„Unser Auftrag bleibt klar: Wir helfen dort, wo Menschen Hilfe brauchen – unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Lebenssituation. Auch 2026 werden wir dieser Verantwortung mit voller Kraft nachkommen.“
Neujahrsempfang vom Roten Kreuz Kärnten
Seit rund 30 Jahren markiert der Neujahrsempfang des Kärntner Roten Kreuzes den Auftakt ins neue Jahr. Beim Empfang im Schloss Maria Loretto waren zahlreiche Gäste aus Politik, befreundeten Einsatzorganisationen sowie freiwillige Funktionär:innen und Mitarbeiter:innen vor Ort. Der Empfang stand ganz im Zeichen des Dankes und der Anerkennung für jene Menschen, die tagtäglich „Aus Liebe zum Menschen“ im Einsatz stehen. Präsident Pirz betonte: „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher und globaler Unsicherheiten zeigt sich, wie unverzichtbar Organisationen wie das Rote Kreuz sind. Menschlichkeit, Neutralität und Verlässlichkeit müssen jeden Tag gelebt werden.“ Der Abend unterstrich die Bedeutung von Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen.
Weiterentwicklung
Mit der Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums in Villach wurde ein wichtiger Meilenstein gesetzt. Mit der Bestellung eines neuen Landesrettungskommandanten wurde die Führungsstruktur im Rettungsdienst neu aufgestellt. Verbesserungen im Einsatzalltag tragen zu besseren Arbeitsbedingungen bei. Darunter beispielsweise das Sommergilet im Rettungsdienst, das die neue Uniform ergänzt. Die größte Herausforderung für 2026 bleibt die Sicherstellung der Finanzierung des Rettungsdienstes. Präsident Pirz unterstrich die Notwendigkeit einer verlässlichen gesetzlichen Finanzierung. „Damit wir unseren Auftrag auch künftig ohne Abstriche erfüllen können, braucht es klare und tragfähige Lösungen auf politischer Ebene“, so Pirz. Das Rote Kreuz hofft, gemeinsam mit anderen Blaulichtorganisationen auf eine entsprechende Weiterentwicklung des Kärntner Rettungsdienstgesetzes im Laufe des Jahres. Außerdem setzt das Rote Kreuz Kärnten 2026 Schwerpunkte auf die Stärkung des Ehrenamts, die Weiterentwicklung von Rettungsdienst, Pflege und Ausbildung sowie auf eine konsequente Krisen- und Katastrophenvorsorge. Ein Höhepunkt wird die Landesübung „Combined Success“ im November 2026 sein, die vom Land Kärnten organisiert wird.
Herausforderungen 2025
Das Kärntner Rote Kreuz wurde im Jahr 2025 vor große Herausforderungen gestellt. Einen tiefgreifenden und emotional fordernden Einsatz bedeutete der Anschlag in Villach im Feber 2025, bei dem das Rote Kreuz besonders mit der Krisenintervention rasch und umfassend Unterstützung für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte leistete. „Solche Ereignisse führen uns schmerzhaft vor Augen, wie wichtig psychosoziale Hilfe und ein starkes Netzwerk in Ausnahmesituationen sind“, so Pirz. Wie entscheidend professionelle Vorbereitung und Zusammenhalt im Ernstfall sind, zeigte die Bundeskatastrophenübung „Nock Alert 2025“.
Anerkennung
Mehrere Personen wurden wieder für ihr besonderes Engagement um das Kärntner Rote Kreuz ausgezeichnet. Die Verdienstmedaille in Silber erhielten Militärkommandant Brigadier Philipp Eder, Vizeleutnant i.R. Gerhard Schratter sowie Vizeleutnant i. R. Franz Gorenschek, für ihre langjährige Unterstützung des Blutspendewesens. Lukas Spitzer wurde ebenfalls mit der Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet, in Anerkennung seiner maßgeblichen Leistungen im Bereich der Einsatz- und Funkkommunikation. Eine der höchsten Auszeichnungen des Österreichischen Roten Kreuzes ist die Henry-Dunant-Medaille in Gold fünffach. Mit dieser wurde Rudolf Schober, langjähriger Präsident des Kärntner Zivilschutzverbandes, für seine außergewöhnlichen Verdienste um den Zivilschutz und die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz geehrt. Michael Umschaden, ehemaliger Stützpunktleiter des ÖAMTC Hubschrauber-Stützpunktes in Klagenfurt, erhielt für die langjährige kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit die Büste von Henry Dunant in Gold.
Zusammenhalt
Der Einladung zum Neujahrsempfang folgten unter anderem Vertreter:innen aus Politik und Partnerinstitutionen wie: Landesrat Peter Reichmann, Andreas Scherwitzl, erster Präsident der Kärntner Landtages, sowie Oberst Ralf Gigacher vom Militärkommando Kärnten. Der Landespolizeidirektor-Stv. GenMjr. Arthur Lamprecht, Landesbranddirektor-Stv. Friedrich Monai sowie Thomas Jank von der ARA-Flugrettung waren ebenfalls unter den Gästen. Die Bedeutung von Zusammenhalt und gegenseitigem Vertrauen für ein funktionierendes Hilfeleitsystem in Kärnten, wurde unterstrichen. Präsident Pirz betonte abschließend: „Unser Auftrag bleibt klar: Wir helfen dort, wo Menschen Hilfe brauchen – unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Lebenssituation. Auch 2026 werden wir dieser Verantwortung mit voller Kraft nachkommen.“