.“

"Mit dem Ausbau wird in eine nachhaltige Energieversorgung investiert, die zugleich die Lebensqualität in St. Andrä weiter verbessert und eine gute Zukunft für kommende Generationen schafft."

Maria Knauder, Bürgermeisterin der Stadt St. Andrä im Lavanttal

Nachhaltige Energiezukunft

Landeshauptmann Daniel Fellner betont die Bedeutung einer nachhaltigen Fernwärmeversorgung nicht nur in seiner Heimatstadt: „Der 1.000ste Kilometer Fernwärmetrasse in St. Andrä ist ein starkes Zeichen dafür, wie konsequent wir in Kärnten an einer nachhaltigen Energiezukunft arbeiten. Mit der Verbindung der Fernwärmesysteme im Lavanttal entsteht eine moderne, intelligente Wärmeversorgung, von der die Menschen in der Region langfristig profitieren. Dieses Projekt steht für Klimaschutz und Versorgungssicherheit, vor allem aber auch für echten Fortschritt vor Ort.“

37 Jahre Kelag Energie & Wärme

In 37 Jahren hat sich die Kelag Energie & Wärme dynamisch entwickelt. „Wir haben bei null angefangen und halten jetzt bei 1.000 km Fernwärmetrasse“, sagt Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag. „Unser Tochterunternehmen Kelag Energie & Wärme ist heute der größte österreichweit tätige Fernwärmeanbieter auf der Basis von industrieller Abwärme und Biomasse und damit die Nummer 2 auf dem österreichischen Fernwärmemarkt. Wir betreiben 89 Fernwärmenetze und rund 900 Heizzentralen in ganz Österreich, liefern rund zwei Milliarden Kilowattstunden Fernwärme an Kund:innen und beschäftigen knapp 300 Mitarbeiter:innen. Unsere Wärme-Tochter ist von Vorarlberg bis ins Burgenland und von Kärnten bis ins Waldviertel tätig.“

"Der 1.000ste Kilometer Fernwärmetrasse in St. Andrä ist ein starkes Zeichen dafür, wie konsequent wir in Kärnten an einer nachhaltigen Energiezukunft arbeiten."

Landeshauptmann Daniel Fellner

Nachhaltig, sicher und unabhängig

Die Weichen für eine nachhaltige und von Importen unabhängige Wärmeversorgung auf Basis industrieller Abwärme und Biomasse wurden bereits 1989 gestellt. „Schon damals setzte die Kelag auf Kooperationen, mit der ÖDK als Wärmelieferant und mit der Stadtgemeinde St. Andrä im Lavanttal mit dem damaligen Bürgermeister Rudolf Kores.“  Draxler: „Investitionen in den Fernwärmeausbau erfordern Ausdauer und eine langfristige Planung. Unsere Kund:innen wünschen sich einen langfristig verlässlichen Partner bei der Wärmeversorgung. Auch heute ist die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ein wichtiger Erfolgsfaktor: Nur in enger Partnerschaft mit den Gemeinden lassen sich Fernwärmesysteme nachhaltig umsetzen.“

Verlässliche und nachhaltige Energieversorgung

Das Kärntner Siedlungswerk (KSW) gehört zu den großen Kunden der Kelag Energie & Wärme. Nahezu 1.000 Wohnungen des Kärntner Siedlungswerk werden von der Kelag Energie & Wärme in ganz Kärnten mit Wärme versorgt. Geschäftsführer Stefan Konecny sagt: „Eine verlässliche und nachhaltige Energieversorgung ist heute ein zentraler Bestandteil zukunftsfähiger Wohnbauprojekte. Das KSW setzt im Wohnbau konsequent auf zeitgemäße energetische Standards. Auch das Projekt in St. Andrä soll im klimaaktiv Silber Standard umgesetzt werden und verbindet eine ressourcen-schonende Bauweise mit moderner Energieversorgung. Die Photovoltaikanlage sowie die Anbindung an die Fernwärme der Kelag Energie & Wärme leisten dazu einen wichtigen Beitrag. So verbinden wir hohe energetische Qualität mit langfristiger Versorgungssicherheit. Bereits heute werden rund 25 Liegenschaften des Kärntner Siedlungswerks mit Fernwärme der Kelag versorgt. Unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Kelag Energie & Wärme zeigt, wie wichtig starke regionale Partnerschaften für eine nachhaltige und leistbare Wohnbauentwicklung sind,"

Ökologisch und sozial nachhaltig

Beim Wohnprojekt in St. Andrä entstehen aktuell 24 geförderte Mietwohnungen. „Vier Wohnungen im Erdgeschoß werden gemeinsam mit dem Hilfswerk Kärnten als voll betreute Wohneinheiten für Menschen mit Beeinträchtigung realisiert“, erläutert Geschäftsführer Florian Stadtschreiber. „Damit verbindet unser Wohnprojekt in St. Andrä ökologische und soziale Nachhaltigkeit auf besondere Weise. Mit großzügigen Freiflächen, Photovoltaik und einer modernen Energieversorgung entsteht hier leistbarer Wohnraum mit hoher Lebensqualität, der Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Inklusion verbindet. Unser Anspruch als gemeinnütziger Bauträger ist es, leistbaren Wohnraum zu schaffen, der gleichzeitig ökologisch nachhaltig, qualitativ hochwertig und zukunftsorientiert ist. Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen Beitrag zu einer nachhaltigen und lebenswerten Gemeindeentwicklung in St. Andrä leisten zu können.“

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