Mini MINT: Frühe Begeisterung für Handwerk & Technik
Das Projekt „Mini MINT Boxen“ soll das Interesse an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) nachhaltig fördern. Es bringt handwerklich-technische Bildung in die Volksschulen und ermöglicht Kindern, Technik hautnah zu erleben. Sägen, Schrauben, Strom fließen lassen: Was früher oft als „nichts für Mädchen“ galt, gehört heute selbstverständlich zum Unterricht. Ziel der Initiative ist es, Kinder – und insbesondere Mädchen – spielerisch für Technik und Handwerk zu begeistern.
Bei der Mini MINT Ehrung in der Volksschule St. Georgen am Sandhof wurden nun 19 Mädchen der 3. und 4. Klassen für ihre Begeisterung und ihr Engagement ausgezeichnet.
So wird Lernen zum Erlebnis
Die Schülerinnen hatten zuvor mindestens drei der vier Mini MINT-Boxen aus den Bereichen Elektro, Bau, Holz und Metall erfolgreich absolviert und sich dabei in praktischen Übungen technisches Wissen angeeignet. Jede Box enthält Werkzeuge und Materialien, mit denen die Kinder Aufgaben selbstständig oder angeleitet lösen können. So wird Lernen zum Erlebnis, und Hemmschwellen gegenüber der Technik werden spielerisch abgebaut. „Wir wollen besonders Mädchen frühzeitig mit Technik und Handwerk vertraut machen und Berührungsängste abbauen“, erklärt VGK-Vorsitzender Siegfried Huber. „Technisches Verständnis entsteht nicht durchs Zuschauen, sondern durchs Tun. Mit den Mini MINT-Boxen schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu MINT-Fächern, der Begeisterung und Selbstvertrauen fördert.“
Für starkes Selbstvertrauen und Zukunftskompetenzen
Auch VGK-Geschäftsführer Herwig Draxler zeigte sich von der Motivation der Kinder begeistert: „Genau hier beginnt Zukunft: wenn Kinder merken, dass sie Dinge selbst schaffen und verstehen können. Wir müssen diese Neugier fördern, denn sie ist die Basis für das technische Know-how von morgen.“ Auch Susanne Poglitsch, Direktorin der Volksschule St. Georgen am Sandhof, hebt den Mehrwert für den Unterricht hervor: „Die Mini MINT Boxen bringen frischen Wind in den Schulalltag und verbinden Lernen mit Erleben. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei – sie tüfteln, probieren aus und staunen über das, was sie selbst schaffen. Diese Form des Unterrichts stärkt das Selbstvertrauen, fördert Teamarbeit und macht Technik greifbar. Für uns ist das eine große Bereicherung.“
Erfolgsprojekt mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung
Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Kärntner Unternehmen – darunter die Kelag Privatstiftung, Flex, Siemens, die Kärntner Landesversicherung, Tilly Holzindustrie und SF&S. Sie stellen Material, Know-how und praxisnahe Unterstützung zur Verfügung und tragen dazu bei, dass die Mini MINT-Initiative landesweit umgesetzt werden kann.
Mit Erfolg: Schon jetzt gibt es zahlreiche Anfragen von Schulen in ganz Kärnten, die das Programm in ihren Unterricht integrieren möchten.
© VGK | Peter Just