„Jeder Euro, den wir investieren, schafft und sichert Arbeitsplätze in Kärnten, vor allem im Bau- und Baunebengewerbe."
Kelag setzt auf starke Ausbauprogramme für eine sichere Energiezukunft
Das Geschäftsjahr 2025 zeigt ein gemischtes Bild. Das Konzernergebnis sank auf rund 350 Mio. Euro bei einem Umsatz von etwa 1.842 Mio. Euro. Geringere Haushaltsabsätze, unterdurchschnittliche Wasserführung, reduzierte Gasmengen und niedrigere Energiepreise wirkten belastend. Steigende Wärmeabsätze und höhere Ergebnisse aus früheren Investitionen konnten dies nur teilweise kompensieren. Für 2026 rechnet die Kelag angesichts sinkender Absatzpreise mit einem weiteren Ergebnisrückgang. In einem volatilen Umfeld bleiben Ergebnisprognosen mit Unsicherheiten behaftet.
Rekordinvestitionen stärken Versorgung
Mit 470 Mio. Euro flossen 2025 Investitionen in neue Anlagen, Instandhaltung und den Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung, Netzinfrastruktur sowie Wärmelösungen. Die Projekte sichern nicht nur die Energieversorgung, sondern schaffen Arbeitsplätze und stärken die regionale Wirtschaft. Vorstand Danny Güthlein betont: „Die geopolitischen Entwicklungen zeigen, wie verletzlich Europa bei Energieimporten weiterhin ist. Umso wichtiger sind Investitionen in erneuerbare Erzeugung, Netze und Wärme. Sie stärken Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und langfristig auch die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region.“ „Jeder Euro, den wir investieren, schafft und sichert Arbeitsplätze in Kärnten, vor allem im Bau- und Baunebengewerbe. Schwerpunkte unserer Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen sind die Bereiche Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, Netzinfrastrukturen für Strom und Glasfaser-Internet sowie die Wärmeversorgung,” sagt Kelag-Vorstand Reinhard Draxler.
Die Maßnahmen umfassen Sanierungen und Effizienzsteigerungen in Wasserkraftwerken wie Außer- und Innerfragant, Vorarbeiten für das Schwallausgleichskraftwerk Kolbnitz, die Erhöhung des Wurtenspeichers im Mölltal sowie den Bau des Kraftwerks Hammer im Lavanttal. Fertiggestellt wurden Photovoltaikanlagen in Mühlbach und Blasnitzen, der Bau einer PV-Anlage im Burgenland wurde begonnen und der Windpark Lavamünd startete. Parallel laufen Vorarbeiten für Netzprojekte wie die „110-kV-Netzerneuerung Mittelkärnten“ und „Netzraum Kärnten“ sowie der Baubeginn der Wasserstoffanlage in Arnoldstein sowie Fernwärmeprojekte in Lustenau und zwischen Wolfsberg und St. Andrä.
Arbeitsplätze und Fachkräfte
Die Investitionen führten zu leichtem Personalwachstum. 2.147 Mitarbeiter:innen waren 2025 bei der Kelag beschäftigt, ein Plus von 89 Vollzeitäquivalenten, darunter 127 Lehrlinge. Diese Entwicklung stärkt das Unternehmen, schafft zusätzliche Arbeitsplätze für Kärnten und bringt wichtige Fachkräfte für die Zukunft hervor.
Investitionsplan 2026
Für 2026 plant die Kelag ein Rekordinvestitionsprogramm von rund 550 Mio. Euro. Im Fokus stehen erneuerbare Energieerzeugung, moderne Netzinfrastruktur und effiziente Wärmelösungen, um die regionale Energieversorgung nachhaltig und unabhängig zu gestalten. „Standard & Poor’s“ bewertete die Kelag mit einem A-Rating, EcoVadis verlieh ein Nachhaltigkeits-Goldrating. „Wir sprechen oft von der Energiezukunft – dabei hat sie längst begonnen. Mit Wärmepumpe, Photovoltaik und E-Mobilität können Haushalte schon heute bis zu 35 Prozent an Energiekosten sparen, mit ausgereifter und verlässlicher Technologie. Die Kelag unterstützt ihre Kundinnen und Kunden dabei als verlässlicher Partner für leistbare und unabhängig erzeugte Energie“, sagt Kelag-Vorstand Danny Güthlein.
Windkraft zentral für Winterversorgung
Windenergie wird im Energiemix zentral für die Versorgungssicherheit im Winter. Im Jänner 2026 mussten 27 Prozent des österreichischen Strombedarfs importiert werden, 25 Prozent kamen aus heimischen Gaskraftwerken, und 50 Prozent stammten aus erneuerbarer Produktion. Die Kelag betreibt in Österreich 20 Windkraftanlagen, weitere 34 über die Tochtergesellschaft Kelag International. 2025 ging der Windpark Ivan Sedlo in Bosnien in Betrieb; in Nordmazedonien sind die Bauarbeiten am Windpark Gevgelija weitgehend abgeschlossen.
Mit diesen Maßnahmen sichert die Kelag nicht nur die Energieversorgung Kärntens, sondern stärkt Wertschöpfung, Standortqualität und die Wettbewerbsfähigkeit der Region, und setzt konsequent auf eine nachhaltige, unabhängige Energiezukunft.
© Kelag