„Dank der zusätzlichen Kapazitäten können wir unseren Kunden deutlich schnellere Verbindungen innerhalb Südösterreichs und in Richtung der Adriahäfen anbieten.“
Koralmbahn ist Wachstumstreiber für den Logistikstandort
Mitte Februar, nach gut 100 Tagen Güterverkehr auf der Koralmbahn, zog die ÖBB Rail Cargo Group auf dem Gelände des Industrieunternehmens Alpacem eine erste, positive Zwischenbilanz. Nach 100 Tagen Güterverkehr transportierten 1050 Züge mit über 21.000 Wagen mehr als eine Mio. Tonnen Güter über diese Strecke, für die ÖBB Rail Cargo Group ist das ein erfolgreicher Start.
Effizient und energiesparend
Durch kürzere Fahrzeiten, höhere Effizienz und zusätzliche Kapazitäten auf der Südachse bringt die Koralmbahn deutliche Verbesserungen für den Güterverkehr. Mit maximal zehn statt 16 Promille Steigung ermöglicht die neue Flachstrecke höhere Anhängelasten, dadurch können Energie und bis zu 300.000 Zugkilometer pro Jahr eingespart werden. „Die Koralmbahn ist ein Meilenstein für eine leistungsfähige, klimafreundliche Mobilität in Österreich. Die ersten 100 Tage im Güterverkehr zeigen, wie moderne Infrastruktur die Verlagerung auf die Schiene ermöglicht, Unternehmen stärkt und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet,“ unterstreicht Mobilitätsminister Peter Hanke die Bedeutung der neuen Verbindung.
Bis zu 30 Prozent mehr Kapazität
Gemeinsam mit der bestehenden Strecke über den Neumarkter Sattel verfügt die Südachse nun über vier Gleise. Das bedeutet bis zu 30 Prozent mehr Kapazität, das ist ein entscheidender Faktor, um noch mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. „Dank der zusätzlichen Kapazitäten können wir unseren Kunden deutlich schnellere Verbindungen innerhalb Südösterreichs und in Richtung der Adriahäfen anbieten. Damit stärken wir Österreich nachhaltig als Logistikdrehscheibe im Herzen Europas“, betont Christoph Grasl, Vorstand der ÖBB Rail Cargo Group. Der Einzelwagenverkehr profitiert davon, dass Umwege wie über Knittelfeld entfallen.
Umweltfreundliche Transporte
Alpacem setzt als Kunde der ÖBB Rail Cargo Group auf umweltfreundliche Bahntransporte. Im Einzelwagenverkehr werden vorwiegend Rohstoffe für die Zementproduktion oder Hüttensand durch Österreich und bis nach Italien transportiert. Alpacem-Geschäftsführer Bernhard Auer erklärt: „Die Koralmbahn bringt für uns noch verlässlichere und effizientere Transporte und bestärkt uns darin, unsere Logistik konsequent auf die Schiene zu setzen. Gleichzeitig ermöglicht uns die neue Strecke, Transporte nachhaltiger und im Sinne der grünen Transformation durchzuführen. Die enge Zusammenarbeit mit der ÖBB Rail Cargo Group zeigt, wie leistungsfähig und klimafreundlich Schienengüterverkehr heute sein kann.“
WISSENSWERT
Der Ostsee-Adriatisches Meer-Korridor ist eine der wichtigsten Güterverkehrsrouten Europas und verbindet Europa vom Norden in den Süden. Mit der Eröffnung der Koralmbahn wurde die Südachse Teil dieses Korridors. Er verbindet Wirtschaftsräume von der Ostsee bis zur Adria, stärkt Österreich als Logistikdrehscheibe und bietet schnellere sowie effizientere Verbindungen in Richtung Adriahäfen und Industriezentren.