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Klagenfurt: Start für Stadtentwicklung zwischen Hallenbad und Bahnhof

Bei einem europaweiten Architektenwettbewerb werden Ideen gesucht, wie sich Klagenfurt zwischen Bahnhof und Hallenbad entwickeln soll.

Welche urbanen Potentiale hat Klagenfurt? Das soll ein städtebaulicher Wettbewerb – konkret "Europan 16" als europaweit größter Ideenwettbewerb für Architektur – zeigen. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz spricht von einer "Verdichtung nach innen" und erklärt das Ziel: "Wir haben uns für diese externe Organisation entschieden, um gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern – Stadtwerke, Wirtschaftskammer und Autohaus Sintschnig – das sieben Hektar große Areal zwischen Bahnhof und Hallenbad künftig optimal ausbauen zu können."

Gewerbeflächen werden zu Wohnraum

Das Areal soll für Bildungszentren und Wohnraum genutzt werden, momentan befinden sich in diesem Bereich zum Beispiel die Berufsschule, der Makerspace Carinthia und andere gewerbliche Flächen. Stadtrat Markus Geiger spricht von einem nächsten Schritt – denn zwei weitere Projekte (Ringquartier und Wohnbau-Projekt an der Walk) würden zeigen, wie man ehemalige Gewerbeflächen in Wohnraum umwandeln kann.

Klagenfurt als "Living City"

Das Areal habe viel Potential, so Robert Piechl, Leiter der Abteilung Stadtplanung. Und durch die Nähe zur Koralmbahn würden sich in diesem Bereich in Zukunft viele Schüler und Pendler tummeln. Junge Architekten und Städteplaner unter 40 Jahren werden durch "Europan 16" erfasst, Architektin Iris Kaltenegger: "Letztes Jahr haben 47 Städte aus 30 Ländern bei dem Wettbewerb mitgemacht, das Thema heuer lautet ,Living Cities'. Klagenfurt ist ein tolles Gebiet, das bei den jungen Planern garantiert viel Zuspruch finden wird."

Die Kooperationspartner

Warum sind also die drei Kooperationspartner mit an Bord? Weil sie in diesem Areal Liegenschaften besitzen, die Stadtwerke etwa (noch) das Hallenbad und die KMG-Busremise. Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole: "Die Dekarbonisierung unserer Flotte hat die nächsten Jahre eine hohe Priorität, auch wir brauchen dazu einen neuen Standort und werden unseren Beitrag leisten, damit dieses Areal attraktiv gestaltet werden kann."

Die Wirtschaftskammer, bei der Pressekonferenz vertreten durch Präsident Jürgen Mandl, ist durch den Makerspace Carinthia vertreten. Mandl sieht vor allem Potential, da täglich rund 10.000 junge Menschen die Ausbildungszentren besuchen.

"Das Autohaus Sintschnig beabsichtigt ebenfalls, den Standort zu verlegen und das Areal eventuell mit neuen Wohnformen aufzuwerten", verrät Folker Schabkar.

Der Architektenwettbewerb startet am 5. März. Standort-Begehungen sind für April geplant.

Stadtentwicklung: Markus Geiger, Iris Kaltenegger, Robert Piechl, Maria-Luise Mathiaschitz, Erwin Smole, Jürgen Mandl und Folker Schabkar (von links) – Foto: Stadtkommunikation/Helge Bauer
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