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Umwelt
31.10.2025

Kooperation für nachhaltiges Ladenetz

Das Projekt "Shared Charging" zählt zu den größten Forschungsinitiativen Kärntens und macht E-Ladesysteme gemeinschaftlich nutzbar.

Beim "Shared Charging Day" wurde der Öffentlichkeit ein Projekt vorgestellt, welches die Kärntner Ladeinfrastruktur nachhaltig, effizient und barrierefrei machen soll. Das Leitprojekt zählt mit neun Millionen Euro zu den größten Forschungsinitiativen, die je in Kärnten gestartet wurden. Rund 6,5 Millionen Euro werden von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) übernommen.

Unter der Leitung des Unternehmens go-e arbeiten zwölf Partner aus Wissenschaft, Industrie und Energiewirtschaft an Konzepten, um Ladesysteme gemeinschaftlich nutzbar zu machen – auf Basis erneuerbarer Energien.

"Die Vision ist, dass es auf jedem bestehenden Parkplatz einen umweltfreundlichen, kostengünstigen Ladeanschluss gibt."

Erik Yesayan, CEO von go-e

Als Betreiber kritischer Infrastruktur ist auch die Kelag am "Shared Charging" Projekt beteiligt. Am Standort der Kelag Energie & Wärme in Villach entsteht eine Testanlage für die E-Mobilität der Zukunft. "Wir testen, wie Elektrofahrzeuge nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch ins Netz zurückspeisen können. Das kann zukünftig helfen, Lastspitzen zu glätten und erneuerbare Energie optimal zu nutzen," sagt Kelag-Vorstand Reinhard Draxler.

Die Pilotanlage wartet zudem mit Photovoltaik auf Carports und einem Batteriespeicher aus Second-Life-Zellen auf. Auch Simulationen aus Netzsicht sind Teil des "Shared Charging" Projekts, wobei die gewonnenen Erkenntnisse zur Weiterentwicklung des Kärntner Energiesystems genutzt werden.

Technologie für eine grüne Zukunft

Als Partner bringt Infineon Technologies Austria seine Kompetenz in Leistungselektronik und Energiemanagement ein. Finanzvorstand Jörg Eisenschmied betont: "Im Shared Charging Projekt bringen wir unsere Kompetenzen als Weltmarktführer in der Leistungselektronik ein, um mit starken Partnern die E-Ladeinfrastruktur vor Ort weiterzuentwickeln und leicht zugänglich machen. Das zeigt konkret, wie unsere Energiesparchips wirken."

Silicon Austria Labs-Geschäftsführerin Christina Hirschl ergänzt: "Durch die Entwicklung eines intelligenten Gleichstromnetzes und einer bidirektionalen Ladeinfrastruktur ermöglichen wir die effiziente Integration erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Batteriespeicher im öffentlichen Raum."

Vernetzte Forschung

Neben der Kelag und großen Playern in Kärntens Wirtschaftswelt sind auch heimische Hochschulen an "Shared Charging" beteiligt.

 

"Forschung, Energie und Industrie arbeiten hier Hand in Hand, um intelligente Lade- und Energiesysteme zu entwickeln, die Mobilität klimafreundlich und alltagstauglich machen."

Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stellvertreterin

Landesrat Sebastian Schuschnig, Referent für Energie, Wirtschaft und Mobilität.freut sich über die Stärkung Kärntens als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort: "Projekte wie dieses sind Aushängeschilder unseres Standortes. Sie sichern durch die aktive Einbindung unserer heimischen Unternehmen wertvolle Arbeitsplätze ab und sorgen für Wertschöpfung in den Regionen."

Über Shared Charging

Das Projekt will die Kärntner E-Ladeinfrastruktur ausbauen und verbessern, wobei der Fokus auf Nachhaltigkeit und einfachem Zugang liegt.

Insgesamt 12 Forschungspartner sind am Projekt beteiligt: go-e, Alpen Adria Universität Klagenfurt, CISC Semiconductor GmbH, FH Kärnten, Infineon Technologies Austria, Joanneum Research, Kärnten Solar, Kelag, Kärnten Netz, Lakeside Labs, Silicon Austria Labs und Silicon Alps.

Das Projekt hat ein Volumen von neun Millionen Euro und wird vom Klima- und Energiefonds des österreichischen Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gefördert.

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