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Wirtschaft
16.03.2026

Nikolaus Juhász wurde zum deutschen Honorarkonsul ernannt

Mit dem BKS-Vorstandsvorsitzenden Nikolaus Juhász hat Kärnten wieder einen deutschen Honorarkonsul. Ab Juni können deutsche Staatsbürger:innen Reisepässe und Personalausweise in der BKS-Zentrale in Klagenfurt beantragen.

Ab Anfang Juni ist das Honorarkonsulat in der BKS-Zentrale am St. Veiter Ring 43 angesiedelt. Für deutsche Staatsbürger:innen besteht dort künftig die Möglichkeit, einen neuen Personalausweis oder einen biometrischen Reisepass zu beantragen, amtliche Dokumente und Unterschriften beglaubigen zu lassen oder konsularische Bescheinigungen zu erhalten. Das zentral gelegene Büro ist barrierefrei und stellt eine deutliche Verbesserung für die in Kärnten lebenden Deutsche dar.

„Mit Nikolaus Juhász gewinnt Deutschland einen sehr würdigen Repräsentanten in Österreichs südlichstem Bundesland, der in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bestens vernetzt ist.“

Botschafter Vito Cecere

Gute Nachbarschaft

Vito Cecere, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Österreich, bezeichnet die Ernennung von Nikolaus Juhász zum deutschen Honorarkonsul in Kärnten als bedeutsames Signal: „Eine gute Nachbarschaft zeigt sich nicht nur direkt an der Grenze, sondern sie muss im ganzen Land mit Leben gefüllt werden. Mit Nikolaus Juhász gewinnt Deutschland dafür einen sehr würdigen Repräsentanten in Österreichs südlichstem Bundesland, der in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bestens vernetzt ist. Er wird einen starken Impuls für die Pflege und den Ausbau der deutsch-kärntnerischen Beziehungen leisten“, zeigt sich Botschafter Vito Cecere überzeugt.
Der Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, Nikolaus Juhász, sieht in seiner Ernennung ein „wichtiges Zeichen für die weitere Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Kärnten“. Ziel sei es, „den grenzüberschreitenden Austausch insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Industrie, Kultur und Standortentwicklung nachhaltig zu vertiefen und Kärnten als starken Partner im deutsch-österreichischen Dialog zu positionieren“.

Wirtschaftspartner und Fachkräfte

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner für die Kärntner Wirtschaft. Knapp 30 Prozent aller Im- und Exporte erfolgen aus beziehungsweise nach Deutschland. Im Jahr 2024 wurden Waren im Wert von fünf Milliarden Euro gehandelt, im ersten Halbjahr 2025 nahm der Handel mit Deutschland weiter leicht zu. Von Jahresbeginn bis Juni 2025 wurden Waren im Wert von 1,38 Milliarden Euro nach Deutschland exportiert, die Importe aus Deutschland lagen bei 1,19 Milliarden Euro.
Deutsche Unternehmen waren im Jahr 2023 laut Nationalbank mit rund 3,8 Milliarden Euro an Kärntner Unternehmen beteiligt. Die aktiven Direktinvestitionen von Kärntner Unternehmen an deutschen Unternehmen betragen 1,6 Milliarden Euro. Das zeigt die starken unternehmerischen Verflechtungen.
Am Arbeitsmarkt zeigt sich ein ähnliches Bild. In Kärnten sind deutsche Staatsbürger:innen die größte Zuwanderergruppe. Derzeit leben rund 16.700 Deutsche in Kärnten. 5.662 deutsche Staatsbürger:innen waren im Vorjahr unselbstständig in Kärnten beschäftigt, damit sind sie als Fachkräfte ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsmarktes.

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