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Wirtschaft
02.10.2025

KELAG: Weitere Investitionen in Kärntens Energie­zukunft

Bis 2034 planen die Kelag und ihre Tochter­gesellschaften Investitionen von rund 3,8 Mrd. Euro in erneuerbare Energien, Netzausbau, Fernwärme und Glasfaser. Geografischer Schwerpunkt bleibt Kärnten.

Trotz herausfordernder konjunktureller Rahmenbedingungen und rückläufiger wirtschaftlicher Kennzahlen setzte die Kelag ihr umfassendes Investitionsprogramm im ersten Halbjahr 2025 fort. Dies wirkt sich spürbar positiv auf den Wirtschaftsstandort und regionalen Arbeitsmarkt aus. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand einen deutlichen Ergebnisrückgang, insbesondere aufgrund niedrigerer Großhandelspreise und eines geringeren Ergebnisanteils der Verbund Hydro Power GmbH.

Konzernergebnis

Der Umsatz sank um rund 4 Prozent auf etwa 955 Millionen Euro, vor allem bedingt durch niedrigere Großhandelspreise. Der Stromabsatz an Endkund:innen ging um 1,2 Prozent zurück, der Gasabsatz verringerte sich um 11,3 Prozent. Der Wärmeabsatz hingegen stieg um rund 8 Prozent. „Wir erzielten ein Konzernergebnis von rund 210 Millionen Euro, um rund 18 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2024“, erläutert Danny Güthlein, Vorstand der Kelag. „Neben den gesunkenen Marktpreisen und dem rückläufigen Endkund:innenabsatz wirkte sich auch der geringere Ergebnisbeitrag der VERBUND Hydro Power GmbH (VHP) negativ auf unser Ergebnis aus.“

"Wir bleiben ein verlässlicher Konjunkturmotor für Kärnten und investieren gerade in herausfordernden Zeiten zur Stärkung der Wirtschaft."

Reinhard Draxler, Kelag-Vorstand

Laufende Großprojekte: 460 Mio. an Investitionen

Im Fokus der Investitionstätigkeiten stehen der Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik sowie der Ausbau der Netz-, Fernwärme- und Glasfaserinfrastruktur. Für das Gesamtjahr 2025 sind Investitionen von insgesamt 460 Millionen Euro geplant. „Wir bleiben ein verlässlicher Konjunkturmotor für Kärnten und investieren gerade in herausfordernden Zeiten zur Stärkung der Wirtschaft“, betont Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag.

Zu den derzeit größten Projekten zählen der Wiederaufbau des Kraftwerkes Arriach und die Erneuerung zweier Maschinensätze in den Kraftwerken Außerfragant und Innerfragant. Gleichzeitig arbeitet die Kelag an der Erhöhung des Wurtendammes in der Kraftwerksgruppe Fragant und der Weiterentwicklung des Projektes Schwallausgleichskraftwerk Kolbnitz im Mölltal. Weitere bedeutende Vorhaben sind der Neubau des Umspannwerkes Rangersdorf, die Erneuerung des Umspannwerkes Ferlach, die Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung für die Erneuerung des 110-kV-Netzes in Mittelkärnten und der Baubeginn der Biomasse-Fernwärme in Lustenau/Vorarlberg.

Glasfaserausbau und E-Mobilität

Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Kärnten schreitet zügig voran – teilweise in Kooperation mit der landeseigenen BIK Breitbandinitiative Kärnten GmbH. Bis Mitte 2025 wurden über 14.000 Glasfaseranschlüsse hergestellt, mehr als 3.500 Kund:innen nutzen Kelag-Connect für ihren Internetzugang. Im Bereich E-Mobilität erweitert die Kelag ihre öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur um rund 120 Ladepunkte auf insgesamt knapp 500, vielfach in Kooperation mit Handelsketten.

2.600 Arbeitsplätze für Kärnten

Eine Wertschöpfungsstudie des IHS-Kärnten Datenbasis war das Geschäftsjahr 2023 unterstreicht die positiven Auswirkungen der Investitionen der Kelag und ihrer Tochtergesellschaften für den Wirtschaftsstandort Kärnten. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Kelag sichern dieser Analyse nach rund 3.750 Arbeitsplätze in Österreich, davon etwa 2.600 in Kärnten. Auch in den kommenden Jahren werden sich die Investitionen der Kelag positiv auf den heimischen Arbeitsmarkt auswirken. Vor allem die Bauwirtschaft zählt zu den großen Auftragnehmern des Unternehmens. Der Personalstand des Konzerns stieg gegenüber dem 1. Halbjahr 2024 um 83 auf 2.011 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente), zusätzlich befinden sich 118 Lehrlinge in Ausbildung.

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