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Bildung
31.07.2025

„KuK Hofhackerei“ im Finale des weltweit größten Cybersecurity-Wettbewerbs

Studierende der TU Graz, TU und Uni Wien, JKU Linz und der FH St. Pölten schafften gemeinsam den Einzug in die letzte Runde der inoffiziellen Hacking-WM in Las Vegas.

Von 7. bis 10. August findet in Las Vegas das Finale des DEFCON „Capture the Flag“-Contests statt, bei dem es sich um den weltweit wichtigsten Wettbewerb der Cybersecurity-Szene handelt. Ein Team aus österreichischen Studierenden mit dem Namen KuK Hofhackerei hat es geschafft, sich unter 1.300 weltweit teilnehmenden Teams für das Finale zu qualifizieren. Die „Hofhackerei“ zählt damit zu den 12 besten Teams weltweit – in der 48-stündigen Vorausscheidung für das Finale erreichte sie sogar den sechsten Platz. Zuletzt schafften es österreichische Teilnehmer:innen im Jahr 2012 in die Endrunde des DEFCON „Capture the Flag“-Contests (DEFCON CTF).

Hacken im Dienste der Cybersicherheit

Bei Capture-the-Flag-Wettbewerben erhalten Teams Aufgabenstellungen aus verschiedenen Bereichen der IT-Sicherheit, etwa Web-Exploitation, Kryptografie, Reverse Engineering oder Systemanalyse. Ziel ist es, Schwachstellen von IT-Systemen zu finden und auszunutzen. Bei der Vorausscheidung für das Finale in Las Vegas umfassten die Aufgaben unter anderem das Hacken von Webseiten, das Brechen unsicherer oder nicht standardmäßiger Kryptografie sowie das Reverse Engineering von Programmen, um deren Schwachstellen zu erkennen und auszunutzen.

Die KuK Hofhackerei zählt rund 40 Mitglieder – die meisten von ihnen sind Bachelor- und Masterstudierende der TU Graz, TU Wien, Universität Wien, Johannes Kepler Universität Linz und der FH St. Pölten. Auch einige PhD-Studierende und IT-Sicherheitsprofis aus der Praxis sind Teil des Teams, etwa aus dem KI-basierten IT-Observability- und Security-Unternehmen Dynatrace. Zur Wettbewerbsvorbereitung trifft sich das Team regelmäßig an der TU Graz und der TU Wien, um gemeinsam an Aufgabenstellungen im Bereich Cyber Security zu arbeiten.

„Es freut uns sehr, dass sich die Studierenden zum Team KuK Hofhackerei zusammengeschlossen haben und ihr Wissen so außerordentlich erfolgreich im weltweiten Wettbewerb anwenden.“

Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security an der TU Graz

„An der TU Graz bieten wir Studierenden mehr als 20 Lehrveranstaltungen für eine umfangreiche Spezialisierung im Bereich Cybersicherheit. Es freut uns sehr, dass sich die Studierenden zum Team KuK Hofhackerei zusammengeschlossen haben und ihr Wissen so außerordentlich erfolgreich im weltweiten Wettbewerb anwenden. Es gibt seit mehr als zehn Jahren ein CTF-Team an der TU Graz und die Qualifikation für das Finale des DEFCON CTF ist ein absolutes Highlight“, so Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security an der TU Graz.

Intensive Vorbereitung auf das Finale

Bei der „Hofhackerei“ laufen nun bereits die Vorbereitungen auf die letzte Runde des renommierten Wettbewerbs.  „Wir schreiben spezielle Tools und Programme, die im Wettbewerb zum Einsatz kommen könnten“, erzählt Sebastian Felix, Masterstudent an der TU Graz. „Zwar kennen wir die Aufgaben im Vorfeld nicht, aber durch diese Vorbereitung müssen wir während des Wettbewerbs nicht bei Null mit dem Programmieren anfangen, sondern können bestehenden Code umschreiben oder ergänzen.“

„Dass sich unser österreichisches Team KuK Hofhackerei gegen Mitbewerber:innen aus 40 Nationen behaupten und ins Finale in Las Vegas einziehen konnte, ist bereits ein großartiger Erfolg.“

Sok-Kheng Taing, Mitgründerin von Dynatrace

Eine Besonderheit des DEFCON CTF ist die Präsenz vor Ort – in Las Vegas stehen dafür speziell eingerichtete Räume mit eigener IT-Infrastruktur zur Verfügung. Bei den Vorbereitungen wird das Team nicht nur durch die Universitäten und Fachhochschulen, sondern auch durch Sponsoren aus der Industrie unterstützt. Einer dieser Sponsoren ist das Softwareunternehmen Dynatrace, das von Linz aus zum Weltmarktführer bei KI-basierter IT-Observability und IT-Security aufgestiegen ist. Sok-Kheng Taing, Mitgründerin von Dynatrace, zeigt sich begeistert vom Erfolg des österreichischen Teams: „Dass sich unser österreichisches Team KuK Hofhackerei gegen Mitbewerber:innen aus 40 Nationen behaupten und ins Finale in Las Vegas einziehen konnte, ist bereits ein großartiger Erfolg. Die Kräfte zu bündeln und die besten Talente von fünf Universitäten und Fachhochschulen gemeinsam antreten zu lassen, ist vorbildlich und zeugt von starker Gemeinschaft. So kann sich ein vergleichsweise kleines Land wie Österreich auch international ins Rampenlicht bringen.“

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