© Alpacem/Armin Russold
Wirtschaft
13.01.2026

Multimodaler Terminal für die Steier­mark

Mit einem multi­modalen Terminal im steiri­schen Peggau setzen Alpacem und Intercal, beide Unter­nehmen gehören zur Wieters­dorfer Gruppe, gemein­sam mit Inno­freight neue Maß­stäbe in der Güter­mobilität. *Anzeige*

Die Koralmbahn hat Auswirkungen auf den Personen- und Güterverkehr weit über ihre Grenzen hinaus. Durch den Zugang zum Schienennetz wird auch der obersteirische Wirtschaftsraum direkt von der Koralmstrecke profitieren. Dafür wird im steirischen Peggau von Alpacem, Intercal und Innofreight ein zukunftsweisender Terminal für den Güterverkehr entwickelt. Die neue Einrichtung wird nicht nur von den beteiligten Unternehmen, sondern von allen Industriebetrieben der Obersteiermark genutzt werden.

Logistik­dreh­scheibe

Für dieses Projekt haben Alpacem und Intercal in dem Gütertransport- und Logistikunternehmen Innofreight, einem Spezialisten für Schienengüterverkehr mit Sitz in Bruck an der Mur, den passenden Partner gefunden. Gemeinsam entwickeln sie eine leistungsstarke Logistikdrehscheibe für den Schienengüterverkehr. Die Container werden für längere Strecken auf die Waggons gehoben und für die letzte Meile auf die Lkw verladen. Das Areal in Peggau bietet für die neue Infrastruktur die besten Voraussetzungen und birgt großes Potenzial. Es verfügt über einen Gleisanschluss, die Anbindung an die S35 sowie reichlich Lagerplatz für Container, eine Wartezone für die Lkw und Flächen für die Weiterentwicklung.

„Wir verfolgen mithilfe der Bahn eine Wachstumsstrategie, indem wir eine stärkere Vernetzung erreichen.“

Harald Braunecker, Geschäftsführer von Intercal

Spezielle Container

Innofreight steht für spezielle Containerlösungen, mit denen Alpacem Produkte aus Wietersdorf anliefern und am Terminal in Peggau regional verteilen will. „Im Gegenzug sollen Rohstoffe aus dem steirischen Industrieraum für die Weiterverarbeitung ins Stammwerk nach Wietersdorf geschickt werden, darunter Produkte aus der Stahl-, Papier- und Baustoffindustrie“, sagt Peter Ramskogler, Vertriebsdirektor von Alpacem. Intercal kann seine Rohstoffe, darunter vor allem Branntkalk, noch weiter verteilen und künftig auch vermehrt Rohstoffe per Bahn anliefern lassen. „Wir verfolgen mithilfe der Bahn eine Wachstumsstrategie, indem wir eine stärkere Vernetzung erreichen. Mit der Bahnlogistik von Innofreight können wir den Lieferradius deutlich erweitern“, sagte Harald Braunecker, Geschäftsführer von Intercal. Intercal und Innofreight arbeiten bereits seit dem Frühjahr 2025 eng zusammen, um Branntkalk mithilfe des MonTainer XXL von Peggau ins slowakische Košice zu transportieren.

Inbetrieb­nahme 2027

Der Startschuss für den ersten Schritt, den Abriss der alten Gebäude am Projektstandort, ist erfolgt, 2026 beginnen die Arbeiten. In der ersten Bauphase werden nicht genutzte Gebäude am Standort Peggau abgerissen, um dem multifunktionalen Terminal Platz zu machen. Es geht mit der Planungs- und Gestaltungsphase weiter, die Inbetriebnahme soll 2027 erfolgen.

Lutz Weber, Geschäftsführer von Alpacem und Intercal, präsentiert den geplanten multimodalen Terminal. © Alpacem/Armin Russold

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