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Leben
18.07.2025

Park & Ride-Ausbau in Kärnten ermöglicht zukünftige Mobilität

Im Vorfeld der Koralmbahn-Eröffnung werden Park & Ride-Anlagen in Klagenfurt, Kühnsdorf-Klopeinersee und Paternion-Feistritz von Land Kärnten und ÖBB erweitert.

Park & Ride-Anlagen sind ein wichtiges Instrument, um Menschen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu motivieren. So können in einem multimodalen Verkehrsmittelmix öffentliche Verkehrsangebote durch den motorisierten Individualverkehr ergänzt werden etwa wenn ein Ort keine Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz hat oder keine ausreichende Taktung gegeben ist. Derzeit gibt es in Kärnten 84 Park & Ride-Anlagen mit insgesamgt 3.500 Stellplätzen – ein Volumen, das der großen Nachfrage bereits heute nicht gerecht wird. Umso mehr Handlungsbedarf entsteht durch die bevorstehende Eröffnung der Koralmbahn im Dezember 2025. Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig erklärt: „Wir müssen die Park & Ride-Infrastruktur in Kärnten ausbauen. Das steht fest – gerade im Hinblick auf die Inbetriebnahme der Koralmbahn.“

Drei Anlagen im Fokus

Besonders überlastet sind die P&R-Anlagen am Bahnhof Kühnsdorf-Klopeinersee, am Hauptbahnhof Klagenfurt sowie am Bahnhof Paternion-Feistritz. Diese Parkplätze sollen besonders zeitnah ausgebaut werden. In Kühnsdorf sollen die 160 vorhandenen Stellplätze um 48 erweitert und um E-Ladeinfrastruktur ergänzt werden. Die Klagenfurter Anlage soll um zwei Drittel ihrer Kapazität erweitert werden – zu den vorhandenen 90 Plätzen sollen 60 weitere dazukommen. In Feistritz-Paternion werden die 52 bestehenden Parkplätze um 21 zusätzliche Stellplätze ergänzt.

Kooperation bei Finanzierung

In der Schaffung von Park&Ride-Anlagen ist die ÖBB Infrastruktur AG federführend. Die Finanzierung wird üblicherweise zwischen ÖBB (50 %), Land (30 %) und Standortgemeinde (20 %) aufgeteilt. Aufgrund der Wichtigkeit im Kontext der Koralmbahn übernimmt das Land in diesem Fall einmalig jedoch auch den Gemeindeanteil. „Mit der Koralmbahn wird die Nutzung dieser Anlagen stark zunehmen. Deshalb muss die Umsetzung dieser drei prioritären Projekte zügig starten. Insgesamt 400.000 EUR stellen wir aus dem Verkehrsreferat für diese drei Projekte zur Verfügung“, so Schuschnig zu den Details der Finanzierung.

„Mit der Koralmbahn wird die Nutzung dieser Anlagen stark zunehmen. Deshalb muss die Umsetzung dieser drei prioritären Projekte zügig starten.“

Sebastian Schuschnig, Verkehrslandesrat

Hinzu kommen weitere 400.000 EUR, die durch einen Regierungsbeschluss für zukünftige Erweiterungen gesichert wurden. „Damit haben wir als Land Kärnten Vorsorge getroffen, auch zukünftig gemeinsam mit den ÖBB in P&R-Infrastruktur investieren zu können“, so Schuschnig. Ein baldiger Start des Ausbaus ist geplant – da sich die betreffenden Ausbauflächen bereits im Besitz der ÖBB befinden, sollte dem Baustart nichts im Wege stehen.

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